Montag, 12. Juni 2017

Vorschau: „Saturday Night Fever“ bei den 59. Gandersheimer Domfestspielen

„Saturday Night Fever“ – nach dem gleichnamigen Tanzfilm von John Badham (1977) mit John Travolta in der Hauptrolle; Musik, Liedtexte: Bee Gees; Buch: Nan Knighton, Arlene Phillips, Paul Nicholas, Robert Stigwood; Inszenierung, Choreografie: Marc Bollmeyer; Ausstattung: Bernhard Niechotz; Dramaturgie: Jennifer Traum, Prof. Hanns-Dietrich Schmidt; Musikalische Leitung: Ferdinand von Seebach. Darsteller: Lucas Baier (Tony Manero), Julia Lißel (Stephanie Mangano), Felicitas Heyerick (Annette), Philipp Nowicki (Joey), Denis M. Rudisch (Double J), Stephan Luethy (Bobby C), Fehmi Göklü (Monty/Mr. Fusco), Marco Luca Castelli (Frank Manero), Susanna Panzner (Flo Manero), Jan Kämmerer (Frank Manero Jr.), Florentine Kühne (Linda Manero), Stefano Marletta (Cesar), Maria Moncheva (Maria), David Schuler, Christina Baufeldt, Josephine Braun, Imke Bullwinkel, Annika Beushausen, Julia Lormis, Hermann Meyer, Anna Lina Neupert, Lea Pflug, Lina Alice Polten, Annika Rose, Alina Schulze. Band: Ferdinand von Seebach (Keyboard 1), Michael Siskov (Keyboard 2), István Szarka (Trompete), Christian Kohlhaas (Posaune), Frank Conrad, Klaus Händel (Saxophon), Martin Werner (Gitarre), Hans-Dieter Lorenz (Bass), Stephan Genze (Drums). Uraufführung: 5. Mai 1998, London Palladium, London. Deutsche Erstaufführung: 11. September 1999, Musical Dome, Köln. Broadway Premiere: 21. Oktober 1999, Minskoff Theatre, New York City. Premiere: 23. Juni 2017, Gandersheimer Domfestspiele, Bad Gandersheim.



„Saturday Night Fever“


Diskofeeling vor der Gandersheimer Stiftskirche


Die Bühne der Gandersheimer Domfestspiele verwandelt sich diesen Sommer in eine Disko. Mit „Saturday Night Fever“ wird in dieser Spielzeit ein Musical mit viel Action, Liebe und natürlich der Musik der legendären Bee Gees aufgeführt. „Das neu zusammengesetzte Tanzensemble präsentiert ein Stück voller Tempo und Leidenschaft, das es so vor der Stiftskirche noch nie gegeben hat“, verspricht Intendant Achim Lenz.

Gandersheimer Domfestspiele vor der Stiftskirche. Foto Rudolf A. Hillebrecht

Der junge Tony Manero arbeitet in einem Farbengeschäft in Brooklyn. Seine wahre Leidenschaft ist jedoch das Tanzen. Sein streng katholisches Elternhaus engt ihn ein, es gibt ständig Streit. Sehnsüchtig wartet er auf die Samstagabende, an denen er sich mit seinen Freunden in der Diskothek zum Tanzen trifft. Er beschließt, am jährlichen großen Universal Disko Dance-Wettbewerb teilzunehmen. Am liebsten mit Stephanie, in die er sich unsterblich verliebt hat. Während sein Freund Bobby C damit überfordert ist, dass seine Freundin von ihm ein Kind erwartet und er keine Perspektive für sich und die junge Familie sieht, hat Tony nur noch Augen und Ohren für den Tanzwettbewerb. Er kündigt sogar seinen Job, weil ihm sein Chef keinen freien Tag zum Üben gewährt.

Die Passage „Life’s going nowhere, somebody help me“ aus dem Song „Stayin’ alive“ kann als Hilferuf aller desillusionierten jungen Menschen interpretiert werden, ein Kritiker schrieb dagegen in seiner Besprechung zur deutschen Erstaufführung, dass die Songs „besonders im 1. Akt nicht immer zur Handlung passen“. Tony und Stephanie entfliehen den Schwierigkeiten ihrer Welt nur durch das Tanzen. Das Stück basiert auf dem Film mit John Travolta aus dem Jahr 1977 und dem Artikel „Tribal Rites of the New Saturday Night“ des britischen Musikjournalisten Nik Cohn, der im Jahr 1976 im New York Magazine erschien. Es stellt verschiedene Lebensmaxime und Perspektiven gegeneinander.

Ein Tanzmusical hat es in dieser Form bei den die Gandersheimer Domfestspielen noch nicht gegeben. Intendant Achim Lenz und Regisseur/Choreograf Marc Bollmeyer haben nach weiteren Tänzerinnen und Darstellern gesucht. Auf der Bühne werden also nicht nur ausgebildete Tänzerinnen und Tänzer sowie Schauspielerinnen und Schauspieler, sondern auch weitere Tänzerinnen und Statisten aus der Region zu sehen sein. Darunter acht Tänzerinnen aus dem Tanzstudio Kerstin Baufeldt in Katlenburg.

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