Donnerstag, 22. Juni 2017

RWE-Schriftzug am Koepchenwerk wird bald wieder leuchten

Industriedenkmalstiftung hat mit den Reparaturarbeiten am Schieberhaus begonnen

Wenn in Kürze die RWE-Buchstaben am Hang oberhalb des Koepchenwerks für ein paar Monate verschwinden, ist dies kein Grund zur Beunruhigung. Im Gegenteil. Es ist es ein Zeichen für die Arbeit der Industriedenkmalstiftung vor Ort am Koepchenwerk. Die Reparaturmaßnahmen sind dringend erforderlich. Witterung und Vandalismus haben dem denkmalgeschützten Schriftzug stark zugesetzt. Deshalb werden die Bleche der drei sechs Meter hohen Lettern in Kürze abmontiert und in der Zentralwerkstatt der Industriedenkmalstiftung in Dortmund in Eigenleistung wieder instandgesetzt. Die Trägerkonstruktion der Buchstaben verbleibt vor Ort, wird dort entrostet, gegen Korrosion geschützt und verstärkt, um den Windlasten am Hang des Ardeygebirges auch künftig trotzen zu können. Zugleich wird das Dach des Schieberhauses repariert und die Dachentwässrung ertüchtigt. Außerdem ist eine Einzäunung des Dachbereichs eingeplant, um dem permanenten Vandalismus am Schieberhaus Einhalt zu gebieten.

Landmarke Koepchenwerk in Herdecke mit RWE Schriftzug, Foto: Werner J. Hannappel, 2017

„Der Schriftzug ist ein wichtiges Symbol für das historische Pumpspeicherkraftwerk“, sagt Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, die das Koepchenwerk Ende 2016 in ihre Obhut genommen hat. „Unsere Handwerker freuen sich auf die Aufgabe und werden alles tun, damit die Buchstaben bald wieder in neuem Licht erstrahlen können. Nicht nur die Herdecker Bevölkerung, sondern die gesamte Region identifiziert sich mit dieser Landmarke, die für die lange Tradition der Energiewirtschaft an der Ruhr und am Hengsteysee steht.“

So heißt es jetzt, Stahlbleche und Profile zu reparieren bzw. auszutauschen und gegen Korrosion zu schützen. Anschließend geht’s in die Lackiererei, um eine neue Farbschicht aufzutragen, die – entsprechend den historischen Befunden – weiß sein wird.

Koepchenwerk Herdecke, RWE Schriftzug: Vandalismusschaden, Foto: Sabine Burggräf, 2017

Nach Abschluss der Dacharbeiten am Schieberhaus geht es im Sommer auch an die Abdichtung des Daches am Gebäude des Koepchenwerks selbst. Der leitenden Architektin der Instandsetzungsmaßnahmen, Dr. Sabine Burggräf, zufolge wird sich darüber hinaus auch an den Fassaden etwas tun: „Die Gerüstbauarbeiten und die Reparatur der seeseitigen Fenster wurden inzwischen öffentlich ausgeschrieben. Ende Juli/Anfang August 2017 wird die Vergabe erfolgen.“

Wann genau die RWE-Buchstaben wieder erstrahlen, vermag sie noch nicht zu sagen: „Es wird wohl Spätherbst werden.“ Viele Spaziergänger und Radfahrer werden den Schriftzug den Sommer über vermissen und dann erst recht spüren, welche große Symbolkraft er hat.

Koepchenwerk Herdecke, RWE Schriftzug: Trägerkonstruktion und zerstörte Oberfläche. Foto: Sabine Burggräf, 2017

Keine Kommentare: