Samstag, 31. März 2018

Ankündigung: „Kiss me, Kate“ am Opernhaus Bonn

„Kiss me, Kate“ – in Anlehnung an William Shakespeares „The Taming of the Shrew“ („Der Widerspenstigen Zähmung“); Musik, Liedtexte: Cole Porter; Buch: Samuel und Bella Spewack; Regie: Martin Duncan; Choreografie: Nick Winston; Bühne, Kostüme: Francis O´Connor; Musikalische Leitung: N. N. Darsteller: Oliver Arno (Fred Graham/Petruchio), Bettina Mönch (Lilli Vanessi/Katharina Minola), N. N. (Lois Lane/Bianca), N. N. (Bill Calhoun/Lucentio), N. N. (Harry Trevor/Baptista Minola), N. N. (Ralph, Inspizient), N. N. (Hattie, Garderobiere), N. N. (Paul, Garderobier), N. N. (Erster Ganove), N. N. (Zweiter Ganove), N. N. (General Harrison Howell), N. N. (Gremio, erster Freier), N. N. (Hortensio, zweiter Freier), N. N. (Bühnenpförtner) u. a. Uraufführung: 18. Dezember 1948, New Century Theatre, New York City. West End Premiere: 8. März 1951, Coliseum Theatre, London. Deutsche Erstaufführung: 19. November 1955, Städtische Bühnen, Frankfurt am Main. Premiere: 27. September 2015, Theater Dortmund; 15. September 2018, Theater Bonn.



„Kiss me, Kate“


Der Broadway-Klassiker am Opernhaus Bonn


Die Musicals „Cabaret“, „Jesus Christ Superstar“, „Kiss me, Kate“ oder „My fair Lady“ werden an deutschen Stadttheatern häufig auf den Spielplan gesetzt, weil sie vom Publikum geschätzt werden und entsprechend volle Häuser garantieren. Das dürfte auch am Theater Bonn nicht viel anders aussehen, wo man in der laufenden Spielzeit 2017/18 mit der Übernahme von „Sunset Boulevard“ vom Theater Dortmund und der Wiederaufnahme von „Evita“ zwei erfolgreiche Musicalproduktion auf dem Spielplan stehen hatte. Nachdem „Kiss me, Kate“ von Cole Porter (Musik, Lyrics) und Samuel und Bella Spewack (Buch) am 30. Dezember 1948 am Broadway am New Century Theatre uraufgeführt wurde, wurde es bei der dritten Tony Awards Verleihungszeremonie im darauffolgenden Jahr – bei der erstmals Musicals ausgezeichnet wurden – mit fünf der begehrten Auszeichnungen geehrt: „Best Musical“, „Best Autor (Musical)“ an Samuel und Bella Spewack, „Best Original Score“ an Cole Porter, „Best Costume Design“ an Lemuel Ayers und „Best Producer of a Musical“ an Saint Subber und Lemuel Ayers. Es wurde im Juli 1950 an das Shubert Theatre transferiert, am 28. Juli 1951 fiel nach insgesamt 1.077 Aufführungen der letzte Vorhang. Musicals, deren Originalproduktion im En-suite-Spielbetrieb mehr als 1.000 Aufführungen erreicht haben, waren in den 1950er-Jahren noch recht überschaubar. Am 19. November 1955 wurde das Musical im Frankfurter Börsensaal erstmals in Deutschland aufgeführt, und innerhalb nur weniger Monate kamen mehrere, höchst unterschiedliche Produktionen auf die deutschsprachigen Bühnen. In der Wiener Volksoper bevorzugte man eine neue Bearbeitung von Marcel Prawy (Premiere 14. Februar 1956), die sich aber gegenüber der Übersetzung des Berliner Kabarettisten Günter Neumann nicht durchsetzte.

Während einer Aufführung einer musikalischen Version der Komödie über die Zähmung der widerspenstigen Katharina durch den Frauenhelden Petruccio in Baltimore fechten die Akteure um den Regisseur und Hauptdarsteller Fred Graham und dessen Ex-Frau Lilli Vanessi auch im privaten Leben ähnliche Zwistigkeiten hinter den Kulissen aus wie die Spielfiguren auf der Bühne. Es ist ein Spiel im Spiel, bei dem beide Handlungsstränge für den turbulenten Fortgang der Handlung sorgen. Während Fred Graham noch immer Gefühle für seine ehemalige Frau empfindet, flirtet er gleichzeitig mit Lois Lane, die die Rolle von Katherinas Schwester Bianca spielt. Deren Lebenspartner Bill Calhoun sorgt für einige Verwirrung, indem er beim Glücksspiel einen Schuldschein mit Fred Grahams Namen unterschreibt, woraufhin zwei Gangster die finanziellen Forderungen bei diesem einzutreiben versuchen. Fred wiederum hindert mithilfe der beiden Revolverhelden die eifersüchtige Lilli daran, die Show vorzeitig zu verlassen und dem Werben ihres Verlobten General Harrison Howell um ihre Gunst nachzugeben. Doch bevor sich Katherina auf der Bühne folgsam mit der weiblichen Gehorsamspflicht gegenüber dem Mann einverstanden erklärt, müssen erst etliche Missverständnisse und konfliktreiche Situationen geklärt werden.

In den Hauptrollen werden in Bonn Bettina Mönch (Eva Perón in „Evita“) als Lilli Vanessi/Katharina Minola und Oliver Arno (Joe Gillis in „Sunset Boulevard“) als Fred Graham/Petruchio zu sehen sein.

Dienstag, 27. März 2018

Vorschau: Cirque Bouffon präsentiert „SOLVO“

Der Cirque Bouffon gastiert auch in diesem Frühjahr wieder vor dem Musiktheater im Revier

Traditionell kommt der poetische Cirque Bouffon 2018 erneut mit einem internationalen Künstler­ensemble nach Gelsenkirchen und präsentiert vom 4. bis 29. April 2018 seine faszinierende Show „SOLVO“ in seinem Chapiteau auf dem Platz vor dem Musiktheater im Revier.

Evgeny Pimonenko

Bereits in den vergangenen beiden Jahren feierte der Cirque Bouffon mit seinen Shows „Quilombo“ und „Lunatique“ in Gelsenkirchen große Erfolge. In diesem Jahr kommt „SOLVO“ zum ersten Mal ins Ruhrgebiet. „Solvo“ bedeutet im Lateinischen „erlösen, befreien“. Daraus hat Frédéric Zipperlin seine Show kreiert, die mit den Elementen des Artistenzirkus, skurriler Komik, Theater und Gesang mit der Philosophie des des Nouveau Cirque der Idee vom Innehalten und sich selbst neu entdecken, von schöpferischer Kraft und übersprudelnder Lebensfreude folgt.

Evgeny Pimonenko

Frédéric Zipperlin, ehemaliges Mitglied des weltbekannten Cirque du Soleil, realisiert seit über 10 Jahren gemeinsam mit Anja Krips und seiner Compagnie Cirque Bouffon eine neue Art des Artistik Theaters mit der Philosophie des französischen Nouveau Cirque. Mit Elementen aus Artistenzirkus, Komik, Musik, Theater und Tanz entsteht eine Wunderwelt voll anrührender Poesie und Magie, die den Zuschauer in seinen Bann zieht. So entstanden in den vergangen 12 Jahren unter der Regie von Frédéric Zipperlin die Produktionen „Novo“, „Angell“, „Angell Vo.2“, „SOLVO“, „Nandou“, „Quilombo“ und „Lunatique“, in denen die Besucher mit allen Sinnen angesprochen werden: Musik, Artistik und Clownerie bilden stets ein abendfüllendes Erlebnis. Mit einem internationalen Künstler- und Artisten-Ensemble, bestehend aus Top-Acts der internationalen Circus-Szene und der traumhaften Musik von Sergej Sweschinski entwickelt Frédéric Zipperlin mit seinem Cirque Bouffon jedes Mal aufs Neue faszinierende Shows der Extraklasse für Jung und Alt.

Cirque Bouffon, „SOLVO“, Evgeny Pimonenko. © Cirque Bouffon

Auch in „SOLVO“ verbinden sich die Einflüsse des Nouveau Cirque, der Philosophie des Cirque Bouffon und die Stilistik der zeitgenössischen Musik zu einem ästhetischen Gesamt­kunst­werk, das die Zuschauer zum Staunen, Lachen und vor allem zum Träumen bringen soll. Akrobatik, Körperkunst, Komik und Musik auf höchstem Niveau sind die tragenden Elemente der 10 begnadeten Artisten aus sechs Nationen in der Show des Cirque Bouffon: Pantomime und Clown Bart van Dyck alias Barto aus Belgien, das Duo La Main S’affaire (Laure Sérié und Stéphane Dutournier) aus Frankreich mit seiner Akrobatik, Nataliya Sweschinski (Jonglage), Linda Sander am Vertikalseil, Evgeny Pimonenko (Jonglage) aus Kiew als Pierrot sowie Sergey Lukashov (Knopfakkordeon), Sergej Sweschinski (Kontrabass), Adam Tomaszewski (Percussion) und Sängerin Franziska Böhm.

Cirque Bouffon, „SOLVO“, Linda Sander am Vertikalseil. © Cirque Bouffon

„SOLVO“ wird in Gelsenkirchen vom 4. bis 29. April 2018 gezeigt. Gespielt wird von Mittwoch bis Freitag um 19.30 Uhr, am Samstag um 14.30 Uhr und 19.30 Uhr, und am Sonntag um 14.30 Uhr und 17.30 Uhr.

Weitere Infos unter www.cirque-bouffon.com.

Montag, 26. März 2018

Ankündigung: „Knockin’ On Heaven’s Door – Das Musical“

„Knockin’ On Heaven’s Door – Das Musical“ – ein Road-Musical nach dem gleichnamigen Film von Thomas Jahn und Til Schweiger (1997). Musik und Texte: Alex Geringas/Joachim Schlüter; Songtexte: Chris Silber; Libretto: Chris Silber/Gil Mehmert; Regie: Gil Mehmert; Choreographie: Yara Hassan; Ausstattung: Britta Tönne; Dramaturgie: Brigitte Schumacher; Musical Supervisor: Jürgen Grimm; Musikalische Leitung: Patricia Martin/N. N. Darsteller: N. N. (Martin Brest), N. N. (Rudi Wurlitzer), N. N. (Henk), N. N. (Abdul), N. N. (Frankie „Boss“ Beluga) u. a. Tryouts: Mai/Juni 2018, Häbse-Theater Basel/Folkwang Universität der Künste, Pina Bausch Theater, Essen. Weltpremiere: 2019.



„Knockin’ On Heaven’s Door – Das Musical“


Tryout Premiere eines neuen Musicals


Das deutsche Roadmovie „Knockin’ On Heaven’s Door“ von Thomas Jahn und Til Schweiger (1997) war mit über 3 Millionen Kinobesuchern der erfolgreichste deutsche Kinofilm im Jahr 1997, das „schreit“ 20 Jahre später geradezu nach einer Musicalfassung. Und so verfassten und komponierten Alex Geringas, Joachim Schlüter, Chris Silber und Gil Mehmert „Knockin’ On Heaven’s Door – Das Musical“ und bringen es nun zusammen mit den Studierenden des Studiengangs Musical der Folkwang Universität der Künste und in Kooperation mit dem Häbse-Theater Basel unter der Regie von Gil Mehmert in einer ersten Tryout-Fassung auf die Bühne.

„Knockin’ On Heaven’s Door – Das Musical“ handelt von der Freundschaft zwischen dem Krebskranken Rudi Wurlitzer, der melancholisch um sein im Grunde verpasstes Leben trauert, und dem Draufgänger Martin Brest, der an einen inoperablen Hirntumor leidet und sein Schicksal nicht akzeptieren will. Die Geschichte handelt aber nicht nur von Freundschaft, sondern auch von der Suche nach dem Sinn des Lebens, von Liebe, Tod, besonderen Begegnungen, Krankheit und Mut.

In „Knockin’ On Heaven’s Door – Das Musical“ werden die Studenten des vierten und dritten Jahrgangs des Studiengangs Musical auf der Bühne stehen, dies sind Pascal Cremer, Esther Conter, Charlotte Katzer, Florian Minnerop und Tomas Stitilis (augenblicklich 3. Jahrgang), Aline Bucher, Alejandro Nicolás Firlei Fernández, Nico Hartwig, Lara Hofmann, Florian Sigmund und Jessica Trocha (augenblicklich 2. Jahrgang). Irgendwelche Details oder Gerüchte zur Besetzung sind mir bisher nicht bekannt. Ob wie bei „Goethe! Auf Liebe und Tod“ auch wieder bekannte Gäste beteiligt sind, ist mir ebenfalls nicht bekannt, die Edition Knock On Wood UG, Verlag für Musik und Bühne, München gibt als Besetzung 5 Hauptdarsteller und 12 Darsteller im Ensemble an.

Das Häbse-Theater Basel zeigt „Knockin’ On Heaven’s Door – Das Musical“ von Dienstag, 29. Mai bis Samstag, 2. Juni 2018 jeweils um 20 Uhr, in Essen ist das Stück vom 21. bis 23. und 25. bis 27. Juni 2018 jeweils um 19.30 Uhr im Pina Bausch Theater der Folkwang Universität der Künste zu sehen.

Sonntag, 25. März 2018

Techno-Classica Essen 2018 begeistert über 188.000 Automobilenthusiasten

Weltgrößte Klassik-Messe erreicht erneut Bestmarken

Nach wie vor setzte die Techno-Classica unerreichte Bestmarken. Sie machte Essen für fünf Tage wieder zur Hauptstadt des Klassiker-Universums und ist mit über 188.000 Gästen der publikumsstärkste Klassiker-Salon weltweit.

Techno-Classica Essen 2018, Halle 3

Seit vielen Jahren belegt die Techno-Classica regelmäßig das gesamte Essener Messegelände mit rund 1.250 Ausstellern aus über 30 Ländern. Zu deren Angeboten zählten rund 2.700 Liebhaber- und Sammlerfahrzeuge – vom Youngtimer VW Polo bis zum seltenen Alfa Romeo 6C 2500 aus dem Jahr 1946 mit spektakulärer Pinin Farina Karosserie. „Ich bin jedes Jahr aufs Neue von der Fülle des Angebots auf der Techno-Classica begeistert. Und ich freue mich, dass es so viele Menschen gibt, die auch weite Anreisen nach Essen in Kauf nehmen, um ihre Leidenschaft für klassische Automobile mit Gleichgesinnten zu teilen“, sagt Helmut Eberlein, Gründer von Eberlein Ferrari Kassel und verantwortlich für den Ferrari-Werksauftritt mit Ferrari Classiche in Essen.

Für die internationale Automobilindustrie ist die Klassik-Leitmesse schon in frühen Jahren zum wichtigsten Forum ihrer Historien-Präsentation avanciert: Mit Klassikern, die sie sonst eher unter Verschluss halten, faszinierten rund 20 Historien-Sparten der namhaftesten internationalen Automarken auch in diesem Jahr die Messe-Besucher, die aus mehr als 40 Nationen nach Essen strömten. So betont etwa Sascha Wolfinger, Pressechef der FCA mit den Marken Abarth, Alfa Romeo, Fiat und Lancia. „Die Techno-Classica ist für uns die wichtigste deutsche Klassik-Messe. Hier finden wir ein internationales Publikum.“ Und Thomas Frank, Leiter Audi Tradition fügt hinzu: „Seit 1999 sind wir auf der Techno-Classica Essen vertreten – sie ist die Weltmesse im Herzen von Deutschland mit einem riesigen internationalen Einzugsgebiet.“ Alexander Fabig, Leiter Porsche Classic, schätzt an der Klassik-Weltmesse die Resonanz aus dem Publikum: „Für uns ist die Qualität und die fachliche Kompetenz der Besucher wichtig.“

Auto Union Grand-Prix Rennwagen Typ D, Baujahr 1939, V12-Motor, 2.985 cm³, 485 PS, 330 km/h

Welchen Stellenwert die Automobilhersteller der Techno-Classica Essen beimessen, verdeutlicht auch die Tatsache, dass gleich zwei große Marken die Klassik-Messe als Schauplatz für Deutschland-Premieren nutzten, um neue Modelle als logische Fortschreibung ihrer Historien im Zusammenhang mit ihren klassischen Vorgängern zu präsentieren: Mercedes-Benz zeigte erstmals die neue G-Klasse der deutschen Öffentlichkeit, und Peugeot präsentierte anlässlich des 40. Geburtstags des legendären Peugeot 504 sein aktuelles Pendant, den nagelneuen Peugeot 508.

Mercedes-Benz G 500 (Baureihe 463), Baujahr 2018, V8-Motor, 3.982 cm³, 310 kW (422 PS), 210 km/h

Für den Handel mit klassischen Automobilen zeigte sich die Essener Messe abermals als Trend-Barometer: „Wir nutzen die Techno-Classica als Indikator für künftige Marktentwicklungen – durch den intensiven Erfahrungsaustausch mit vielen Experten während der Messe dient sie uns als Stimmungsbarometer“, bestätigt Martin Stromberg, Geschäftsführer von Classic Data, des ältesten und marktführenden Unternehmens zur Bewertung klassischer Fahrzeuge in Deutschland. Und renommierte Profi-Händler wie Eberhard Thiesen aus Hamburg, Axel Schuette aus Oerlinghausen, Hyman Classics aus St. Louis, Missouri/USA, oder Nico Aaldering, der 1975 die Gallery Aaldering im niederländischen Brummen gründete, berichten unisono von sehr guten Verkaufsergebnissen. Kein Wunder: Das Angebot besonders auf dem Premium-Sektor ist exzellent und eine Auswahl der Feinsten vom Besten. Das zeigt auch der von einer internationalen Jury zum „Best of Show“ gekürte Klassiker: ein Maserati A6 G 2000 Zagato aus dem Jahr 1956 auf dem Stand von Axel Schuette. Als einer von lediglich drei Werksvorführfahrzeugen ist er nicht nur perfekt restauriert, sondern kann auch eine lückenlos dokumentierte Historie vorweisen.

Techno-Classica Essen 2018, Handelszentrum in Halle 11

Der Klassiker-Markt, so die allgemeine Erkenntnis, hat sich nach dem Hype der vergangenen Jahre beruhigt und ist wieder berechenbarer geworden – er hat sich auf hohem Niveau konsolidiert. Die Oldtimer- und Liebhaberfahrzeuge-Käufer schauen wieder genauer hin, die mit der Hausse der letzten Jahre aufgetauchten Spekulanten haben die Szene verlassen, die Enthusiasten zahlen realistische Preise. Gleichwohl gab es im riesigen Angebot der Techno-Classica Essen wieder einige herausragende Verkäufe: Ein Mercedes-Benz 300 SL Roadster mit Hardtop, Scheibenbremsen und dem seltenen Alumotor brachte seinem Verkäufer nach dessen Angaben stattliche 1,6 Millionen Euro (!), und ein BMW M5 aus dem Jahr 1993 war einem Käufer stolze 90.000 Euro wert. Und seltene Klassiker im perfekten Zustand finden zu realistischen Preisen rasch Käufer: „Von zwölf hochwertigen Sammlerautomobilen, die wir in Essen präsentierten, haben wir sechs aus dem oberen Preissegment verkauft“, berichtet Rutger H. J. P. Houtkamp, Chef der niederländischen Houtkamp-R-Collection.

Rund 200 Oldtimer- und Markenclubs präsentierten 2018 sich und ihre Dienstleistungen auf meist faszinierend gestalteten Ständen. Ihr Engagement erkennt die S.I.H.A. als Veranstalter alljährlich mit Preisen für die fantasievollsten Präsentationen an. Zu den Evergreens unter den Clubs zählt die weltweit 70.000 Enthusiasten zählende Amicale Citroën Internationale, die sich als Clubgemeinschaft „Citroën-Straße“ präsentiert. Deren Initiator Stephan Joest bringt es auf den Punkt: „Zum 30. Mal dabei; 30 Mal viel Spaß gehabt – beim größten Familien-Treffen der Szene.“ Doch ist die Klassik-Weltmesse für die Clubs mehr als nur Infotainment. Peter Schneider, Vorsitzender des Bundesverbands für Clubs klassischer Fahrzeuge (DEUVET), sagt dazu: „Für uns ist die Techno-Classica Essen das wichtigste Podium, uns als Interessenvertreter der Klassiker-Szene zu präsentieren. Seit der ersten Veranstaltung sind wir dabei. Wir treffen alle für das Thema Oldtimer relevanten Partner aus Politik, Industrie und aus den Clubs. Hier in Essen wird auch Politik gemacht.“

VW T1 Kastenwagen, Modell 211, Flügeltüren rechts, Baujahr 1958, Vierzylinder-Boxermotor, 1.192 cm³, 22 kW (30 PS), 90 km/h

Die Clubs, der Handel und die Industrie sind zwar die tragenden Säulen der Techno-Classica Essen. Sie präsentieren das ganze Spektrum der Oldtimer-Liebhaberei. So gilt die beliebte Publikumsmesse schon seit vielen Jahren auch als internationale Leistungsschau der Crème de la Crème der Restaurierungsbranche – wie etwa für Hans-Werner Walkling, renommierter Fahrzeugstellmacher und Restaurator aus Holzminden: „Die Techno-Classica Essen bietet für mich die beste Möglichkeit, ein internationales Publikum zu erreichen und Kunden zu gewinnen.“

Ob Sammler-Fahrzeuge, Modellautos, Kunst, Auto-Literatur, Klassik-Dienstleistungen oder Ersatzteile: In Essen hat jeder Besucher die Gelegenheit sich mit allem zu versorgen, was er für die Ausübung seines Hobbys braucht. Es ist das Herzblut für Oldtimer und Autohistorie, mit der Aussteller wie Besucher die Techno-Classica Essen zur Nummer 1 machen. Rüdiger Lange, Inhaber der Oldtimer-Erlebniswelten „Classic Remise“ in Berlin und Düsseldorf: „Auf der Techno-Classica Essen treffe ich die für mich wichtigen Menschen – und der einfache Schrauber und der große Investor respektieren sich. Hier findet man die gesamte demoskopische und demokratische Bandbreite unseres wunderbaren Hobbys. Wenn es die Techno-Classica Essen nicht gäbe, müsste man sie erfinden.“

Kunst bei der Techno-Classica Essen 2018

Als die erste Techno-Classica Essen im März 1989 in sechs Hallen der Messe Essen von der S.I.H.A. erstmals veranstaltet wurde, hatte auch sie ein Vorbild: die Retromobile, ein seit 1976 in Paris gestalteter schicker Oldtimer-Salon mit französischem Charme. Heute, 29 Jahre später, ist die 30. Techno-Classica Essen selbst mit ihrer sympathischen Ausstrahlung und perfekten Organisation längst zum Idealbild geworden.

Für das nächste Jahr hat die Weltmesse ein weiteres Highlight in petto: Das weltweit führende Auktionshaus RM Sotheby’s hat angekündigt, in Essen eine spektakuläre Versteigerung zu veranstalten. Maarten ten Holder, Executive Vice President, Head of Europe and Chief Auctioneer RM Sotheby’s Group untertreibt nicht, wenn er sagt: „Der Klassiker-Markt in Europa, speziell in Deutschland, ist sehr stark. Wir rechnen mit großem Erfolg, wenn wir eine Auktion mit 150 exquisiten Sammlerfahrzeugen im Rahmen der Techno-Classica Essen 2019 durchführen. Essen is the place to be.“

Die 31. Techno-Classica Essen findet vom 10. bis 14. April 2019 statt.

Samstag, 24. März 2018

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“

Zeche Hannover öffnet nach der Winterpause mit Ausstellung zur regionalen Erinnerungskultur im Ruhrgebiet

Compound-Zwillingsdampffördermaschine von 1893, Hersteller Maschinenbau-Actien-Gesellschaft „UNION“, Essen

Förderwagen im Vorgarten, Schlägel und Eisen als Schlüsselanhänger und Ruhrpott-Schriftzüge auf T-Shirts – im Alltag finden sich viele Andenken an den Bergbau im Ruhrgebiet. Einige stehen nicht mehr für die Arbeit auf der Zeche, sondern markieren ein besonderes Lebensgefühl im Ruhrgebiet und die Verbundenheit mit der Region. Doch was steht hinter dieser Revierfolklore? Ist sie ein Ausdruck von Heimatstolz oder Folge einer Vermarktung der Erinnerung und Kommerzialisierung der Region? Das fragt eine neue Ausstellung im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag, 23. März 2018 in Bochum eröffnet hat.

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Blick in die Ausstellung

Gezeigt werden über 250 Exponate: alte und neue Stücke aus Kohle und Kunststoff, Metall und Vinyl, Andenken und Objekte aus der Imagewerbung, dem Fußball, der Musik sowie der Ess- und Trinkkultur des Reviers. Das Spektrum reicht vom Wandteppich über Skulpturen bis zu kuriosen Objekten wie Plüschpantoffeln mit Förderturm, Bade-Enten in Kumpel-Kluft und einer Eieruhr mit Schlägel und Eisen, die das Steigerlied spielt. An Hörstationen können Besucher Musik über den Ruhrpott lauschen. Ergänzt wird die Schau durch Fotos von Förderwagen, die Museumsfotograf Martin Holtappels in einer Serie dokumentiert hat – 80 werden im Malakowturm der Zeche Hannover gezeigt, alle 600 sind auf einer interaktiven Karte im Internet zu sehen (www.lwl.org/industriemuseum/standorte/zeche-hannover).

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Wandschmuck mit angehängter Grubenlampe, 1990er-Jahre

„Vor allem in der populären Kultur sind immer deutlichere Anzeichen einer Folklorisierung des Bergbaus und des Ruhrgebiets zu sehen. Einige sind Ergebnisse von gezielten Marketingstrategien, andere können eher als Ausdruck einer Identifizierung mit dem Ruhrgebiet verstanden werden“, erklärte LWL-Museumsleiter und Kurator Dietmar Osses bei der Vorstellung der Schau in Bochum. Symbole aus der Montanindustrie stünden heute nicht mehr für die aussterbende Branche des Bergbaus, sondern hätten sich vielmehr zu Zeichen für die gesamte Region und einer Identifikation mit dem neuen, gewandelten „Ruhrpott“ entwickelt.

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Plastik eines Bergarbeiters mit Grubenwagen, Dortmund, um 1988

Die Themen der Ausstellung
Symbole aus dem Bergbau begegnen uns im Ruhrgebiet auf Schritt und Tritt. „Der Ruhrbergbau hat traditionelle Symbole wie Schlägel und Eisen aus alten Bergbaurevieren übernommen und teilweise neu gestaltet“, so Historikerin Lisa Weißmann vom LWL-Industriemuseum, die die Ausstellung mitgestaltet hat. Obwohl die Zeiten des Steinkohlenbergbaus in den meisten Städten des Ruhrgebiets schon lange vorüber sind, pflegen Knappen- und Traditionsvereine bis heute die bergmännischen Traditionen. Barbarafeiern und Knappenumzüge sind wichtige wiederkehrende Ereignisse des Vereinslebens. Ein Film-Feature gibt Einblick in diese Tradition.

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Plakat der Imagekampagne „Der Pott kocht“, „Das hässliche Entlein“, Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR), Essen, 1998

Vom Kohlenpott zum Ruhrpott: Das Image des rußgeschwärzten Kohlenpotts prägte lange das Bild des Reviers. Städtewerbung und regionale Imagekampagnen setzten seit den 1980er-Jahren Bilder von grünen und dynamischen Städten dagegen. Plakate und Imagebroschüren zeugen von den breit angelegten Kampagnen „Ein starkes Stück Deutschland“ und „Der Pott kocht“, mit denen der Kommunalverband Ruhrgebiet für ein neues, gemeinsames Image der Region warb.

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Ruhrpott, Ruhrpott

Fußball und Ruhrgebiet gehören für viele Menschen einfach zusammen. Viele Fußballvereine im Ruhrgebiet berufen sich auf eine tiefe Verwurzelung im Arbeiter- und Bergbaumilieu. Dies spiegelt sich in der Fankultur des Reviers, aber auch im Marketing der Vereine wider, wie die ausgestellten Artikel – von der Knappenkarte bis zur Pöhlerkappe – zeigen. Bier und Currywurst gelten als typisch für das Ruhrgebiet. Mit der Entstehung der Großbrauereien in der Region entwickelte sich der Dreiklang von Kohle, Stahl und Bier im Revier. Heute werben die Brauereien im Ruhrgebiet mit ihrer Verbundenheit zur Region – dafür steht nicht zuletzt das Dortmunder „Bergmann Bier“. Mit Flaschen, Werbeschildern und „Ruhrpott-Curry-Ketchup“ setzt die Ausstellung die kulinarische Seite des Reviers in Szene.

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Fußball & Fankultur

Vom Schlager bis zum Gangsta-Rap: Die Musikszene des Ruhrgebiets bedient sich in ihren Liedtexten über alle Genres hinweg der gängigen Symbole und Klischees des Reviers. Die Schlagermusik der 1990er-Jahre und die Rapmusik des 21. Jahrhunderts haben dem Ruhrgebiet in Songtexten große Popularität beschert. Museumsleiter Dietmar Osses: „Das Steigerlied nimmt heute oft die Bedeutung einer Hymne der Region ein - bei bergmännischen Feiern genauso wie in den Fußballstadien. In der Rap-Musik dreht sich dagegen alles um den Ruhrpott“.

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Essen & Trinken

Ob Bergmann mit Mutterwitz, schrulliger Rentner oder prolliger Angeber mit dem Herz am rechten Fleck: Film und Comedy aus dem Ruhrgebiet greifen die Klischees und Stereotypen des typischen „Ruhris“ auf, vertiefen und variieren sie. Der Nachwuchswettbewerb „Tegtmeiers Erben“ entwickelt aus der Tradition der Ruhrgebietscomedy neue Formen und Formate. Die Siegertrophäe des Wettbewerbs, eine Tegtmeier-Mütze aus Bronze, ist in der Ausstellung ebenso zu sehen wie der Förderwagen des „Steigers“ aus der Ruhrgebietscomedy „Geierabend“.

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Werbeschild für Moritz Fiege Bier, „Der Ruhrpott hält zusammen“, Privatbrauerei Moritz Fiege, Bochum, um 2005

Die Folklorisierung des Ruhrgebiets zeigt sich heute in einer Vielzahl von Andenken und Souvenirs. Ob Kaffeebecher, T-Shirt oder Pantoffeln – viele Objekte zeigen Symbole des Bergbaus und der Region. „Die Bandbreite reicht von der nostalgischen Verklärung des Bergbaus bis hin zur künstlerischen Bearbeitung der Skyline des neuen Ruhrgebiets als Ruhrpott mit Industriedenkmalen und Landmarken“, erläuterte Lisa Weißmann.

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Bade-Ente „Schalke 04. Glück auf“, Bade-Ente in Bergmannskleidung und Kochhilfe „PiepEi für’n Pott“

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Blick in die Ausstellung

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Comedy

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Blick in die Ausstellung durch den Förderkorb

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Fotos von Martin Holtappels im Malakowturm

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“, Fotos von Martin Holtappels im Malakowturm

„Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“ ist vom 24. März bis 28. Oktober 2018 Mittwoch bis Samstag von 14 bis 18 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr im LWL- Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum zu sehen.

Donnerstag, 22. März 2018

„Grease – Das Musical“

„Grease – Das Musical“ – Musik, Liedtexte und Buch: Jim Jacobs und Warren Casey; Zusätzliche Songs von Barry Gibb, John Farrar, Louis St. Louis und Scott Simon; Regie: Christian Stadlhofer; Choreographie: Melissa Williams & Carla Kama; Setdesign: Terry Parsons; Kostümdesign: Herbert Erhardt; Lichtdesign: Nick Richings; Musikalische Leitung: Ryan Edwards Wise. Darsteller: Alexander Jahnke (Danny Zuko), Veronika Riedl (Sandy Dumbrowski), Alexander Sasanowitsch (Kenickie), Tim Hunziker (Doody), Tommie Luyben (Sonny), Dimitrios Vassiliadis (Roger), Nuria Mundry (Betty Rizzo), Michelle Catherine Härle (Frenchy), Chanelle Wyrsch (Marty), Ruth Lauer (Jan Strakowski), Maria Mucha (Miss Lynch), Sebastian Prange (Eugene Florczyk), Anna Friederike Wolf (Patty Simcox Honeywell), Marc Chardon (Vince Fontaine/Teen Angel), Josephine Niesen (Charlene „Cha-Cha“ Di Gregorio), Ben van Eelen, Sascha Laue, Paul Morris, Gustavo Seda (Cupid), Max Sijben, Lauren Strigari (Swing, Dance Captain), Marjeta Urch, Alina Wellbrock, Emilija Wellbrock, Ka Kui Louis Wong (Swing). Uraufführung: 5. Februar 1971, Kingston Mines Theater, Chicago. Off-Broadway Premiere: 14. Februar 1972, Eden Theatre, New York City. Deutsche Erstaufführung: 25. Februar 1993, Musiktheater Reeperbahn 1, Hamburg. Premiere: 3. Oktober 2017, Mehr! Theater am Großmarkt, Hamburg. Besuchte Vorstellung: 20. März 2018, Capitol Theater, Düsseldorf.



„Grease – Das Musical“


Das Rock´n´Roll-Musical wieder auf Tournee durch den deutschsprachigen Raum


Mit 3.388 Vorstellungen hat es „Grease“ nicht dauerhaft unter die Top 10 der am längsten gespielten Broadway Shows geschafft („The Phantom of the Opera“ von Andrew Lloyd Webber kann am Broadway inzwischen über 12.500 Vorstellungen vorweisen), international erlangte das Werk auch erst durch die immens erfolgreiche Verfilmung mit John Travolta (Danny Zuko) und Olivia Newton-John (Sandy Dumbrowski) aus dem Jahr 1978 Bekanntheit. Für den Film wurden neue Songs geschrieben, „Hopelessly devoted to you“, „You´re the one that I want“ oder die Ballade „Sandy“ avancierten zu populären Hits und wurden in späteren Revivals des Musicals integriert. Seitdem ist das Kult-Musical einfach nicht totzukriegen, bereits seit 2001 tourte der Tourneeveranstalter Semmel Concerts mit „Grease – Das Musical“ mit Unterbrechungen durch den deutschsprachigen Raum, wobei die Songs im Original und die Dialoge auf Deutsch präsentiert wurden. „Eine von David Gilmore für den deutschsprachigen Raum neu überarbeitete Fassung“ von „Grease – Das Musical“ tourte vom 31. Januar bis 8. Juni 2014 erneut durch den deutschsprachigen Raum und war dabei auch im Capitol Theater Düsseldorf zu sehen. Zum vierzigjährigen Jubiläum des Kult-Films – der Film wurde ab 16. Juni 1978 in den Lichtspielhäusern der Vereinigten Staaten von Amerika gezeigt und ab 28. September 1978 in der Bundesrepublik Deutschland – und 45 Jahre nach der Broadway-Premiere – man soll die Feste feiern, wie sie fallen – schickt der Tournee-Veranstalter Manfred Hertlein „Grease – Das Musical“ abermals auf Tournee durch den deutschsprachigen Raum, bereits im Oktober letzten Jahres wurde Premiere im Mehr! Theater am Großmarkt in Hamburg gefeiert. Vom 20. März bis 1. April 2018 ist auch diese Produktion im Capitol Theater Düsseldorf zu sehen.

„Grease – Das Musical“, Veronika Riedl (Sandy Dumbrowski) und Alexander Jahnke (Danny Zuko). © Ruprecht Stempell

„Grease“ ist eine Parodie auf die wilde Zeit von High School-Gangs, Pyjama-Partys, Petticoats, Cadillacs und Pomade: Das Rock´n´Roll-Musical thematisiert Lust und Frust der amerikanischen High School-Generation der 1950er Jahre, als die schüchterne Sandy Dumbrowski an der Rydell High School ihren Ferien-Flirt Danny Zuko wiedertrifft, der plötzlich den ultracoolen Macho gibt, um den Erwartungen der Schüler-Gang „T-Birds“ zu entsprechen, deren Anführer Danny ist. Sandy, die sich als biederes, anständiges Mädchen entpuppt, schließt sich der Mädchen-Clique „Pink Ladies“ an, die sich mit ausgelassenen Partys und Plänkeleien mit den Jungen die Zeit vertreiben. Nach etlichen Irrungen und Wirrungen lässt Sandy schließlich ihre prüde Wesensart fallen und überrascht ihren Angebeteten im schwarzen Leder-Outfit als Traumfrau eines jeden Greasers…

„Grease – Das Musical“, Rico Salathe (Doody): „Those Magic Changes“. © Marcel Kohnen

Der diplomierte Musicaldarsteller Christian Stadlhofer wandelt mit seiner Inszenierung auf „ausgetretenen Pfaden“: Bei dem derben Witz aus der von David Gilmore inszenierten 2014er Tournee, Danny mit einem vermeintlich erigierter Penis auf die Bühne laufen zu lassen, auch wenn sich selbiger dann als Zigarettenschachtel herausstellt, konnte er ebenso wenig widerstehen wie bei der Duschszene aus der Inszenierung von Werner Sobotka (Premiere 8. April 2006, Theater St. Gallen), wobei mir persönlich die Umsetzung in St. Gallen besser gefallen hat. Bei „Beauty School Dropout“ musste ich ebenfalls wehmütig an die soeben erwähnte Inszenierung in St. Gallen zurückdenken, in der Rob Fowler mit Engelsflügeln aus dem Schnürboden zu Jana Stelley auf die Bühne herabschwebte, Christian Stadlhofers Umsetzung mit Gustavo Seda als Amor hat mir dagegen gar nicht gefallen. Die insgesamt temporeiche Choreografie von Melissa Williams und Carla Kama wird vom Ensemble synchron und ansehnlich umgesetzt, aber bei einem Rock´n´Roll-Musical erwarte ich – spätestens beim Tanzwettbewerb in „Born to Hand Jive“ – Rock´n´Roll-Choreografien mit Akrobatik, was in diesem Fall jedoch nur ansatzweise erkennbar ist.

„Grease – Das Musical“, Chanelle Wyrsch (Marty): „Freddy, My Love“. © Marcel Kohnen

Die siebenköpfige Band (zwei Keyboards, Gitarre, Bass, Drums, zwei Bläser) unter der Musikalischen Leitung von Ryan Edwards Wise bringt die Songs leidenschaftlich rockig zu Gehör, man sieht sie allerdings erst zum Schlussapplaus. Das Bühnenbild von Terry Parsons ist für die Tourneeproduktion funktional ausgefallen, der obligatorische „Cadillac“ darf bei „Greased Lightnin´“ und im Autokino natürlich nicht fehlen. Im Vergleich zur 2014er Tournee wird die auf halber Höhe angeordnete Ebene, auf der seinerzeit die Band in einigen Szenen auch zu sehen war, nunmehr von einer Videowall verdeckt, warum auch immer. Weil man so etwas heute in einer „modernen Multimedia-Inszenierung“ braucht? Im ersten Akt gab es in der besuchten Vorstellung reihenweise Störungen/Teilausfälle selbiger, die zwar im zweiten Akt behoben waren, was aber nichts an den oftmals bemüht wirkenden Inhalten änderte. Lediglich in wenigen Szenen wie dem Schulball unter dem Motto „Mondschein unter Tropen“ oder im Burger Palace ergänzt die Videowall tatsächlich sinnvoll das Setting. Das Lichtdesign von Nick Richings unterstützt die bunte Show größtenteils adäquat, ob den Besuchern allerdings durch temporär ins Publikum gerichtete Moving-Lights ein Eindruck von der Blendwirkung selbiger verschafft werden soll, wollte sich mir auch diesmal nicht erschließen.

„Grease – Das Musical“, Alexander Jahnke (Danny Zuko) und T-Birds: „Greased Lightnin´“. © Marcel Kohnen

Alexander Jahnke in der Rolle des Anführers der „T-Birds“, Danny Zuko, und Veronika Riedl in der Rolle der anfänglichen Ingenue Sandy Dumbrowski sind als frisch verliebtes Paar zu sehen, dessen Zuneigung durch die jeweiligen Cliquen unablässig auf die Probe gestellt wird. Ein fesches Paar… Gesanglich kann der Zweitplatzierte der 14. Staffel der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ mit seiner herzzerreißenden Ballade „Sandy“ überzeugen, auch Dannys Rollenkonflikt zwischen verliebtem Teenager und coolem Greaser ist erkennbar. Veronika Riedl singt großartig, was nicht erst in ihrer berührenden Ballade „Hopelessly devoted to you“ im zweiten Akt auffällt. Als unschuldiges, naives Mädchen muss sie so manche Enttäuschung verkraften, bis ihr schließlich selbst klar wird, wie sie ihren Ferienflirt zurückgewinnen kann. Alexander Sasanowitsch kann als Dannys rechte Hand Kenickie mit einem beeindruckenden Auftritt in „Greased Lightnin´“ nachhaltig auf sich aufmerksam machen. Da hat es Tim Hunziker als Doody mit seinem rudimentären Gitarrenspiel zu Beginn von „Those Magic Changes“ natürlich schwerer, die Sympathien des Publikums zu gewinnen. Bei den „Pink Ladies“ gefallen Nuria Mundry in der Rolle der supercoolen, erfahrenen Anführerin der Mädchen-Clique Betty Rizzo mit „Look at Me, I´m Sandra Dee“ und „There Are Worse Things I Could Do“, Chanelle Wyrsch (ebenfalls Teilnehmerin an der 14. Staffel der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“) als Marty mit „Freddy, My Love“ und Ruth Lauer als Jan Strakowski mit „Mooning“ (im Duett mit Dimitrios Vassiliadis als Roger) und „It´s Raining on Prom Night“ (im Duett mit Veronika Riedl). Auch Marc Chadon weiß als Vince Fontaine mit seinem Cameo-Auftritt als Teen Angel in „Beauty School Dropout“ für sich einzunehmen, für die Umsetzung der Szene ist er ja nicht verantwortlich.

„Grease – Das Musical“, Veronika Riedl (Sandy Dumbrowski), Ensemble. © Marcel Kohnen

Die Tournee von „Grease – Das Musical“ gastiert noch bis einschließlich 1. April 2018 am Capitol Theater und ist anschließend noch bis 3. Juni 2018 an verschiedenen Stellen in Deutschland zu sehen.

„Grease – Das Musical“, Alexander Jahnke (Danny Zuko), Veronika Riedl (Sandy Dumbrowski), Ensemble. © Marcel Kohnen

Abschließend ein Wort zum Capitol Theater, ein altes Straßenbahndepot in Düsseldorf, das 1994 in ein Theater umgebaut wurde, in dem ab 19. Januar 1996 „Grease“ als erstes Musical gezeigt wurde: Der linke vordere Seitenblock im Auditorium war ausgesprochen schlecht ausgelastet, offenbar hat sich längst herumgesprochen, dass die Lüftung hier mit Getöse für mächtig viel Wind sorgt, „es zieht wie Hechtsuppe“. Es sollte doch möglich sein, für die Dauer der Vorstellung die Drehzahl der Lüftermotoren und damit einhergehend sowohl die Geräuschkulisse als auch den Durchzug zu reduzieren. Man muss nur wollen…

„Grease – Das Musical“, Ensemble. © Marcel Kohnen

30. Techno-Classica Essen 2018

30. Weltmesse für Oldtimer, Classic- & Prestige-Automobile, Motorsport, Motorräder, Ersatzteile, Restaurierung und Welt-Clubtreff

Vom 21. bis 25. März 2018 veranstaltet die S.I.H.A. zum 30. Mal mit der Techno-Classica Essen die erfolgreichste und besucherstärkste Klassik-Messe der Welt. Im Februar 1989 als erster großer deutscher Auto-Salon für Oldtimer, Liebhaber- und Sammlerfahrzeuge veranstaltet, war und ist sie oft kopiertes, aber nie erreichtes Vorbild für viele andere Veranstaltungen dieser Art. Mit regelmäßigen Modellpflege-Maßnahmen hat sie ihre Vorreiter-Rolle gehalten und sogar noch ausgebaut – und ist dennoch das unerreichte Original geblieben. Ihr Erfolgsrezept: Stets das Neueste aus der internationalen Szene als Auslese des Besten aus allen Gebieten des Klassik-Hobbys den Besuchern zu präsentieren.

In der 30. Auflage untermauert die Techno-Classica Essen mit mehr als 1.250 Ausstellern aus über 30 Nationen erneut ihre Bedeutung als Nummer 1 der internationalen Oldtimer- und Sammlerfahrzeuge-Messen und bietet ein umfassendes Bild der internationalen Klassik-Szene. Auch die wichtigen internationalen Auto-Hersteller nutzen die Strahlkraft der automobilen Weltleitmesse: Mehr als 20 Automobilmarken präsentieren auf ihren Werksständen auserlesene Exponate, die zum großen Teil exklusiv auf der Techno-Classica Essen zu sehen sind. Sie machen die automobile Weltleitmesse zum größten Historien-Forum der internationalen Automobilindustrie und demonstrieren mit ihren meist spektakulären Auftritten, welchen Stellenwert sie der Klassik-Weltmesse beimessen.

Die Klassik-Enthusiasten wissen das Engagement der Industrie im Zusammenspiel mit den anderen Attraktionen der Techno-Classica Essen zu schätzen: 2017 strömten mehr als 185.000 Besucher aus über 40 Nationen in die voll belegten 20 Messehallen am Essener Grugapark. Und auch die Aussteller wissen: Bei der Techno-Classica Essen spielen sie in der Champions League.

Zur Jubiläums-Ausstellung bietet der Veranstalter eine Sonderschau der Weltklasse: Anlässlich des 95-jährigen Bestehens der 24 Stunden von Le Mans präsentiert die S.I.H.A. in Halle 6, im Mittelpunkt der Klassik-Weltmesse, eine Sonderausstellung mit Rennwagen, die selbst bei ausgesprochenen Connaisseurs unter den Klassiker-Kennern als automobilhistorische Leckerbissen gelten: Sieben Ikonen des Langstrecken-Klassikers ab den 1960er-Jahren sind am Palais de l’Automobile zu bewundern.

Sonderschau „Le Mans Legends“

Le Mans – das steht für eine 95 Jahre währende Geschichte, geprägt von epischen Rennschlachten, von Triumphen und Tragödien, von Heroen und Verlierern. Der Gesamtsieg bei den seit 1923 erstmals ausgefochtenen 24-Stunden- Rennen ist oft mehr wert als der Gewinn einer gesamten Meisterschaft. Wer den Höllenritt rund um die Uhr übersteht, der geht als Held in die Rennsportgeschichte ein – das gilt sowohl für Fahrer wie auch für die Autos. Die große traditionell von der S.I.H.A. veranstaltete Sonderschau der Techno-Classica Essen ist in diesem Jahr diesen Le Mans-Protagonisten gewidmet. „Le Mans Legends“ erweist einigen der berühmtesten und bemerkenswertesten Le Mans-Rennsportwagen, die in Nachkriegszeiten Geschichte schrieben, eine besondere Ehre: Sie werden am Palais de l’Automobile in Halle 6 in würdigem Rahmen präsentiert.

Sauber-Mercedes C 9, 1989, V8-Motor, 4.973 cm³, 530 kW (729 PS), 400 km/h

Einer dieser automobilen Stars ist der Sauber-Mercedes C 9, der der Marke Mercedes-Benz im Jahr 1989 zusammen mit einem weiteren C 9 einen Doppelsieg verschaffte. Jochen Mass, Manuel Reuter und Stanley Dickens wechselten sich am Lenkrad des siegreichen Silberpfeils ab, dessen 720 PS aus dem Fünfliter-V8 den Boliden bis auf 400 km/h beschleunigten.

Rondeau M378, 1978, V8-Motor, 2.998 cm³, 342 kW (460 PS), 325 km/h

Zu den weiteren legendären Rennsportwagen, die in Le Mans Furore machten, zählen die vom französischen Rennfahrer und Konstrukteur Jean Rondeau (* 13. Mai 1946 in Le Mans, † 27. Dezember 1985 in Champagné) konstruierten Zweisitzer. Insgesamt startete Rondeau 13 Mal bei dem Rennen in seiner Heimatstadt Le Mans – und 1980 fuhr er mit Jean-Pierre Jaussaud auf dem von ihm gebauten Rondeau M379B gar einen Gesamtsieg vor einem von Jacky Ickx und Reinhold Joest pilotierten Porsche 908/80 ein. Besondere Geschichte: Er ist der bis jetzt einzige Le Mans Siegerwagen, der den Namen seines Konstrukteurs und Fahrers als Markennamen trägt. Der gezeigte Rondeau M378 startete 1978 mit Jean Rondeau und seinen französischen Landsmännern Bernard Danische und Jacky Haran. Und auch die anderen Highlights, die allesamt auf ihre spezielle Art Furore machten, sind nach dem Gesichtspunkt ausgewählt, bei den Messebesuchern einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen: Es ist die Crème de la Crème der Le Mans Rennsportwagen, die selbst Kenner überrascht…

Alpine Renault A441, 1975, V6-Motor, 1.996 cm³, 217 kW (295 PS), ca. 295 km/h

BMW V12 LMR, 1999, V12-Motor, 5.990 cm³, 426 kW (580 PS), 350 km/h

Mazda 787B, 1991, 4-Scheiben-Rotationskolbenmotor, 2.600 cm³ Kammervolumen, 515 kW (700 PS), ca. 370 km/h

Porsche 906/6 Carrera 6, 1966, 6-Zylinder-Boxermotor, 1.991 cm³, 162 kW (220 PS), 260 km/h

1966 brachte Porsche sieben Fahrzeuge zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans, sechs Porsche 906 Carrera und einen Porsche 911. Damit gab dieser Porsche-Fahrzeug-Typ sein Le-Mans-Debüt. Der ab Frühjahr 1966 ausgelieferte Porsche 906, offiziell vertrieben als Carrera 6, war eine Entwicklung auf Basis des bereits 1965 in der Europa-Bergmeisterschaft eingesetzten Porsche 906 Bergspyders und Nachfolger des Porsche 904. Für Rennstrecken, die lange Geraden enthielten und hohe Geschwindigkeiten ermöglichten, konstruierten die Entwickler eine Langheckversion. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1966 setzte das Porsche-Werksteam erstmals drei Langheckversionen des Porsche 906 ein, die die Ränge vier bis sechs in der Gesamtwertung belegten. Günter Klass und Rolf Stommelen fuhren in einem Serien-906 auf den siebten Platz. Der in der Sonderschau „Le Mans Legends“ ausgestellte Porsche 906/6 Carrera 6 als Standard-Coupé wurde von Peter Gregg (USA) und Sten Axelsson (Schweden) pilotiert und fiel in Runde 321 als letztes Fahrzeug aus.

Porsche 911 RSR, 2013, 6-Zylinder-Boxermotor, 3.996 cm³, 338 kW (460 PS), über 300 km/h

Tradition & Moderne: Markenwerte sichtbar gemacht

Die großen Auftritte der internationalen Automobilindustrie bei der Techno-Classica Essen mit meist aufwendig inszenierten Präsentationen ihrer Historien-Sparten haben Tradition: Seit der ersten Ausgabe im Jahr 1989 nutzen die Automobilhersteller die Klassik-Weltmesse, ihre Markenwerte mit eindrucksvollen Inszenierungen darzustellen. Auch in diesem Jahr machen über 20 internationale Marken die Techno-Classica Essen wieder zur größten Historien-Schau der Automobilindustrie weltweit.

Für die Automobil-Marken ist die Klassik-Leitmesse das wichtigste Podium, ihre Markenidentität, ihre geschichtlichen Wurzeln und natürlich ihre schönsten Klassiker spannend zu präsentieren. Sie sprechen bei der Techno-Classica Essen regelmäßig mehr als 180.000 Klassik-Liebhaber an – mehr Interessierte als bei jeder anderen Oldtimer-Messe der Welt. Entsprechend der Bedeutung des fünftägigen Gipfeltreffens der Oldtimer-Welt ist auch der Aufwand, den die Hersteller für ihr Infotainment betreiben: Allein Daimler beispielsweise präsentiert sich über seine Historien-Sparte Mercedes-Benz Classic einem riesigen Stand in Halle 1 und einem weiteren in Halle 3. Die BMW Group nutzt eine ganze Halle (14) um sich, ihre Historie, ihre Marken, ihre Klassik-Aktivitäten, ihre Markenclubs und ihre Restaurierungsabteilung mitsamt Museum gekonnt in Szene zu setzen. Auch der Volkswagen-Konzern tritt groß auf und belegt die über 7.300 Quadratmeter große Halle 7 mit Exponaten der Personenwagen-Marken des Volkswagen-Konzerns und aus der Autostadt fast vollständig.

Dabei schlagen viele Autohersteller die Brücke von der Historie zur Moderne und gar in die Zukunft: Neben ihren Klassikern zeigen einige Firmen auch aus der Geschichte gewachsene aktuelle Modelle - oft mitsamt ganzer Ahnenreihen. Und immer wieder nutzen sie die Klassik-Weltmesse gar für Deutschland-Premieren neuer Modelle. In diesem Jahr präsentieren Mercedes-Benz die neue G-Klasse und der PSA-Konzern den neuen Peugeot 508 erstmals öffentlich in Deutschland.

Audi: Rennwagen, Rennmotorräder und Serienlimousinen

Audi rückt den 1968 präsentierten Audi 100 (Typ C1) in den Mittelpunkt der Markenpräsentation. Der große Fronttriebler war nicht nur einer der ersten mit einer computerberechneten Karosserie konstruierte Serienwagen, sondern auch der erste Nachkriegs-Audi der oberen Mittelklasse und verhalf der Marke Audi zum wirtschaftlichen Durchbruch. Daneben präsentieren die Ingolstädter einen der legendären Auto Union Typ D Grand Prix Rennwagen jenes Typs, der 1938 mit seinem V12-Mittelmotor Furore machte. Dazu ist aus der Motorrad-Sektion der Prototyp einer DKW ULD 500 als Leihgabe der Motorradsammlung von Schloss Augustusburg zu sehen. Vervollständigt wird das Duo durch eine DKW RM 350, die von 1952 bis 1956 unter ihrem Spitznamen „singende Säge“ als Werksmaschine in der Deutschen Motorrad-Meisterschaft und in der Weltmeisterschaft eingesetzt wurde. Außerdem gibt es ein weiteres Jubiläum zu feiern: Die zum Volkswagen-Konzern zählende Marke erinnert an den überlegenen Sieg des Audi 200 Quattro in der TransAm-Serie mit Hurley Haywood vor 30 Jahren.

Auto Union Grand-Prix Rennwagen Typ D, Baujahr 1939, V12-Motor, 2.985 cm³, 485 PS, 330 km/h

Audi 100 LS, Baujahr 1972, Vierzylinder-Reihenmotor, 1.760 cm³, 74 kW (100 PS), 172 km/h

Audi 100 Coupé S, Baujahr 1971, Vierzylinder-Reihenmotor, 1.870 cm³, 84 kW (115 PS), 185 km/h

Audi 200 quattro TransAm, Baujahr 1988, 5-Zylinder-Reihenmotor, 2.110 cm³, 375 kW (510 PS)

Bentley: Englischer Sportsgeist

Wie schon in den vergangenen Jahren verantworten und bestreiten Bentley Düsseldorf und Bugatti Düsseldorf den Auftritt der beiden Volkswagen-Marken Bentley und Bugatti in Halle 7. Die beiden Marken treten traditionell gemeinsam – aber jeweils unter eigenem Label – auf. Bentley zeigt in diesem Jahr elegante Coupés mit sportlichem Touch in einer Timeline von drei Continental-Versionen: Bentley Continental S II mit Mulliner-Karosserie aus dem Jahr 1962, einen Bentley Continental GT Speed von 2015 und den Bentley New Continental GT.

Bentley S2 Continental, H. J. Mulliner 2-Door Coupé, Baujahr 1962, V8-Motor, 6.230 cm³

Bentley New Continental GT, Neufahrzeug, W12-Motor, 5.950 cm³, 467 kW (635 PS), 333 km/h

BMW: Weißblaue Geschichten

Mit gleich drei großen Jubiläumsfeiern fasziniert BMW in Halle 14: Bei der diesjährigen Techno-Classica Essen erinnern die Bayern an 50 Jahre „Großes Coupé“ (Baureihe E9). Die eleganten Sechszylinder-Zweitürer ohne B-Säule wurden von 1968 bis 1975 vom 2.5 CS über den 2800 CS bis hin zum 3.0 CSi und 3.0 CSL in insgesamt 30.546 Exemplaren gebaut – übrigens mit Karosserien von Karmann in Osnabrück.

BMW 3.0 CSL, Baujahr 1972, 6-Zylinder-Reihenmotor, 3.003 cm³, 147 kW (200 PS), 220 km/h

Auch den zweiten 50. Geburtstag feiert die weißblaue Marke gebührend: Die intern E3 genannte Limousinen-Baureihe der Typen 2500, 2800, 3.0 und 3.3 wurde von 1968 bis 1977 gefertigt – und gilt heute als Wegbereiter der Siebener-Baureihe. Rund 220.000 Exemplare verließen die Werkshallen in München.

BMW 2800, Baujahr 1970, 6-Zylinder-Reihenmotor, 2.877 cm³, 125 kW (170 PS), 200 km/h

Drittes Jubiläum der Bayern: 40 Jahre BMW M1, jener Mittelmotorsportwagen mit der internen Bezeichnung E26, der als erster neuzeitlicher Supersportwagen der bayerischen Marke gelten kann. Die von Giorgio Giugiaro kantig gestylte Karosserie wurde bei Baur in Stuttgart gefertigt. Als Antriebsquelle dient ihm ein Vierventiler-Sechszylindermotor mit 3,5 Liter Hubraum, der in der von 1978 bis 1981 gebauten Serienversion 277 PS, in den Rennversionen von 470 bis 490 PS (Procar-Saugmotor) bzw. 850 bis 950 PS (Gruppe 5 Bi-Turbo Motor) leistet.

BMW M1, Baujahr 1980, 6-Zylinder-Reihenmotor, 3.453 cm³, 204 kW (277 PS), 262 km/h

BMW 1600 GT, Baujahr 1968, 4-Zylinder-Reihenmotor, 1.573 cm³, 77 kW (105 PS), 190 km/h

BMW M5 (Baureihe E28S), Baujahr 1986, 5-Zylinder-Reihenmotor, 3.453 cm³, 210 kW (286 PS), 245 km/h

BMW M5 (Baureihe F90), seit Dezember 2017, V8-Motor, 4.395 cm³, 441 kW (600 PS), 250 km/h oder auf Wunsch 305 km/h (elektronisch abgeregelt)

BMW Z1, Baujahr 1991, 6-Zylinder-Reihenmotor, 2.494 cm³, 154 kW (210 PS), 226 km/h

BMW R 24, Baujahr 1949, Einzylinder-Viertakt-Motor, 247 cm³, 8,8 kW (12 PS), 85 km/h

BMW K1 Prototyp, Baujahr 1987, 4-Zylinder-Reihenmotor, 987 cm³, 74 kW (100 PS), 237 km/h

Bugatti: Französischer Charme

Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse, Baujahr 2013, W16 Motor, 7.993 cm³, 882 kW (1.200 PS), 410 km/h

Bugatti glänzt mit einem 1.200 PS starken Bugatti Grand Sport Vitesse als Pre-owned Vehicle aus dem Jahr 2013 und einem Bugatti Type 57 mit Graber Karosserie aus dem Jahr 1937.

Bugatti Typ 57 Graber Cabriolet, Baujahr 1936, 8-Zylinder-Reihenmotor, 3.257 cm³, ca. 101 kW (135 PS), ca. 150 km/h

FCA – Abarth, Alfa Romeo, Fiat: Reloaded by Creators

„Reloaded by Creators“ steht im Mittelpunkt des gemeinsamen Standes der Marken Abarth, Alfa Romeo, Fiat und Lancia unter dem Dach der Fiat Chrysler Automobiles FCA in Halle 3. Hinter diesem Schlagwort steht das Angebot, sorgfältig ausgesuchte Klassiker direkt beim ursprünglichen Hersteller zu kaufen. Dazu erwirbt FCA Heritage Oldtimer, um sie bei Bedarf perfekt und originalgetreu zu restaurieren. FCA Heritage ist die für klassische Fahrzeuge der Marken Abarth, Alfa Romeo, Fiat und Lancia zuständige Abteilung von FCA. Nach der Weltpremiere in Paris stellt der Automobilhersteller das neue Programm – und einige attraktive Reloaded-Fahrzeuge (siehe Kasten) – bei der Deutschland-Premiere auf der Techno-Classica Essen vor. Die auf dem FCA Heritage Stand ausgestellten Klassiker schmücken die Essener Werks-Exklave nicht nur als unerreichbare Objekte der Enthusiasten- Begierde. Sie sind käuflich zu erwerben. Die mit dem Verkauf der Klassiker in Topzustand erzielten finanziellen Mittel nutzt FCA Heritage, um die eigene Sammlung auszubauen. Alle fünf Klassiker bietet FCA Heritage außerdem im Internet an. Selbstverständlich werden die exklusiven Oldtimer mit Echtheitszertifikat ausgeliefert. Welchen Stellenwert FCA der Historie ihrer Einzelmarken beimisst, wird bei der Präsentation der beiden Neuwagen in Essen deutlich: Sowohl der Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio wie auch die Giulia Quadrifoglio mit ihren modernen 510 PS starken 2,9-Liter-V6-Bi-Turbomotoren und Achtstufen- Automatikgetriebe setzen die Tradition des Quadrifoglio Verde fort. Das Kleeblatt steht seit 1923 bis heute – auch beim Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio und Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio – für sportliche Alfa Romeo Automobile und deren sportliches Erbe sowie exklusive Technologie.

Abarth 2400 Coupé, Baujahr 1964, 6-Zylinder-Reihenmotor, 2.322 cm³, 142 PS, 200 km/h

Alfa Romeo Giulia Sprint Speciale, Baujahr 1963, Vierzylinder.Reihenmotor, 1.570 cm³, 112 PS, 200 km/h

Alfa Romeo SZ, Baujahr 1989, V6-Motor, 2.959 cm³, 207 PS, 245 km/h

Fiat 8V, Baujahr 1954, V8-Motor, 1.996 cm³, 105 PS, 190 km/h

Lancia Fulvia Coupé Montecarlo, Baujahr 1973, V4-Motor, 1.298 cm³, 91 PS, 175 km/h

Ford: Geburtstage und Motorsport-Faszination

Wenige Jahre, nachdem die Techno-Classica Essen 2004 auch die große Halle 3 der Messe Essen nutzt, residiert dort auch Ford mit einem stets ca. 700 Quadratmeter großen Werksstand – und stellt dort jeweils interessante Aspekte der Ford-Historie vor, stets in Zusammenarbeit mit den wichtigsten deutschen Ford Clubs. In diesem Jahr stehen zwei 50. Geburtstage im Mittelpunkt des immer mit viel Phantasie und Liebe zum Detail gestalteten Standes: 50 Jahre Ford Escort und 50 Jahre Ford RS sind die Jubiläen, die von den Klassik- Enthusiasten gebührend gefeiert werden. Mit entsprechenden Autos von Clubmitgliedern vermittelt Ford hautnah die Faszination der Geburtstagskinder. Insgesamt 18 historische Ford-Modelle schmücken den Stand, und einige besonders „heiße Typen“ lassen die Augen von PS-Fans leuchten: Insgesamt fahren die Ford Clubs neun RS-Modelle auf. Doch die absoluten Stars in der Ford-Parade sind der original Ford Escort RS 1800 MK2 der Safari Rallye 1977, flankiert vom Ford Sierra RS Cosworth Team Eggenberger, einem Ford RS 200 sowie einem 1967er Ford Mustang in Rallye-Ausführung.

Ford A-Modell Roadster de Luxe, Erstzulassung 1931, Vierzylinder-Reihenmotor, 3.236 cm³, 29 kW (40 PS)

Ford 20M RS Coupé (Baureihe P7a), Erstzulassung 1968, V6-Motor, 2.300 cm³, 79 kW (108 PS)

Ford Capri MK1 2600 RS „Breitbau“, Erstzulassung 1969, V6-Motor, 2.600 cm³, 110 kW (150 PS)

Ford Escort MK1 1300L, Erstzulassung 1973, Vierzylinder-Reihenmotor, 1.300 cm³, 42 kW (57 PS)

Ford Escort MK4 XR3i Cabrio, Erstzulassung 1987, Vierzylinder-Reihenmotor, 1.567 cm³, 77 kW (105 PS), 188 km/h

Jaguar Land Rover Classic: Geburtstage, Reborn und neues Classic Centre

Jaguar Land Rover Classic, der Geschäftsbereich für Classic Car-Verkäufe, Restaurationen, Teileservice und aufregende Fahrerlebnisse für die Automarken Jaguar und Land Rover der Jaguar Land Rover Ltd., feiert in diesem Jahr drei große Jubiläen. Im Oktober 1948 – vor 70 Jahren also – debütierte auf der Earls Court Motor Show in London mit dem Jaguar XK 120 der erste Sportwagen der Marke Jaguar mit dem legendären XK-Reihensechszylinder. Und mittlerweile 50 Jahre ist es nun her, seitdem der Automobilhersteller aus Coventry die erste Generation der Luxuslimousine XJ auf den Markt brachte.

Jaguar XJ (Mark I), Bauzeit 1968 bis 1973, 6-Zylinder-Reihenmotor, 4.235 cm³, 133 kW (186 PS), 204 km/h

Neben seinen Jubilaren zeigt Jaguar Land Rover anhand mehrerer Exponate Beispiele aus seinem Reborn-Programm. Bei den Reborn-Automobilen handelt es sich um werksseitig komplett und perfekt originalgetreu restaurierte klassische Jaguar und Land Rover Modelle, die erworben werden können. Dazu präsentiert Jaguar Land Rover Details zum ersten europäischen Classic Centre, das bereits im April dieses Jahres im Essener Stadtteil Kettwig seine Tore öffnen wird.

Jaguar E-Type Serie 1 Reborn, Fixed-Head Coupé, Baujahr 1964, 6-Zylinder-Reihenmotor, 3.781 cm³, 198 kW (269 PS), 241 km/h

Jaguar XJ220, Bauzeit 1992 bis 1994, V6-Motor, 3.498 cm³, 404 kW (550 PS), 341,7 km/h

Lamborghini: Italienische Schönheiten

Als der Lamborghini Islero zeitgleich mit dem von Bertone-Designer Marcello Gandini entworfenen Lamborghini Espada 1968 auf dem Genfer Salon präsentiert wurde, fand der unaufgeregt gestylte Islero kaum Beachtung. Die Carrozzeria Marazzi hatte ihn, basierend auf dem 400 GT gestaltet und dessen runde Formen zugunsten kantiger Linien verschwinden lassen. Trotz seines Mauerblümchen- Daseins lohnt sich ein zweiter Blick auf den mit schlichtem italienischem Schick gestalteten Islero: Auf dem Werksstand von Lamborghini in Halle 7 können Sie den viersitzigen Espada und den 2+2-Sitzer Islero bewundern. Wenn Sie die beiden völlig unterschiedlich gezeichneten Viersitzer genauer anschauen, lassen Sie sich von den beiden italienischen Schönheiten faszinieren und vergleichen Sie die Qualitäten der völlig unterschiedlichen Formensprachen. Und mehr noch: Auf dem Stand der Firma aus Sant’Agata Bolognese präsentiert sich die Klassikabteilung Lamborghini Polo Storico in neuem Gewand und mit einer Erweiterung ihres Ersatzteilangebotes. Mit dem Espada demonstriert Lamborghini zudem das Können der Restaurierer aus der Emilia-Romagna: Der dunkelblaue Espada befindet sich noch in der Restaurierung.

Lamborghini Islero S, V12-Motor, 3.929 cm³, 257 kW (350 PS), 270 km/h

Lamborghini Espada S3, V12-Motor, 3.929 cm³, 239 kW (325 PS), 245 km/h

Mercedes-Benz

Benz Patent-Motorwagen, Replik, Baujahr 2008, Baujahr Original 1886, Einzylinder-Viertakt-Motor, 954 cm³, 0,55 kW (0,75 PS), 16 km/h

Benz Patent-Motorwagen, Replik, Baujahr 2008, Baujahr Original 1886, Einzylinder-Viertakt-Motor, 954 cm³, 0,55 kW (0,75 PS), 16 km/h

Unimog U 1000, Baujahr 1978, 95 PS, Schaeff-Bagger AT 16 mit Vollkabine, Kampfmittelräumdienst NRW

Mercedes-Benz nutzt die Deutschland-Premiere der neuen Generation der G-Klasse bei der Techno-Classica Essen zu einem Rückblick auf die fast 40-jährige Geschichte des Geländewagen-Klassikers. Fünf Exponate des für die Ewigkeit gebauten Offroaders aus der Modellgeschichte illustrieren die Modellkonstanz.

Mercedes-Benz 230 G (Baureihe 460), Baujahr 1980, 4-Zylinder-Reihenmotor, 2.307 cm³, 75 kW (102 PS), 137 km/h

Mercedes-Benz 300 GD (Baureihe 460), Baujahr 1989, 5-Zylinder-Reihenmotor, 2.998 cm³, 65 kW (88 PS), 130 km/h

Mercedes-Benz 500 GE (Baureihe 463), Baujahr 1993, V8-Motor, 4.973 cm³, 177 kW (241 PS), 175 km/h

Mercedes-Benz G 500 (Baureihe 463), Baujahr 2018, V8-Motor, 3.982 cm³, 310 kW (422 PS), 210 km/h

Mercedes-Benz G 500 (Baureihe 463), Baujahr 2018, V8-Motor, 3.982 cm³, 310 kW (422 PS), 210 km/h

Das zweite große Thema in Halle 1 – Motorsport – beginnt im Jahr 1938, als Rudolf Caracciola mit dem Mercedes-Benz W 154 die der heutigen F1-WM entsprechende Europameisterschaft gewann. Einer der W 154 Silberpfeile ist auf dem Mercedes-Benz Stand zu bewundern. Ihm zur Seite stehen der McLaren-Mercedes MP4-13, mit dem Mika Häkkinen 1998 seinen ersten WM-Titel erzielte, sowie der 2014er Mercedes AMG Petronas F1 W05 Hybrid des amtierenden Weltmeisters Lewis Hamilton. Weiteres Thema – mit Rekordwagenmodellen illustriert – ist der von Caracciola 1938 erzielte Geschwindigkeitsrekord von 432,7 km/h, der fast 80 Jahre Bestand hatte.

Mercedes-Benz 3-Liter-Formel-Rennwagen W 154, Baujahr 1938 – 1939, V12-Motor, 2.963 cm³, 344 kW (468 PS), rund 300 km/h

McLaren-Mercedes MP4-13 Formel-1-Rennwagen, Baujahr 1998, V10-Motor, 2.963 cm³, 574 kW (780 PS), 352 km/h

Mercedes AMG Petronas F1 W05 Hybrid Formel-1-Rennwagen, Baujahr 2014, V6-Motor, 1.600 cm³, Energierückgewinnungssystem 120 kW (151 PS)

Opel: Exoten aus Rüsselsheim

Die Alt-Opel Interessengemeinschaft von 1972 e. V., traditionell Gast und Mitgestalter auf dem Opel Werksstand in Halle 2, übernimmt in diesem Jahr die Rolle des Gastgebers: Die Alt-Opel IG gestaltet den Messestand des deutschen Traditions- Autoherstellers bei der Techno-Classica Essen. Damit demonstrieren die Clubler einmal mehr die Wichtigkeit und die Kompetenz der Ehrenamtlichen in der Klassiker-Szene. Zudem laden sie die Messebesucher in eine interessant und professionell gestaltete Repräsentanz des hessischen Autobauers ein – mit einem ganz besonderen Thema: Unter dem Motto „Opel-Exoten“ zeigen die Aktiven des 2.220 Mitglieder aus 26 Nationen umfassenden Clubs Opel-Modelle, die nur in geringer Auflage gebaut wurden und heute aus dem Straßenverkehr so gut wie verschwunden sind. Wer erinnert sich beispielsweise noch an einen Opel Olympia A von 1968, an das Keinath KC3 (Ascona C) Cabriolet (ab 1983 gebaut), an den Opel Commodore C (1977 – 1982) oder an einen Opel Astra Coupé Bertone von 1998? Sie alle waren schon in ihrer Bauzeit Autos für Opel-Liebhaber, die das besondere Understatement suchten. Zur Abrundung und als aparten Sympathieträger aus der Zeit, als Opel Europas größter Autohersteller war, fahren die Opelaner ein 1,8 Liter Cabrio 2+2 mit Schwiegermuttersitz aus dem Jahr 1932 auf – ein Auto mit spannender Historie.

Opel Olympia A, Baujahr 1968, OHV-Motor, 1.076 cm³, 44 kW (60 PS), 140 km/h

Opel 1,8 Liter, 18 B Cabriolet 2 Sitze, Baujahr 1931, Sechszylinder-Reihenmotor, 1.790 cm³, 33,5 PS, 135 km/h

Peugeot: Jubiläum mit Deutschlandpremiere

50 Jahre Peugeot 504 – das Jubiläum – und die Präsentation des nagelneuen Peugeot 508 – die Deutschland-Premiere – auf der Techno-Classica Essen: Peugeot startet in Deutschland vielversprechend in dieses Jahr und demonstriert mit seiner Präsentation auf der Techno-Classica Essen, welch hohen Stellenwert der französische PSA Konzern der Klassik-Weltmesse zuschreibt. Den heutigen Klassiker 504 zeigte Peugeot 1968 erstmals auf dem Pariser Automobilsalon – mit radikal neuem Styling: Das klassische Heckflossen-Design des Vorgängermodells 404 wirkte neben der von Aldo Brovarone im Designstudio Pininfarina entworfenen, klar gezeichneten und zeitlos eleganten Karosserie des 504 plötzlich steinalt. Kein Wunder, dass der 504 zum Auto des Jahres 1969 gewählt wurde. In diversen Karosserievarianten (Kombi, Coupé, Cabrio und letztendlich Pick-up – sogar mit Camping-Aufbau) machte das adrette Auto eine steile Karriere. Von 1968 bis Ende 1983 wurde die Limousine gebaut. Die Produktion des Pick-up lief noch bis Ende 1993. Insgesamt fertigte Peugeot 3.711.556 Exemplare. Nur von den Kleinwagen 205 und 206 stellte Peugeot mehr Einheiten her. Bis Dezember 2005 wurde der 504 noch in Kenia, der Volksrepublik China, Argentinien und Nigeria in Lizenzbau hergestellt.

Peugeot 504

Der neue Peugeot 508 hat das Zeug, ein würdiger Nachfolger des Evergreens zu werden. Im Peugeot-Pressetext heißt es selbstbewusst: „Der neue Peugeot 508 ändert alles. Neue, flache, kompakte Architektur. Neues, scharfes, muskulöses Design, beeindruckender Innenraum: der neue Peugeot 508 verspricht intensives Fahrvergnügen.“

Peugeot 508

Porsche

Zwei große Jubiläen feiert Porsche auf der Techno-Classica Essen 2018 – auf rund 1.500 Quadratmetern Fläche: „30 Jahre Porsche 964“ und „70 Jahre Porsche Sportwagen“. Das Porsche Museum steuert dazu drei historische Sportwagen und den Antriebsstrang eines 964 bei. Weiterhin bei Porsche Classic: Zum Thema Originalteile wird der Porsche Classic Parts-Explorer vorgestellt, ebenso die neue VTS-App („Porsche Classic Vehicle Tracking System“) als GPS gesteuerter Diebstahlschutz und exemplarisch rund 200 Classic-Ersatzteile. Die Porsche Classic Werksrestaurierung zeigt einen komplett restaurierten Porsche 959 und eine in Arbeit befindliche Rohkarosse. Ergänzt wird dieses Ensemble durch insgesamt 13 Porsche-Classic Partner aus sieben Ländern, die Verkaufsfahrzeuge ausstellen. Schließlich informiert die Porsche Exclusive Manufaktur über Individualisierungsmöglichkeiten.

Porsche 356 SL, Baujahr 1951, Vierylinder-Boxermotor, 1.086 cm³, 34 kW (46 PS), 160 km/h

„30 Jahre Porsche 964“

Porsche 911 Carrera RS, Baujahr 1992, 6-Zylinder-Boxermotor, 3.600 cm³, 191 kW (260 PS), 260 km/h

Porsche 911 Targa 4 GTS, Sternrubin (Individualfarbe), 6-Zylinder-Boxermotor, 2.981 cm³, 331 kW (450 PS), 306 km/h

Porsche 959 Sport, Baujahr 1988, 6-Zylinder-Boxermotor, 2.849 cm³, 379 kW (515 PS), 339 km/h

Porsche Boxter, Schnittmodell Prototyp, Baujahr 1996, 6-Zylinder-Boxermotor, 2.480 cm³, 150 kW (204 PS), 240 km/h

Porsche 356 B 2000 Carrera 2 Reutter Cabriolet, Vierzylinder-Boxermotor, Erstzulassung 1962, 1.966 cm³, 96 kW (130 PS), 200 km/h

Porsche 911 S 2.2 Targa, Erstzulassung 1971, 6-Zylinder-Boxermotor, 2.195 cm³, 132 kW (180 PS), 225 km/h

Porsche 911 Turbo (993), Erstzulassung 1995, 6-Zylinder-Boxermotor, 3.600 cm³, 300 kW (408 PS), 290 km/h

Porsche 911 Turbo (993), Erstzulassung 1995, 6-Zylinder-Boxermotor, 3.600 cm³, 300 kW (408 PS), 290 km/h

Seat: Auferstehungs-Geschichte

Seat widmet sich in Halle 7 dem Thema „Restaurierung“ und zeigt anhand eines Seat 600 in zwei Aggregatzuständen, was die Werksrestaurierungs-Abteilung des spanischen Autoherstellers im Bereich der „Seat Coches Históricos“ in der Zona Franca in Barcelona zu leisten imstande ist: Ein sehr stark in die Jahre gekommener Seat 600 demonstriert, wie marode die Klassiker vor Restaurierungsbeginn sein können. Ein weiterer SEAT 600 verdeutlicht, was die Abteilung Coches Históricos in rund 1.500 Arbeitsstunden aus einem solchen Wrack machen kann: einen perfekten Seat 600 im Auslieferungszustand. Ein restaurierter Seat 600 Formichetta veranschaulicht schließlich, wie faszinierend diese wiederbelebten Autos sein können – besonders, wenn sie eine solch besondere Karosserie tragen und als Service-Mobil zur damaligen Zeit bei der einen oder anderen Panne hätten helfen können.

Seat 600 Comercial, Baujahr 1984, 4-Zylinder-Reihenmotor, 767 cm³, 18 kW (25 PS), 95 km/h

Seat 600, Baujahr 1957, 4-Zylinder-Reihenmotor, 633 cm³, 16 kW (21,5 PS), 95 km/h

Seat 600 Formichetta, Baujahr 1964, 4-Zylinder-Reihenmotor, 767 cm³, 18 kW (25 PS), 90 km/h

Škoda: Rares und Wunderbares

123 Jahre Fahrzeugbau: Škoda gehört zu den ältesten noch produzierenden Autoherstellern der Welt. In Halle 7 der Techno-Classica Essen zeigt die Marke zahlreiche Raritäten aus der eigenen Unternehmensgeschichte – darunter auch frühe SUV Vorläufer, wunderschöne Cabriolets und natürlich Rennwagen.

TREKKA, Bauzeit 1966 bis 1972, 4 Zylinder OHV, 1.221 cm³, 35 kW (47 PS), 105 km/h

Sports Utility Vehicles, die sogenannten SUV, befinden sich auf dem Vormarsch – auch bei Škoda, wie die Modelle Karoq und Kodiaq sowie die vor wenigen Tagen auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellte Studie Vision X beweisen. Auf der Techno-Classica Essen stellt die tschechische Traditionsmarke deren Urahnen vor, so zum Beispiel den in Neuseeland gefertigten TREKKA von 1966 und die Studie Yeti Cabrio, die auf der IAA 2005 für Aufsehen sorgte. Aus der Frühzeit des Autoherstellers berichten zwei stattliche Limousinen: der Škoda 645 von 1929 und der 640 Superb von 1934, der dem heutigen Flaggschiff der Marke seinen Namen vererbte. Wie aufwendig eine Totalrestaurierung sein kann, zeigt Škoda am Beispiel einer Popular-Limousine aus dem Jahr 1934. Natürlich kommt auch die facettenreiche Rennsportgeschichte von Škoda zum Zug. In Essen zu sehen: der Škoda 120 S Rallye, der 1971 die Weichen für den legendären 130 RS stellte, sowie eine Nordschleifen-erprobte Tourenwagen-Variante des Škoda Favorit.

Škoda 645, Bauzeit 1929 bis 1934, 6 Zylinder SV, 2.492 cm³, 33 kW (45 PS), 90 km/h

Škoda Superb 640, Bauzeit 1934 bis 1936, 6 Zylinder SV, 2.492 cm³, 41 kW (55 PS), 110 km/h

Škoda Popular OHV, Baujahr 1937, 4 Zylinder OHV, 995 cm³, 20 kW (27 PS), 100 km/h

Škoda 450 Roadster, Bauzeit 1958 bis 1959, 4 Zylinder OHV, 1.089 cm³, 37 kW (50 PS), 130 km/h

Škoda Buggy, Baujahr 1975, 4 Zylinder OHV, 1.107 cm³, 39 kW (53 PS), 125 km/h

Volkswagen Classic

Wie auch im letzten Jahr präsentiert sich Volkswagen unter dem Motto „Die Welt der Volkswagen Klassiker“. Volkswagen Classic demonstriert mit drei Themenfeldern, wie spannend Wolfsburger Automobilgeschichte sein kann: Forschungshistorie bei Volkswagen, Cabriolet-Prototypen von Volkswagen und Pikes Peak International Hill Climb lauten die drei Bereiche des über 500 Quadratmeter großen Stands der Wolfsburger. Beispielhaft für die Forschungshistorie stehen die Volkswagen Visionen Futura von 1989 und der Volkswagen ESVW I, ein Sicherheits-Prototyp von 1971.

Volkswagen ESVW (Experimental Safety Volkswagen) I, Baujahr 1971/1972, Vierzylinder-Boxermotor, 1.795 cm³, 74 kW (100 PS), 150 km/h

Volkswagen IRVW (Integrated Research Volkswagen) IV Futura, Studie, Baujahr 1989, Vierzylinder-Reihenmotor, 1.715 cm³, 60 kW (82 PS), 183 km/h

Allein fünf Cabrio-Exponate, die (leider) nie in Serie gingen, faszinieren die Besucher der Techno-Classica Essen in Halle 7. Und weil in diesem Jahr ein Elektrorennwagen von Volkswagen beim legendären Bergrennen auf den Pikes Peak startet, präsentiert VW Classic den Golf II Bi-Motor, der bereits 1987 den rund 4.030 Meter hohen Gipfel erstürmen wollte, jedoch ausfiel. Dennoch: Der zweimotorige Golf ist Legende und auf der Techno-Classica Essen zu bewundern.

Karmann Ghia Typ 34 Cabriolet, Baujahr 1961, Vierzylinder-Boxermotor, 1.483 cm³, 33 kW (45 PS), 137 km/h

Volkswagen Typ 3 Cabriolet, Baujahr 1961, Vierzylinder-Boxermotor, 1.483 cm³, 33 kW (45 PS), 125 km/h

Volkswagen 411 Cabriolet, Baujahr 1968, Vierzylinder-Boxermotor, 1.679 cm³, 50 kW (68 PS), 145 km/h

Corrado Roadster, Baujahr 1989, kein Motor

Volkswagen Golf II „Pikes Peak“, Baujahr 1987, 2 Vierzylinder-Reihenmotoren, 2 × 1.781 cm³, 480 kW (653 PS)

Die Autostadt in Wolfsburg

Die Autostadt in Wolfsburg präsentiert die Historie eines hochaktuellen Themas: Anhand von insgesamt 20 Exponaten, ausgerüstet mit unterschiedlichen Antriebsquellen (Benzinmotor, Elektroantrieb, Dampfmaschine, Brennstoffzelle usw.), illustriert die weltweit führende Automobildestination, wie sich die Suche nach dem optimalen Antrieb für Kraftfahrzeuge durch die Geschichte des Automobils zieht. Dabei präsentiert die Auto-Erlebniswelt nicht nur Exponate mit alternativen Antrieben, sondern zeigt auch das Bemühen der Auto-Konstrukteure, mit herkömmlichen fossilen Brennstoffen effiziente Antriebsformen zu schaffen. Diese Präsentation gelingt der Autostadt – abgesehen vom Stanley Steamer – ausschließlich anhand von Entwicklungen von Marken, die heute zum Volkswagen Konzern zählen. Darunter sind einige Fahrzeuge, die nahezu unbekannt sind und die Besucher in Erstaunen versetzen.

Dampfwagen Stanley 735B, Baujahr 1919, 2-Zylinder-Dampfmaschine, 20 Dampf-PS, Dauergeschwindigkeit 70 km/h

Bentley 3 Litre Speed, Baujahr 1924, Vierzylinder-Reihenmotor, 2.996 cm³, 59 kW (80 PS), 145 km/h

Bugatti Typ 56, Baujahr 1931, 36 Volt-Elektromotor, an der Hinterachse montiert, ca. 30 km/h

Bugatti Typ 56, Baujahr 1931, 36 Volt-Elektromotor, an der Hinterachse montiert, ca. 30 km/h

Volkswagen Käfer, Baujahr 1951, Vierzylinder-Boxermotor, 1.131 cm³, 19 kW (25 PS), 105 km/h

NSU Wankel Spider, Baujahr 1954, Einscheiben-Wankelmotor, 500 cm³, 37 kW (50 PS), 152 km/h

DKW Elektro-Schnelllaster, Baujahr 1956, 4,8 kW Hauptstrommotor, 40 km/h

Lamborghini Diablo GT, Baujahr 1999, V12-Motor, 5.992 cm³, 423 kW (575 PS), 338 km/h

Porsche 911 GT3 R Hybrid, Baujahr 2010, 6-Zylinder-Boxermotor, 3.996 cm³, 353 kW (480 PS), E-Antrieb 2 × 60 kW (81 PS), 295 km/h

Audi A2 H2 Brennstoffzelle, Baujahr 2004, 66 kW PEM-Brennstoffzelle, 66 kW Synchronmotor, 175 km/h

Volkswagen e-Bike Prototyp, Baujahr 2014

Volvo: Der Heilige aus Schweden

Volvo zeigt auf der Techno-Classica Essen traditionell eine auserlesene Palette von schwedischen Klassikern – und pflegt diese Tradition auch in diesem Jahr mit einigen ganz besonderen Raritäten der P 1800/1800 ES Baureihe. Star auf dem Stand der Schweden ist der Volvo 1800 S, den der Schauspieler Sir Roger Moore in der 118-teiligen britischen TV-Serie „The Saint“ – im deutschen Fernsehen „Simon Templar“ – fuhr und auch privat besaß. Nach seiner Restaurierung wird das Kultauto erstmals bei der Techno-Classica Essen öffentlich in Europa präsentiert. Zu den weiteren Preziosen auf dem Werksstand zählen ein 1800 ES Prototyp, der 1968 als Einzelstück vom italienischen Karosseriebauer Coggiola Carrozziere kreiert wurde, ein unrestaurierter 1800 ES mit extrem niedrigem Kilometerstand, ein „Volvoville“ als einer von nur 30 hergestellten Cabriolets des 1800ers und ein früher 1961er P 1800 Scheunenfund. Als Abrundung präsentieren die Schweden den 1800 S aus dem Besitz von Håkan Samuelsson, Präsident und Geschäftsführer von Volvo Cars.

Volvo 1800 ES („Schneewittchensarg“), Baujahr 1973, unrestauriertes Originalfahrzeug, 4-Zylinder-Reihenmotor, 1.986 cm³, 135 PS

Volvo 1800 ES Prototyp, Baujahr 1968, mit Karosserie von Coggiola Carrozziere

Volvo 1800 ES Prototyp, Baujahr 1968, mit Karosserie von Coggiola Carrozziere

Volvo 1800 S, Baujahr 1966, von Sir Roger Moore aus der TV-Serie „The Saint“, 4-Zylinder-Reihenmotor, 1.986 cm³, 77 kW (105 PS), 180 km/h

Volvo 1800 S, Baujahr 1967, von Volvo-Chef Håkan Samuelsson, 4-Zylinder-Reihenmotor, 1.986 cm³, 77 kW (105 PS), 180 km/h

Volvo P1800, Baujahr 1961, unrestaurierter Scheunenfund

30. Techno-Classica Essen – Das größte Klassiker Clubtreffen

Über 220 Clubs, Vereine und Interessengemeinschaften, die einen Querschnitt durch die gesamte Klassiker-Szene bilden, präsentieren sich, ihre Fahrzeuge und Angebote auf der Techno-Classica Essen. Die Clubs vertreten fast alle Automarken, eine Vielzahl einzelner Fahrzeugmodelle und auch Motorrad-Klassiker. Die Palette der Clubthemen reicht von A wie Abarth, Austin Healey und Alfa Romeo bis Z wie Z und ZX von Nissan.

Auto Union 1000 Coupé de Luxe, Farbe Gold-Oliv, Baujahr 1958, Dreizylinder-Zweitaktmotor, 986 cm³, 32 KW (44 PS), 130 km/h

Auch 2018 ist die Klassik-Weltmesse damit das wichtigste Club-Treffen weltweit. Die Clubs sind so etwas wie die Seele und das Herz der Messe. Sie bildeten die Wurzeln der gesamten Klassiker-Bewegung und die Keimzelle, aus der die erste Techno-Classica 1989 hervorging. Im Jahr 2018, wenn die 30. Techno-Classica Essen ihr rundes Jubiläum feiert, werden die Clubs auf ihren Messeständen ein besonders phantasievolles Ideen-Feuerwerk rund um ihre Lieblingsmarken und -modelle zünden.

Borgward Isabella TS de Luxe, Baujahr 1960, Vierzylinder-Reihenmotor, 1.493 cm³, 55 kW (75 PS), 159 km/h

Den Mitgliedern der Clubs ist eins gemein: Sie sind echte Liebhaber ihrer historischen Fahrzeuge. Sie engagieren sich mit Enthusiasmus, Herzblut und Leidenschaft. Sie setzen ihre automobilen Schätze stilgerecht in Szene, garniert mit einer guten Portion Humor und häufig von einem Augenzwinkern begleitet.

Heinkel Kabine Typ 154 Export (Dreirad), Bauzeit 1957 bis 1958, Einzylinder-Viertaktmotor, 198 cm³, 7,4 kW (10 PS), 86 km/h

Mercedes-Benz 170 „Offener Tourenwagen Polizei“ (Baureihe W 136), Baujahr 1952, 1.767 cm³, 28 kW (38 PS), 108 km/h

VW T1 Kastenwagen, Modell 211, Flügeltüren rechts, Baujahr 1958, Vierzylinder-Boxermotor, 1.192 cm³, 22 kW (30 PS), 90 km/h

Und sonst…

Adler 2,5 Liter („Typ 10“) Cabriolet, Baujahr 1938, Sechszylinder-Reihenmotor, 2.494 cm³, 43 kW (58 PS), 125 km/h

Alfa Romeo Tipo 158 „Alfetta“, 8-Zylinder-Reihenmotor, 1.479 cm³, 159 PS

Aston Martin V8 Vantage, Baujahr 2009, V8-Motor, 4.735 cm³, 313 kW (426 PS), 290 km/h

Bentley 3 ½ Litre, Open Tourer by Corsica, Baujahr 1935, Rolls-Royce 6-Zylinder-Reihenmotor

De Dion-Bouton

De Dion-Bouton

Donkervoort D8 Cosworth Classic, Erstzulassung 1994, Ford 2,0 Liter DOHC Motor, 161 kW (220 PS), 235 km/h

Dyna Veritas, Baujahr 1951, 2-Zylinder-Boxermotor, 850 cm³, 50 PS

Fiat Abarth 750 Allemano Spider, Baujahr 1959

Ford Modell T („Tin Lizzie“), Roadster Torpedo, Baujahr 1912, von Hand gefertigt, Vierzylinder-Reihenmotor, 2,9 Liter, 15 kW (20 PS), 67 km/h

Ford GT Roush, Baujahr 2006, V8-Mittelmotor, 5.409 cm³, 788 PS, 350 km/h

Jaguar XK 120 Fixed-Head Coupé, Baujahr 1951, 6-Zylinder-Reihenmotor, 3.442 cm³, 119 kW (160 PS), 194 km/h

Lamborghini-Traktor Diesel-DL 30-CTL, Baujahr 1960, 1.810 cm³

Maserati 300S, Baujahr 1957, 6-Zylinder-Motor, 3,0 Liter, 191 kW (260 PS), 290 km/h

Mercedes-Benz 300 SL Coupé, Baujahr 1956, 6-Zylinder-Reihenmotor, 2.996 cm³, 158 kW (215 PS)

Mercedes-Benz SLR McLaren 722 (Baureihe 199), Baujahr 2007, V8-Kompressor, 5.439 cm³, 478 kW (650 PS), 337 km/h

Modellauto

Packard

Tempo Matador 50 Tief-Pritsche, Baujahr 1950, VW-Industriemotor, 25 PS

Zapfsäule

„Iron Schöckl“: Nervenkitzel in der G-Klasse

„Iron Schöckl“

Auf dem Freigelände vor dem Eingang Ost veranstaltet Mercedes-Benz Classic während der Techno-Classica Essen eine Sonderpräsentation der Geländewagen-Ikone auf dem „Iron Schöckl“: Messebesucher können bei der Mitfahrt in einer Mercedes-Benz G-Klasse am eigenen Leib die Geländefähigkeit der Mercedes-Benz Offroad-Legende miterleben. „Iron Schöckl“ heißt eine stählerne Konstruktion, angelehnt an den Hausberg „Schöckl“ im steirischen Graz, den Mercedes-Benz für Testfahrten nutzt. Die Fahrt beginnt an einer Steigung mit 80 Prozent, steigert sich auf 100 Prozent, um nach dem Kippen der Wippe auf acht Metern Höhe steil nach unten zu führen. Dort gibt es einen weiteren Nervenkitzel – Anhalten bei 100 Prozent Gefälle.

„Iron Schöckl“

Vom 22. bis 25. März 2018 öffnet die 30. Techno-Classica Essen um 9 Uhr ihre Pforten und schließt um 18 Uhr bzw. am Freitag um 19 Uhr.

Weitere Informationen unter www.siha.de.