Samstag, 10. Februar 2018

Inhaltsverzeichnis 2018

Da sich das Inhaltsverzeichnis als Startseite in den vergangenen Jahren bewährt hat, gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Index. Never touch a running system!


„Der Vetter aus Dingsda“ am Musiktheater im Revier

„Der Vetter aus Dingsda“ – nach einem Lustspiel von Max Klempner-Hochstädt; Musik: Eduard Künneke; Libretto: Herman Haller (eigentlich Hermann Freund) und Fritz Oliven („Rideamus“); Regie: Rahel Thiel; Ausstattung: Elisabeth Vogetseder; Dramaturgie: Gabriele Wiesmüller; Musikalische Leitung: Thomas Rimes. Darsteller: Anke Sieloff (Julia de Weert), Cornel Frey (August Kuhbrot, der erste Fremde), Christa Platzer (Hannchen, Freundin von Julia), Tobias Glagau (Roderich de Weert, der zweite Fremde), Joachim Gabriel Maaß (Josef Kuhbrot, genannt „Josse“, Onkel von Julia), Gudrun Schade (Wilhelmine Kuhbrot, genannt „Wimpel“, dessen Frau), Urban Malmberg (Egon von Wildenhagen), Ingo Schiller (Hans), Sebastian Schiller (Karl). Salonorchester: Ralf Perlowski (Violine), Katrin Geelvink (Cello), Tim Kieselhofer (Klarinette), Atsuhiko Iwabuchi (Kontrabass), Karl Övermann (Schlagzeug), Thomas Rimes (Klavier). Uraufführung: 15. April 1921, Theater am Nollendorfplatz, Berlin. Premiere: 9. Februar 2018, Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen.



„Der Vetter aus Dingsda“


Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt…


Operettenkomponist Eduard Künneke (* 27. Januar 1885 in Emmerich, † 27. Oktober 1953 in Berlin) hat in den goldenen 1920er-Jahrer in Berlin mit der Operette „Der Vetter aus Dingsda“ sein mit Abstand erfolgreichstes Stück komponiert, das Libretto stammt von Herman Haller (* 24. Dezember 1871 in Berlin, † 5. Mai 1943 in London), von 1914 bis 1923 Direktor des Theaters am Nollendorfplatz Berlin, und dem unter dem Pseudonym „Rideamus“ in Berlin lebenden jüdischen Jurist und Schriftsteller Fritz Oliven (* 10. Mai 1874 in Breslau, † 30. Juni 1956 in Porto Alegre, Brasilien). Herman Haller hatte Eduard Künneke zwei Jahre vor der Uraufführung am 15. April 1921 an das Theater am Nollendorfplatz verpflichten können. Johannes Schild hat die Operette für Salonorchester bearbeitet, die Fassung wurde erstmals am 20. März 2004 am Theater Hagen aufgeführt. „Der Vetter aus Dingsda“ wurde mehrfach verfilmt, zuletzt 1970 von Willy van Hemert mit Mieke Bos (Julia de Weert), die tatsächlich in Weert in den Niederlanden geboren wurde, und Brigitte Mira und Willy Millowitsch als Wilhelmine und Josef Kuhbrot.

Zum Inhalt nach dem Libretto von Herman Haller und „Rideamus“:
Die junge, reiche Erbin Julia de Weert erwartet in Südholland sehnsüchtig ihre Volljährigkeit und die Rückkehr ihres Vetters Roderich, der vor sieben Jahren nach Batavia (heute Jakarta) in der Kolonie Niederländisch-Indien – der unter niederländischer Herrschaft stehende Vorläufer der Republik Indonesien – abgereist war und dem sie ewige Treue geschworen hatte. Julia kann sich den Ort nicht merken und nennt ihn daher einfach „Dingsda“. Ihr Onkel „Josse“ hat für sein Mündel jedoch ganz andere Heiratspläne: Sein Neffe August Kuhbrot soll Julias Herz gewinnen und durch die Heirat ihr Geld. Julias zweiter Vormund will sie mit seinem Sohn Egon von Wildeshagen verheiraten, doch Julia träumt lieber weiter von ihrer Jugendliebe Roderich. Am Abend ihrer Volljährigkeit taucht ein geheimnisvoller, attraktiver Fremder auf, der von sich behauptet, „nur ein armer Wandergesell“ zu sein. Der ist zwar in Wirklichkeit August Kuhbrot, der von Onkel „Josse“ und Tante „Wimpel“ bevorzugte Hereitskandidat, doch als er sich diesen als ihr Neffe vorstellt, halten sie ihn für den aus Batavia zurückgekehrten „Roderich de Weert“, und auch Julia akzeptiert bald seinen Vorschlag, nicht so schrecklich viel zu denken und ihn stattdessen zu küssen. Da platzt Egon von Wildeshagen mit der Nachricht herein, dass Roderich de Weert noch gar nicht angekommen sein könne, da sein Schiff aus Batavia erst heute im Hafen einlaufe. Der Wandergesell gesteht, nicht Julias geliebter Vetter Roderich zu sein, woraufhin sie ihn seiner Wege ziehen lässt, obwohl sie ihn liebt, da sie sich an ihren Treueschwur gebunden fühlt. Als ein zweiter Fremder am Schloss auftaucht, verliebt sich Julias Freundin Hannchen auf der Stelle in ihn. Er stellt sich als Roderich de Weert vor, daher rät ihm Hannchen eigennützig, sich Julia als „August Kuhbrot“ vorzustellen, damit sie ihn auf der Stelle ablehnt. Nach einigen Verwicklungen klärt sich schließlich die wahre Identität der beiden Fremden auf, und so wird August Kuhbrot zukünftig Julias „Roderich“ sein und Hannchen bekommt den echten Roderich.

Die junge Regisseurin Rahel Thiel (* 1990 in Leipzig), die seit der Spielzeit 2015/16 als Regieassistentin und Abend­spiel­leiterin am Musiktheater im Revier engagiert ist und dort mit „The Turn of the Screw“ (Premiere 10. September 2016) ihr Hausdebüt als Regisseurin gab, geht mit den Best Agern aus dem Ensemble des Musiktheater im Revier und einigen wenigen Gästen – Gudrun Schade als Wilhelmine Kuhbrot, Cornel Frey als August Kuhbrot und Ingo Schiller als Hans – der Frage nach, was passiert, wenn man nicht nur sieben Jahre auf seine große Liebe wartet, sondern 70 Jahre, sein ganzes Leben lang. Die Inszenierung soll „mal heiter-melancholisch, mal tragisch-komisch das Älterwerden von Menschen mit seinen ungenutzten Chancen“ beschreiben. Doch statt einer charmanten Karikatur der spießbürgerlichen Gesellschaft des beginnenden 20. Jahrhunderts ist dabei eine Groteske herausgekommen – lt. Duden die „Darstellung einer verzerrten Wirklichkeit, die auf paradox erscheinende Weise Grauenvolles, Missgestaltetes mit komischen Zügen verbindet“ – in der sich die Akteure auf der Bühne womöglich selbst erst einmal mit der von ihnen darzustellenden Position „arrangieren“ mussten. Nahezu ohne Dialoge lässt die Inszenierung im Detail ziemlich viel Deutungs-Spielraum, eine Lektüre des Programmhefts sei Theaterbesuchern, die „Der Vetter aus Dingsda“ noch niemals gesehen haben und die Handlung nicht kennen, vor Vorstellungsbeginn empfohlen. Hier erlebt der Zuschauer eine Begegnung mit dem Genre Operette, die er sicherlich so nicht erwartet, einerseits grotesk verfremdet, andererseits auch sehr nah und direkt. Hier ist manches anders, besonders, überraschend. Die Solisten sind die ganze Zeit präsent, zuweilen gerade mal einen guten Meter von der vorderen Zuschauerreihe entfernt. Auch durch die vierte Wand spielt sich alles sehr nah und unmittelbar ab.

Muss der Zuschauer einerseits die Geschichte, die die Operette erzählt, quasi assoziieren – der Handlungsrahmen verändert und verfremdet hier manches – so stößt er andererseits auf eine Reihe wohlbekannter Melodien. Den Rahmen, der für das Kleine Haus im Musiktheater im Revier geschaffen wurde, lässt hier schon fast an ein Kammerkonzert denken. Die mit Rahel Thiel befreundete Bühnen- und Kostümbildnerin Elisabeth Vogetseder zeichnet für die Ausstattung verantwortlich, die Handlung spielt sich auf einer runden, leicht schräg angeordneten Scheibe mit diversen Sitzgruppen ab, eine Art „Altenheim“/„Alten­pflege­heim“ – neudeutsch auch gern als „Seniorenresidenz“ bezeichnet, was aber nichts an den dortigen Verhältnissen ändert – in dem zwei „Pfleger“ auf die Hilfe- und Pflegebedürftigkeit der Bewohner abgestimmte Dienstleistungen verrichten wie beispielsweise die Medikamentengabe oder die Bewohner zu Bett zu bringen. Von einem „selbstbestimmten Leben“ kann in dieser Einrichtung nicht mehr die Rede sein. Dort bekommt ausgerechnet der Schwächste der Gruppe von Senioren, der Blinde zu hören: „Mann o Mann, an dir ist wirklich nichts dran, und was dran ist, das ist nicht zu brauchen.“ Ob der Zuschauer gar nicht anders kann, als dies lustig zu finden, hängt ganz sicher vom Humor jedes Einzelnen ab. Vermutlich wird aber niemand behaupten, dass hier eine „angestaubte“ Operette gezeigt werde, denn davon ist nichts übrig geblieben. Im dritten Akt fällt schließlich der die „Seniorenresidenz“ nach hinten begrenzende Vorhang und mit dem zweiten attraktiven, jugendlichen Fremden betritt das „blühende Leben“ die Szene, aber Vorsicht vor falschen Erwartungen, nicht umsonst heißt es im Liedtext „Und im Märchen, da wurden die beiden ein Paar“…

Das sechsköpfige Salonorchester unter der Musikalischen Leitung von Thomas Rimes ist auf der linken Bühnenseite neben der „Seniorenresidenz“ angeordnet und bringt während der Aufführung nicht nur Eduard Künnekes bekannte Melodien „Strahlender Mond“, „Ich bin nur ein armer Wandergesell“ oder „Ich hab an sie nur stets gedacht“ zu Gehör, sondern auch die „Habanera“ aus Georges Bizets Oper „Carmen“ als Vorspiel zu Eduard Künnekes „Weißt du noch, wie wir als Kinder gespielt?“ Außerdem zwei Lieder aus dem Liederzyklus „Winterreise“ von Franz Schubert und „Ward ein Blümchen mir geschenkt“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, mit denen Urban Malmbergs Rolle des Egon von Wildenhagen „aufgewertet“ wurde.

Anke Sieloffs Julia de Weert, die nunmehr Jahrzehnte von der Rückkehr ihres Geliebten träumt („Strahlender Mond, der am Himmelszelt thront“), hat sich etwas von ihrer Jugendlichkeit bewahrt und glaubt an die Erfüllung ihres langgehegten Traumes, als plötzlich ein Fremder auftaucht. Cornel Frey ist ein schrulliger Märchenprinz mit goldglitzerndem Haar, von Anbeginn bewundert und umschwärmt. So will man ihm – zu Recht – schwerlich glauben, dass hier nur ein armer Wandergesell zufällig in das Geschehen hineingeraten ist. Die musikalische Seite dieser schrillen Figur gestaltet Cornel Frey mit wohlklingendem Tenor ausgefeilt und auf hohem sängerischen Niveau. Gudrun Schade und Joachim Gabriel Maaß sind Tante „Wimpel“ und Onkel „Josse“, ein Paar mit ein paar Problemen, die das gemeinsame Altern so mit sich bringt. Ihr „Lebensmittelpunkt“ ist ein Sofa, das zur Schlafenszeit von den „Pflegern“ einfach nach hinten geklappt wird. Für die von Urban Malmberg verkörperte Figur des Egon von Wildenhagen wurden zwei Lieder aus Franz Schuberts „Winterreise“ in das Stück eingefügt. Da der glühende Verehrer Julias nunmehr als blinder, unbeholfener Mensch charakterisiert wird, lebt er in seiner eigenen Welt. Dies mag auch musikalisch durch eigene, werkfremde Stücke verdeutlicht werden. Während die Dramaturgie konstatiert, dass nirgendwo so beschwingt geträumt werde wie in Eduard Künnekes „Der Vetter aus Dingsda“, sorgt Urban Malmberg in seinen Szenen durch seine langsam tastenden Bewegungen mit einem weißen Teleskopstock für Entschleunigung. Sehr markante und skurrile Figuren sind die beiden „Pfleger“ Hans und Karl, verkörpert durch die Brüder Sebastian und Ingo Schiller. Sie überwachen und strukturieren die Abläufe, tragen weiße Kittel und verabreichen Medikamente. Mit konventioneller Krankenpflege hat dies aber wenig zu tun: optisch kaum zu unterscheiden, mit stereotypen und stets synchronen Bewegungen, wirken die Beiden wie eine Einheit, teils noch unterstrichen durch einen einzigen Kittel, in dem beide gemeinsam stecken. Hier fragt man sich am Ende: Will und würde man sein Rest-Leben vertrauensvoll in diese schwarz behandschuhten Hände geben? Zum Ende des Stückes taucht ein weiterer Fremder auf, wohl zwei Generationen jünger als alle anderen Protagonisten, Tobias Glagau. Sofort beendet er die Tristesse, bringt Farbe und jede Menge Blumen mit sich. Er wirkt so deplatziert, so erfrischend jugendlich und anders, dass Hannchen (Christa Platzer) sofort glühend begeistert ist und es ihr am Ende gelingt, der Seniorenresidenz zu „entkommen“.

Die Zuschauer erleben eine Aufführung, die allerlei Denkanstöße und Impulse geben kann und bewusst Fragen zur Entwicklung der Gesellschaft aufwirft – es sei denn, man verschließt seine Augen und nimmt die Dinge nach der Liedzeile „Kindchen, du musst nicht so schrecklich viel denken!“ einfach hin. Nach etwa 140-minütiger Premiere wurden die Akteure auf der Bühne mit freundlichem Applaus bedacht, das Kreativteam bekam auch ganz vereinzelt Unmutsäußerungen zu hören. Wer sich mit der Inszenierung überhaupt nicht anfreunden konnte, hatte das Kleine Haus bereits zur Pause verlassen. „Der Vetter aus Dingsda“ steht mit insgesamt neun Vorstellungen bis 25. März 2018 am Musiktheater im Revier auf dem Spielplan, wovon die Mehrzahl allerdings bereits vor der Premiere ausverkauft gewesen ist.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Tag des offenen Denkmals 2018

Anmeldephase für Veranstalter am Denkmaltag hat begonnen

1984 rief Kulturminister Jack Lang in Frankreich die „Journées Portes ouvertes dans les monuments historiques“ ins Leben. Aufgrund der großen Resonanz in der Bevölkerung folgten in den nächsten Jahren u. a. die Niederlande, Schweden, Dänemark und Belgien dem Beispiel. So griff der Europarat den Gedanken auf und rief 1991 die „European Heritage Days“ ins Leben. Seit 1993 öffnen in Deutschland am zweiten Sonntag im September zum „Tag des offenen Denkmals“ mehrere tausend historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen. Unter dem Motto „Macht und Pracht“ haben 2017 rund 3,5 Millionen Besucher die Gelegenheit genutzt, um sich die rund 7.500 historischen Gebäude, archäologischen Stätten sowie Gärten und Parks anzuschauen, die am 10. September 2017 ihre Türen geöffnet hatten. Mit dem Tag des offenen Denkmals soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und Interesse für die Belange der Denkmalpflege geweckt werden.

Plakatmotiv 2018, © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Im Jubiläumsjahr „25 Jahre Tag des offenen Denkmals in Deutschland“ steht die Kulturaktion am 9. September 2018 unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“. Damit nimmt das Thema explizit Bezug auf den Slogan des Europäischen Kulturerbejahrs in Deutschland „Sharing Heritage“. Veranstalter wie Besucher können in diesem Jahr Fragen auf den Grund gehen wie: Welche europäischen Einflüsse lassen sich in unserer Denkmallandschaft finden? Oder welche länderübergreifend tätigen Baumeister prägten unsere Städte und Dörfer? Und welche Hinweise auf Verbindungen jedweder Art lassen sich bei archäologischen Fundorten und Fundgütern ablesen? Die Antworten geben Baustile, Stilelemente, Materialien, technische oder künstlerische Fertigkeiten.

Ochsenhausen (Baden-Württemberg), die Malletlokomotive 99 633 von 1899 steht unter Denkmalschutz. Diese Lokomotivbauart wurde nach ihrem Erfinder, dem Schweizer Ingenieur Jules T. Mallet, benannt. Sie ist bis heute in vielen Ländern Europas bei Museumsbahnen im Einsatz. © Gerhard Baum

Die Anmeldung erfolgt unter www.tag-des-offenen-denkmals.de oder schriftlich bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2018. Die Stiftung stellt kostenfrei für die Werbung vor Ort Plakate und weitere Materialien zur Verfügung.

Neuwegersleben (Sachsen-Anhalt), die Telegraphenstation war die Nummer 18 von insgesamt 62 Stationen der königlich-preußischen optischen Telegraphenlinie Berlin-Koblenz. Sie war in der Zeit von 1833 bis 1849 in Betrieb. © Marlies Müller

Dienstag, 6. Februar 2018

„Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“

Sonderausstellung im LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs

Es gab Zeiten, da wurde die Türkei von Deutschland aus vor allem als Urlaubsland wahrgenommen, doch das Land hat in den letzten Jahrzehnten einen rasanten Wandel erfahren, nicht nur politisch. Das LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs in Solingen-Merscheid zeigt in der Ausstellung „Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“ in der Zeit vom 8. September 2017 bis zum 25. März 2018 etwa 120 Bilder, Skulpturen und Fotografien von jungen Künstlerinnen und Künstlern aus der Türkei. Ihre Werke thematisieren die brachialen Veränderungen Anatoliens, die durch die rasante industrielle Entwicklung in der Türkei ausgelöst wurden.

Eingangsbereich zur Ausstellung „Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“ in der Gesenkschmiede Hendrichs

Die künstlerischen Themen
Diese Umbrüche bedeuten für die Künstlerinnen und Künstler immer auch Lebenswirklichkeit und führen zu ganz unterschiedlichen, sehr subjektiven und manchmal auch provokanten künstlerischen Ausdrucksformen, die in den 120 Werken in der Ausstellung zu sehen sind. Die Arbeiten verdeutlichen die tiefe Zerrissenheit zwischen Tradition und Moderne, zwischen Aufbruch und Rückschritt, zwischen handwerklichem Ethos und beschleunigter industrieller Arbeitswelt. Baustellen und Industrieanlagen erscheinen als dunkle und elende Kolosse, als ölige, schmutzige und fremde Maschinerie. Die Menschen fühlen sich ihrer Heimat entfremdet. Sie haben ihre Individualität verloren und leben entwurzelt in einer zerstörten und lebensfeindlichen Umwelt. Doch nicht allein zunehmende Anonymität und soziales Elend, sondern auch die faszinierende Ästhetik moderner Industriebauten oder der Wandel der Alltagswelt in Werkstätten und Kaffeehäusern werden in den Blick genommen. Die Kunstwerke bringen Stimmungen nahe, werfen Fragen auf, ermuntern zum Nachdenken oder schaffen auch Irritationen und Ungewissheiten. „Es sind Bilder, die der Betrachter lesen kann“, so Ingo Nitzsche, der Kurator der Ausstellung.

„Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“, Gözde Yurdunmalı, „Dort“, 2013, Acryl auf Leinwand

Industriemuseum und Kunst
Um sich dem Thema „Arbeit und Industrialisierung in Anatolien“ zu nähern, wurde das Medium der Kunst bewusst ausgewählt. Um menschliche Gefühle, Ängste oder Mentalitäten zu veranschaulichen, greifen die klassischen Ausstellungsobjekte eines Industriemuseums – etwa der Henkelmann oder die Bohrmaschine – oftmals zu kurz. Die Kunst hingegen ist ein äußerst sensibler Seismograph, der die Verzweiflung und Ratlosigkeit oder auch die Hoffnungen und Träume angesichts gewaltiger gesellschaftlicher Umwälzungen eindringlich nahe zu bringen vermag.

„Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“, Dilek Yavuz, „Schwimmbad“, 2014, Öl auf Leinwand

Industrialisierung und Wirtschaft in der Türkei
Während des osmanischen Reiches war die Türkei nur sehr marginal industrialisiert. Nach Gründung der türkischen Republik im Jahre 1923 erfolgte unter Mustafa Kemal Atatürk (* 1881 in Selânik, † 10. November 1938 in Istanbul) ein erster Industrialisierungsprozess, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg fortsetzte. Joint-Venture Unternehmungen namhafter Konzerne wie Ford, MAN oder Bosch forcierten in den 1960er- und 1970er-Jahren diese Entwicklung. Wachstumsraten von teilweise mehr als zehn Prozent führten zu einer starken Verstädterung, während gleichzeitig die Arbeitslosigkeit auf dem Land in die Höhe schnellte und die Arbeitsmigration nach Westeuropa auslöste. In den türkischen Industriegebieten herrschten Arbeitsbedingungen wie im Frühkapitalismus. Berüchtigt waren die Dumpinglöhne der bedeutenden türkischen Schiffbau-Industrie und die unzulängliche Arbeitssicherheit, wie sie noch am 13. Mai 2014 zu dem Unglück im Braunkohle­bergwerk Eynez in Soma führte, bei dem 301 Bergleute starben.

„Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“, Duygu Akyol, „Stadt für einen Menschen I“, 2010, Öl auf Leinwand

„Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“, Duygu Akyol, „Stadt für einen Menschen II“, 2010, Öl auf Leinwand

Heute entfallen 90 Prozent der türkischen Exporte auf Industriegüter. Größte Exportbranche sind die Automobil- und deren Zulieferindustrie. Daneben spielt die türkische Bekleidungsindustrie eine wichtige Rolle und auch 40 Prozent der Fernsehgeräte, die in Westeuropa verkauft werden, stammen aus der Türkei.

„Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“, Dilek Yavuz, „Protest“, 2014, Öl auf Leinwand

Veranstaltungen rund um die Ausstellung
Die Ausstellung wird ergänzt durch ein Begleitprogramm mit Führungen für Erwachsene und Kinder, das Kinderfest unter dem Motto „Alles bunt – Kinder machen Kunst“ am 3. März 2018, der Vortrag „Türkische Frauen in Deutschland“ vonYunus Ulusoy von der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen am 8. März 2018 (Weltfrauentag) sowie der Familiennachmittag mit türkischem Schattentheater am 18. März 2018.

„Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“, Blick in die Ausstellung

Bereits in den letzten Jahren hat sich das LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs mit verschiedenen Veranstaltungsangeboten erfolgreich dafür eingesetzt, die Einwanderungsgesellschaft als Zielpublikum zu gewinnen. Die neue Ausstellung „Arbeitswelt und Industrialisierung aus der Sicht junger Künstler“ trägt dazu bei, dieses Anliegen weiter zu festigen.

„Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“, Mert Ege Köse, „Arbeiter“, 2015, 30 Masken in Aluminium-Vollguss, Leihgabe von ASAŞ SANAT Istanbul und Sakarya, Detail

Die Ausstellung wurde von Ingo Nitzsche aus Stühlingen kuratiert. Er verfügt über gute Kontakte zur jungen Kunstszene in der Türkei und hat die Werke zusammen mit den Künstlerinnen und Künstlern vor Ort ausgewählt. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Porzellanikon Staatliches Museum für Porzellan Selb realisiert, wo sie vom 20. Februar bis 22. Mai 2016 zu sehen war. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit dem LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt, TECHNOSEUM Mannheim und dem Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim).

„Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“, Elif Aradaş, „Arbeiter“, 2015, Kohlestift auf zwei Leinwänden

„Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“, Füruzan Şimşek, „Ohne Titel“, 2010, Mischtechnik auf Leinwand

Die Sonderausstellung „Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“ in der Gesenkschmiede Hendrichs ist bis 25. März 2018 dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt 3 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt. Eine Kombikarte zum Besuch der Sonder- und Dauerausstellung ist für 6 Euro erhältlich.

„Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“, Zehra Serbest, „Zahnräder und das osmanische Haliç-Motiv“, 2003, Wandrelief mit Unterglasurbemalung

Weitere Informationen unter www.industriemuseum.lvr.de.

Sonntag, 4. Februar 2018

Vorschau: „Der Vetter aus Dingsda“ am Musiktheater im Revier

„Der Vetter aus Dingsda“ – nach einem Lustspiel von Max Klempner-Hochstädt; Musik: Eduard Künneke; Libretto: Herman Haller (eigentlich Hermann Freund) und Fritz Oliven („Rideamus“); Regie: Rahel Thiel; Ausstattung: Elisabeth Vogetseder; Dramaturgie: Gabriele Wiesmüller; Musikalische Leitung: Thomas Rimes. Darsteller: Anke Sieloff (Julia de Weert), Cornel Frey (August Kuhbrot, der erste Fremde), Christa Platzer (Hannchen, Freundin von Julia), Tobias Glagau (Roderich de Weert, der zweite Fremde), Joachim Gabriel Maaß (Josef Kuhbrot, genannt „Josse“, Onkel von Julia), Gudrun Schade (Wilhelmine Kuhbrot, genannt „Wimpel“, dessen Frau), Urban Malmberg (Egon von Wildenhagen), Ingo Schiller (Diener Hans), Sebastian Schiller (Diener Karl). Uraufführung: 15. April 1921, Theater am Nollendorfplatz, Berlin. Premiere: 9. Februar 2018, Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen.



„Der Vetter aus Dingsda“


Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt…


Operettenkomponist Eduard Künneke (* 27. Januar 1885 in Emmerich, † 27. Oktober 1953 in Berlin) hat in den goldenen 1920er-Jahrer in Berlin mit der Operette „Der Vetter aus Dingsda“ sein mit Abstand erfolgreichstes Stück komponiert, das Libretto stammt von Herman Haller (* 24. Dezember 1871 in Berlin, † 5. Mai 1943 in London), von 1914 bis 1923 Direktor des Theaters am Nollendorfplatz Berlin, und dem unter dem Pseudonym „Rideamus“ in Berlin lebenden jüdischen Jurist und Schriftsteller Fritz Oliven (* 10. Mai 1874 in Breslau, † 30. Juni 1956 in Porto Alegre, Brasilien). Herman Haller hatte Eduard Künneke zwei Jahre vor der Uraufführung am 15. April 1921 an das Theater am Nollendorfplatz verpflichten können. Johannes Schild hat die Operette für Salonorchester bearbeitet, die Fassung wurde erstmals am 20. März 2004 am Theater Hagen aufgeführt. „Der Vetter aus Dingsda“ wurde mehrfach verfilmt, zuletzt 1970 von Willy van Hemert mit Mieke Bos (Julia de Weert), die tatsächlich in Weert in den Niederlanden geboren wurde, und Brigitte Mira und Willy Millowitsch als Wilhelmine und Josef Kuhbrot.

Plakatmotiv „Der Vetter aus Dingsda“, Tobias Glagau. © Pedro Malinowski

Die junge, reiche Erbin Julia de Weert erwartet in Südholland sehnsüchtig ihre Volljährigkeit und die Rückkehr ihres Vetters Roderich, der vor sieben Jahren nach Batavia (heute Jakarta) in der Kolonie Niederländisch-Indien – der unter niederländischer Herrschaft stehende Vorläufer der Republik Indonesien – abgereist war und dem sie ewige Treue geschworen hatte. Julia kann sich den Ort nicht merken und nennt ihn daher einfach „Dingsda“. Ihr Onkel „Josse“ hat für sein Mündel jedoch ganz andere Heiratspläne: Sein Neffe August Kuhbrot soll Julias Herz gewinnen und durch die Heirat ihr Geld. Julias zweiter Vormund will sie mit seinem Sohn Egon von Wildeshagen verheiraten, doch Julia träumt lieber weiter von ihrer Jugendliebe Roderich. Am Abend ihrer Volljährigkeit taucht ein geheimnisvoller, attraktiver Fremder auf, der von sich behauptet, „nur ein armer Wandergesell“ zu sein. Der ist zwar in Wirklichkeit August Kuhbrot, der von Onkel „Josse“ und Tante „Wimpel“ bevorzugte Hereitskandidat, doch als er sich diesen als ihr Neffe vorstellt, halten sie ihn für den aus Batavia zurückgekehrten „Roderich de Weert“, und auch Julia akzeptiert bald seinen Vorschlag, nicht so schrecklich viel zu denken und ihn stattdessen zu küssen. Da platzt Egon von Wildeshagen mit der Nachricht herein, dass Roderich de Weert noch gar nicht angekommen sein könne, da sein Schiff aus Batavia erst heute im Hafen einlaufe. Der Wandergesell gesteht, nicht Julias geliebter Vetter Roderich zu sein, woraufhin sie ihn seiner Wege ziehen lässt, obwohl sie ihn liebt, da sie sich an ihren Treueschwur gebunden fühlt. Als ein zweiter Fremder am Schloss auftaucht, verliebt sich Julias Freundin Hannchen auf der Stelle in ihn. Er stellt sich als Roderich de Weert vor, daher rät ihm Hannchen eigennützig, sich Julia als „August Kuhbrot“ vorzustellen, damit sie ihn auf der Stelle ablehnt. Nach einigen Verwicklungen klärt sich schließlich die wahre Identität der beiden Fremden auf, und so wird August Kuhbrot zukünftig Julias „Roderich“ sein und Hannchen bekommt den echten Roderich.

Die junge Regisseurin Rahel Thiel (* 1990 in Leipzig), die seit der Spielzeit 2015/16 als Regieassistentin und Abendspielleiterin am Musiktheater im Revier engagiert ist und dort mit „The Turn of the Screw“ (Premiere 10. September 2016) ihr Hausdebüt als Regisseurin gab, geht mit den Best Agern aus dem Ensemble des Musiktheater im Revier und einigen wenigen Gästen – Gudrun Schade als Wilhelmine Kuhbrot und Cornel Frey als August Kuhbrot – der Frage nach, was passiert, wenn man nicht nur sieben Jahre auf seine große Liebe wartet, sondern 70 Jahre, sein ganzes Leben lang. Die Inszenierung soll „mal heiter-melancholisch, mal tragisch-komisch das Älterwerden von Menschen mit seinen ungenutzten Chancen“ beschreiben. Nun ist es gängige Praxis, eine Inszenierung nicht vor ihrer Premiere zu beurteilen, aber wie könnte man nach dem Besuch des „Premierenfiebers“ seinen persönlichen Eindruck aus einer Vorberichterstattung heraushalten? Um es kurz zu halten, mir ist das Lachen im Hals stecken geblieben, als ausgerechnet der Schwächste der Gruppe von Senioren, der Blinde zu hören bekommt: „Mann o Mann, an dir ist wirklich nichts dran, und was dran ist, das ist nicht zu brauchen.“ Inklusion geht anders, political correctness sieht anders aus, und ich bin sehr gespannt auf die Reaktionen des Publikums, wo sicher viele ältere Menschen anzutreffen sein werden.

Samstag, 3. Februar 2018

7. Humboldt-Kulturnacht in der Gesenkschmiede Hendrichs

„Arbeitswelt und Industrialisierung“

Zum 7. Mal war die Partnerschule des LVR-Industriemuseums Gesenkschmiede Hendrichs – das Solinger Humboldtgymnasium – am 2. Februar 2018 am Abend mit seinem Kulturnacht-Programm im Museum zu Gast. Seit Oktober 2003 besteht die Kooperation mit dem Humboldtgymnasium Solingen, und seit 2005 findet alle zwei Jahre die Humboldt-Kulturnacht mit dem von Schülerinnen und Schülern erarbeiteten und auf das Museum abgestimmten Programm dort statt. „Arbeitswelt und Industrialisierung Anatoliens aus der Sicht junger Künstler“ lautet der Titel der aktuellen Sonderausstellung (8. September 2017 bis 25. März 2018) im LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs, dem­ent­sprechend hatten sich Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften in 34 Projektgruppen in der Projektwoche vom 29. Januar bis 2. Februar 2018 mit unterschiedlichen Aspekten des Themas „Arbeitswelt und Industrialisierung“ wie Kinderarbeit oder Arbeitsbedingungen und Produktionsweisen in der Vergangenheit befasst, um ihre Ergebnisse am Freitagabend der Öffentlichkeit zu präsentieren. Jeweils mehr als 2.000 Gäste sollen die vorherigen Kulturnächte besucht haben. Wie viele es dieses Jahr gewesen sind, wird womöglich niemand genau gezählt haben, aber auf alle Fälle war es in der Gesenkschmiede Hendrichs „gerammelt voll“.

Mächtig Dampf im Kessel bei der 7. Humboldt-Kulturnacht in der Gesenkschmiede Hendrichs, Dampfkessel, Zweiflammrohrkessel, Jacques Piedboeuf GmbH, Düsseldorf

Auf zwei Bühnen in der Schmiede und im ehemaligen Schlüssel­lager der historischen Fabrik wurde zusätzlich ein abwechslungsreiches Programm mit Theater, Lesung, Tanz und Musik geboten, so dass es unmöglich war, alle Programmpunkte und deneben alle Projektpräsentationen anzuschauen. Wer die Wahl hat, hat die Qual…

7. Humboldt-Kulturnacht im ehemaligen Schlüssellager der historischen Fabrik, „Wheels of fortune“

Das Humboldgymnasium bietet Literatur als Alternative zu den Fächern Kunst und Musik an. Zum Ende des Schuljahres wird häufig ein Theaterstück mit dem ganzen Kurs aufgeführt.

7. Humboldt-Kulturnacht im ehemaligen Schlüssellager der historischen Fabrik, „Wheels of fortune“

7. Humboldt-Kulturnacht im ehemaligen Schlüssellager der historischen Fabrik, „Die Blockflöte gestern und heute“

7. Humboldt-Kulturnacht im Rohwarenlager der historischen Fabrik

7. Humboldt-Kulturnacht in der Schmiede der historischen Fabrik

Die Bühne in der Schmiede war bei allen Programmpunkten von Zuschauern umringt, daher gibt es an dieser Stelle lediglich ein paar Impressionen aus dem „Backstage-Bereich“.

7. Humboldt-Kulturnacht in der Schmiede der historischen Fabrik, „Schuften statt Schule – Kinder im Alltag des Industriekapitalismus, eine Tanztheaterstück“

Im Projekt Tanztheater hatten sich Schülerinnen – ich habe bei den Präsentationen keine Schüler gesehen – mit der sozialen Situation der Arbeiter und Kinder zur Zeit der Industrialisierung auseinander­gesetzt und diese tänzerisch umgesetzt.

7. Humboldt-Kulturnacht in der Schmiede der historischen Fabrik, „Schuften statt Schule – Kinder im Alltag des Industriekapitalismus, eine Tanztheaterstück“

7. Humboldt-Kulturnacht im ehemaligen Schlüssellager der historischen Fabrik, „Wheels of fortune“

7. Humboldt-Kulturnacht in der Schmiede der historischen Fabrik, „Maschinenmusik“ für Symphonieorchester und ein Stück Schiene

7. Humboldt-Kulturnacht im ehemaligen Schlüssellager der historischen Fabrik