Samstag, 21. April 2018

Inhaltsverzeichnis 2018

Da sich das Inhaltsverzeichnis als Startseite in den vergangenen Jahren bewährt hat, gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Index. Never touch a running system!

„Tour de Rü“ 2018

15. Rüttenscheider Oldtimer-Ausfahrt

Pokal für den Gesamtsieger

Zum fünfzehnten Mal fand am Samstag, 21. April 2018 die sowohl bei Fahrern als auch beim Publikum beliebte „Tour de Rü“ statt, eine von der Interessengemeinschaft Rüttenscheid e. V. veranstaltete Oldtimerausfahrt, die in diesem Jahr von Essen-Rüttenscheid zum Wasserschloss Moyland am Niederrhein in der Nähe des Städtchens Bedburg-Hau – bekannt durch die Provinzial Heil- und Pflegeanstalt, heute LVR-Klinik Bedburg-Hau – und wieder zurück nach Rüttenscheid führte.

AC Cobra, Baujahr 1963, V8-Motor, 4,3 Liter, 350 PS

Die erste Gelegenheit für Zuschauer, die 134 historischen Automobile und neun Motorräder in Augenschein zu nehmen, bestand vor dem Start im Stadtgarten an der Philharmonie, wobei die Fahrer bereits um 9 Uhr zu ihrer Ausfahrt aufbrachen.

BMW 328, Baujahr 1937, Sechszylinder-Reihenmotor, 1.971 cm³, 80 PS

Seit der ersten „Tour de Rü“ im Jahr 2004 besteht die Baujahrsgrenze von 1965, die beiden ältesten Fahrzeuge waren in diesem Jahr ein Austin Seven Chummy und ein OM 665 S3 „Superba“, beide Baujahr 1927. 19 Fahrzeuge des diesjährigen Starterfeldes sind jünger bzw. es ist gar kein Baujahr im Programmheft angegeben, in diesen Fällen kann man anhand des Produktionszeitraums vermuten, dass sie jünger sind. Und noch eine Zahl für „Wiederholungstäter“: Etwa zwei Drittel der teilnehmenden Fahrzeuge (67,9 % der Automobile und 62,5 % der Motorräder) sind auch bei der „Tour de Rü“ 2017 mitgefahren.

Mercedes-Benz Typ 630 Pullman, Baujahr 1928, Sechszylinder-Reihenmotor, 6.240 cm³, 160 PS

Morgan 4-4 Drophead Coupé, Baujahr 1950, 1.267 cm³, 40 PS

OM 665 S3 „Superba“, Baujahr 1927, Sechszylinder-Reihenmotor, 2,3 Liter, 62 PS

Porsche 956 B Roadster, Baujahr 1962, Vierzylinder-Boxermotor, 1.577 cm³, 90 PS

Renault R4, Vierzylinder-Reihenmotor, 645 cm³, 26 PS

Rover 14 Sports Saloon, Baujahr 1945, Sechszylinder-Reihenmotor, 1.901 cm³, 54 PS

Mural „Weltbaustellen“ von BASTARDILLA, Kolumbien, und Gabor Doleviczenyi, Essen, Dreilindenstraße

Auf dem Parkplatz P2 am Giradet Haus bestand für die Daheim­ge­bliebenen erneut die Gelegenheit, die von der Ausfahrt zurückgekehrten Fahrzeuge in Augenschein zu nehmen und mit den Fahrern ins Gespräch zu kommen. Wie bereits in den vergangenen Jahren boten die Treckerfreunde Essen dort „Rundfahrten“ (über den Parkplatz) auf historischen Treckern an.

Alfa Romeo Giulietta Sprint, Produktionszeitraum 1954 bis 1964, Vierzylinder-Reihenmotor, 1.290 cm³, 80 PS

Austin-Healey Sprite Mark I („Froschauge“), Produktionszeitraum 1958 bis 1961, 948 cm³, 43 PS

BMW R 90 S, Produktionszeitraum 1973 bis 1976, Zweizylinder-Boxermotor, 898 cm³, 49 kW/67 PS, 198 km/h

DKW 3=6 Monza, Baujahr 1958, Dreizylinder-Reihenmotor, 980 cm³, 32 kW/44 PS, ca. 145 km/h

Mercedes-Benz SS Rennsport (W 06), Baujahr 1929, Sechszylinder-Reihenmotor, 7.200 cm³, 180 PS, mit Kompressor 225 PS

Mercedes-Benz 220 Cabriolet B (W 187), Baujahr 1952, Sechszylinder-Reihenmotor, 2.195 cm³, 80 PS

OM 665 S3 „Superba“, Baujahr 1927, Sechszylinder-Reihenmotor, 2,3 Liter, 62 PS

Porsche 356 B 1600 S-90, Baujahr 1961, Vierzylinder-Boxermotor, 1.582 cm³, 90 PS, 180 km/h

Porsche 911 Carrera 4S Cabriolet (Typ 991.2), Erstzulassung Februar 2018, Sechszylinder-Boxermotor, 2.981 cm³, 309 kW/420 PS, 305 km/h

Renault 4 TL, Produktionszeitraum 1961 bis 1992, Vierzylinder-Reihenmotor, 839 cm³, 39 PS

Riley Brooklands Spec, Baujahr 1938, 2.496 cm³, 100 PS

Volkswagen Typ 147 Fridolin, Baujahr 1969, Vierzylinder-Boxermotor, 1.184 cm³, 34 PS

Volvo PV 544 („Buckelvolvo“), Baujahr 1963, 1.775 cm³, 100 PS

Donnerstag, 19. April 2018

„Peter Behrens – Kunst und Technik“

LVR-Industriemuseum zeigt Ausstellung zu Peter Behrens – dem Wegbereiter der Moderne

„Die Industrie hat es in der Hand, durch das Zusammenführen von Kunst und Technik Kultur zu schaffen.“
Peter Behrens

Ehemaliges Verwaltungsgebäude und Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte in Oberhausen, 1921 – 1925. Im Vordergrund Teile eines Walzwerks der Produktionsanlagen bei den „Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG“, vorm. „Westfälisches Nickelwalzwerk Fleitmann, Wille & Co.“ in Schwerte (Ruhr). Ohne Datierung

Ehemaliges Verwaltungsgebäude und Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte in Oberhausen, 1921 – 1925

Peter Behrens (* 14. April 1868 in Hamburg, † 27. Februar 1940 in Berlin) zählt zu den bedeutendsten deutschen Architekten und war ein Pionier des modernen Designs. Anlässlich seines 150. Geburtstags widmet ihm das LVR-Industriemuseum ab dem 28. April 2018 eine neue Dauerausstellung mit dem Titel „Peter Behrens – Kunst und Technik“ im Peter-Behrens-Bau in Oberhausen.

„Peter Behrens – Kunst und Technik“, Wohnhaus Behrens in der Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe bei Darmstadt, 1900 – 1901, Depositum Hochschule Düsseldorf, Peter Behrens School of Arts

„Peter Behrens – Kunst und Technik“, Wohnhaus Behrens in der Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe bei Darmstadt, 1900 – 1901, Depositum Hochschule Düsseldorf, Peter Behrens School of Arts

Das künstlerische Schaffen von Peter Behrens umfasst fast alle Bereiche der Gestaltung: Möbel, Keramik, Porzellan und Bestecke, Kleider, Tischdecken und Servietten sowie Gebrauchsgrafik und Plakate. Als Künstlerischer Berater der AEG prägte er deren Corporate Design. In Behrens’ Atelier nahmen die Karrieren der späteren Bauhaus-Künstler Walter Gropius, Mies van der Rohe und Adolf Meyer ihren Anfang. Le Corbusier zählte für einige Zeit zu seinen Mitarbeitern.

„Peter Behrens – Kunst und Technik“, Kleid, Entwurf Peter Behrens

„Peter Behrens – Kunst und Technik“, Blick in die Ausstellung

„Peter Behrens – Kunst und Technik“, die lachende Kaffeekanne von Kaiser’s Kaffee, Entwurf Peter Behrens, 1914


Kunst für die Industrie

Die Verbindung von Kunst und Technik war Behrens’ zentrales Anliegen, das er in zahlreichen Schriften und öffentlichen Vorträgen diskutierte. Heute noch gebräuchliche Firmenlogos für AEG und MAN und der Schriftzug „Dem Deutschen Volke“ am Reichs­tags­gebäude in Berlin stammen aus seiner Feder, genauso wie die Entwürfe für die AEG-Turbinenhalle in Berlin-Moabit, das Hoechst-Verwaltungsgebäude in Frankfurt/Main und das Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte in Oberhausen, das heute als Peter-Behrens-Bau das Sammlungdepot des LVR-Industrie­museums beherbergt. Die dortige Dauerausstellung wurde völlig neu konzipiert und um neue Exponate und Leihgaben ergänzt.

„Peter Behrens – Kunst und Technik“, AEG-Tischventilator, Entwurf Peter Behrens, um 1908

Mit der Einstellung des Künstlers und Architekten Peter Behrens im Jahr 1907 schuf die damalige „Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft“ als erstes Unternehmen überhaupt die Stelle eines „Künstlerischen Beirats“. Peter Behrens, Direktor der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule und Mitbegründer des Deutschen Werkbundes, zeichnete bei AEG bis 1914 verantwortlich für grundlegende, umfassende Neuerungen, die das Erscheinungsbild des Unternehmens über Jahrzehnte hinweg prägen sollten.

„Peter Behrens – Kunst und Technik“

„Peter Behrens – Kunst und Technik“, AEG-Tee- und Wasserkessel, Entwurf Peter Behrens, 1909


Architektur und Design

Die neue Ausstellung im 5. Obergeschoss des Peter-Behrens-Baus präsentiert eigens nach Originalentwürfen entwickelte Architektur­modelle, die von der Peter Behrens School of Arts der Hochschule Düsseldorf umgesetzt worden sind, sowie zahlreiche aktuelle und historische Fotografien seiner Bauten. Hinzu kommen etliche Exponate aus der Sammlung des LVR-Industriemuseums, darunter frühe Haushaltsgegenstände im Jugendstil und technische Geräte für namhafte Firmen wie AEG oder Villeroy & Boch sowie Leihgaben aus anderen Instituten und von Privatsammlern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Behrens’ Schaffen als Architekt und Industriedesigner.

„Peter Behrens – Kunst und Technik“, AEG-Synchronuhr, Entwurf Peter Behrens, um 1910

„Peter Behrens – Kunst und Technik“, AEG „Große Sparbogenlampe“, Entwurf Peter Behrens

„Peter Behrens – Kunst und Technik“, Turbinenhalle der AEG in Berlin-Moabit, 1908 – 1909


Auftakt zum Jubiläumsjahr „100 jahre bauhaus im westen“

„Peter Behrens – Kunst und Technik“ bildet zusammen mit den Ausstellungen „#alleskönner. Peter Behrens zum 150. Geburtstag“ (17. März bis 1. Juli 2018) im Museum für Angewandte Kunst in Köln (MAKK) und „Das Praktische und das Ideale“ (18. Mai bis 14. Oktober 2018) in den Kunstmuseen Krefeld/Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld den Prolog zum NRW-Verbundprojekt „100 jahre bauhaus im westen. Gestaltung und Demokratie. Neubeginn und Weichenstellungen im Rheinland und in Westfalen“. Am 12. April 1919 aus der Vereinigung der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst in Weimar und der 1915 aufgelösten Kunstgewerbeschule Weimar entstanden, 1925 nach Dessau umgezogen und 1933 in Berlin unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen, bestand das Bauhaus nur 14 Jahre und gilt heute weltweit als Heimstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst. Als Beitrag zu dem Verbundprojekt „100 jahre bauhaus im westen“ soll im Peter-Behrens-Bau die Ausstellung „Stoff und Form“ (19. Mai 2019 bis 23. Februar 2020) in Kooperation mit dem Deutschen Kunststoff-Museum gezeigt werden.

„Peter Behrens – Kunst und Technik“, Technisches Verwaltungsgebäude der Hoechst AG in Frankfurt-Höchst, 1921 – 1925, Depositum Hochschule Düsseldorf, Peter Behrens School of Arts

Die neuen Architekturmodelle im Maßstab 1:200 (Industriebauten aus Platane) und im Maßstab 1:100 (Wohn- und Verwaltungs­bauten aus Hainbuche) wurden 2015 von Studenten des Seminars Öffentlichkeitsarbeit von Prof. Dr. Thorsten Scheer​ in den Werkstätten für Modellbau und Prototypen des Fachbereichs Architektur und Innenarchitektur der Peter Behrens School of Arts auf zwei CNC-Fräsen hergestellt. Einige der Architekturmodelle sind noch bis 5. Mai 2018 für die Ausstellung „Peter Behrens. Das Nürnberger Intermezzo“ an das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg ausgeliehen, beispielsweise das Modell der Tabakfabrik der Österreichischen Tabakregie in Linz, Behrens’ letzter Industriebau.

„Peter Behrens – Kunst und Technik“, Blick in die Ausstellung

„Peter Behrens – Kunst und Technik“

„Peter Behrens – Kunst und Technik“ im LVR-Industriemuseum Peter-Behrens-Bau ist vom 28. April bis 15. September 2018 Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben im LVR-Industriemuseum freien Eintritt. Ab 18. September 2018 wird der Peter-Behrens-Bau mit der Eröffnung der Ausstellung „Stoffwechsel – Die Ruhrchemie in der Fotografie“ (16. September 2018 bis 17. März 2019) im 1. Obergeschoss des Peter-Behrens-Baus regulär von Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet sein. Die Ausstellung wird eine Auswahl des erhaltenen Foto­be­standes der Ruhrchemie AG und ihrer Nach­folge­gesell­schaften in Oberhausen zeigen und ist eine Gemeinschafts­aus­stellung mit der LUDWIGSGALERIE Schloss Oberhausen. Beide Ausstellungsorte sollen durch einen neu angelegten industriehistorischen Pfad miteinander verbunden werden.

Gasometer Oberhausen, Aussicht aus dem 5. Obergeschoss des Peter-Behrens-Baus

Zur Ausstellung entsteht eine Publikation „Peter Behrens 1868/2018“ in Kooperation mit dem MAK Köln und den Kunstmuseen Krefeld (Deutsch/Englisch) im Verlag Kettler, Dortmund, ISBN 978-3-86206-695-7. In 12 Themenheften, die in einem Schuber zusammengeführt werden, beleuchtet jedes Haus jeweils neue Aspekte in Behrens’ Schaffen. In Oberhausen sind die Themenhefte „Der „große Stil“ und die Form. Peter Behrens als Autor“ (Autor Thorsten Scheer), „Tektonische Ambivalenz. Die AEG-Turbinenfabrik von Behrens“ (Autor Carsten Krohn) und „Sachlichkeit und Expressionismus. Behrens’ Bauten in Oberhausen und Frankfurt-Höchst“ (Autor Holger Klein-Wiele) auch einzeln erhältlich.

Schwertransport für den Frieden

Dessauer Friedensglocke kommt für die Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ nach Münster

Mit der Friedens- und Freiheitsglocke Dessau kommt ein Ausstellungsstück vor das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster, das deutsche Geschichte geschrieben hat. Anlässlich der Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ (28. April bis 2. September 2018) ist die Glocke in den nächsten Monaten vor dem Eingang am Domplatz zu sehen.

Die Friedensglocke auf dem Platz der Deutschen Einheit vor dem Rathaus in Dessau

Als Zeichen des Friedens und der Freiheit hängt die Glocke seit 2002 auf dem Platz der Deutschen Einheit in der Innenstadt von Dessau. Erstmals verlässt jetzt die Glocke ihren geschichtsträchtigen Ort und kommt während der Laufzeit der Ausstellung nach Münster. Das vier Tonnen schwere Exponat besteht aus Hunderten von Waffen (1250 Sturmgewehre, 174 Maschinengewehre, 87 Panzerbüchsen und 171 Pistolen) der Nationalen Volksarmee der ehemaligen DDR. 1990 überrollte ein Panzer die Waffen und machte sie dadurch unschädlich. Der eingeschmolzene Waffenstahl wurde 2002 durch Spendensammlungen des Kuratoriums „Friedensglocke Dessau e. V.“ nach Entwürfen des Glockengießmeisters Rudolf Perner zu einer Glocke gegossen. Die Inschrift lautet: „Ich läute für Frieden und Freiheit + Ohne Freiheit kein Frieden + Ohne Frieden keine Freiheit + Keine Gewalt“. Diese Worte weisen auf die Wende in der DDR im Herbst 1989 hin.

Die Friedensglocke aus Dessau steht während der Ausstellungslaufzeit vor dem Museumseingang am Domplatz. Die Inschrift der aus eingeschmolzenen Waffen gegossenen Glocke lautet: „Ich läute für Frieden und Freiheit + Ohne Freiheit kein Frieden + Ohne Frieden keine Freiheit + Keine Gewalt“. Im Bild v. l. n. r. Dr. Hermann Arnhold, Direktor LWL-Museum für Kunst und Kultur, Lothar Ehm, Kuratorium Friedensglocke Dessau e. V., Dr. Thomas Flammer, Bistum Münster.
Foto: LWL/Anne Neier

Die Idee zu der ungewöhnlichen Ausleihe hatte das Bistum Münster, einer der fünf Ausstellungspartner, das im Altbau des Museums seine Ausstellung „Frieden. Wie im Himmel so auf Erden?“ zeigt. Der Projektleiter der Bistums-Ausstellung, Prof. Dr. Thomas Flammer: „Die Dessauer Friedensglocke ist ein sichtbares Zeichen für die Ausstellungskooperation, die sich nicht auf die Museumsräume beschränkt, sondern auch im öffentlichen Raum sichtbar wird.“ Der Direktor des LWL-Museums für Kunst und Kultur, Dr. Hermann Arnhold, weist auf die Tradition des Hauses hin, Ausstellungsstücke auch außerhalb der Institution Museum zu zeigen. „Mit der Kunst auf die Vorplätze des Museums zu gehen, kommt bei den meisten Besucherinnen und Besuchern gut an, wie wir bei den Ausstellungen „Henry Moore. Impuls für Europa“ und „Homosexualitäten“ erlebt haben. Es hält das Museum lebendig und offen.“

Seit 16 Jahren ruft die Friedensglocke auf dem Platz der Deutschen Einheit in Dessau zu Friedensgebeten und Diskussionsrunden zu aktuellen politischen Themen ein. „Die Glocke ruft in prägnanter Weise den fragilen historischen Moment vom Ende des SED-Regimes und der trotz aller Spannungen friedlichen Wende ins Bewusstsein“, so Prof. Dr. Thomas Flammer.

Mittwoch, 18. April 2018

Die Spielzeit 2018/2019 an der Bühne Baden

„Freiheit und Gefangenschaft“

Die Saison 2018/19 steht an der Bühne Baden unter dem Motto „Freiheit und Gefangenschaft“. Heute hat Michael Lakner, Künstlerischer Leiter der Bühne Baden, den Gesamtsaisonspielplan im Novomatic-Forum Wien präsentiert, an Musicalproduktionen zeigt die Bühne Baden „Show Boat“ und „Kuss der Spinnenfrau“ sowie „Der Zauberlehrling“ als Familienproduktion ab 6 Jahren. Außerdem wird im Stadttheater „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven (Premiere 20. Oktober 2018), „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss (Premiere 15. Dezember 2018), „Die geschiedene Frau“ von Leo Fall (Premiere 19. Januar 2019) und „Salon Pitzelberger“ von Jacques Offenbach (Premiere 12. April 2019) sowie in der Sommerarena „Der Vogelhändler“ von Carl Zeller (Premiere 22. Juni 2019) und „Zigeunerliebe“ von Franz Lehár (Premiere 13. Juli 2019) gezeigt.


Familienproduktion ab 6 Jahren: „Der Zauberlehrling“

„Der Zauberlehrling“ – Musical frei nach der Ballade von Johann Wolfgang von Goethe. Musik: Robert Persché; Texte: Robert Persché und Andreas Braunendal; Inszenierung: Robert Persché; Choreografie: Michael Kropf; Bühne: Stephan Prattes; Kostüme: Isabel Toccafondi; Videoeinspielungen: Andreas Grininger; Musikalische Leitung: Michael Zehetner. Darsteller: Raphael Groß (Heliodor, Zauberlehrling), János Mischuretz (Ariel, der Hexenmeister), Ulrike Figgener (Laluna, seine Tochter), Sylvia Rieser (Morgana, seine Haushälterin), Martina Riegler (Zauberbesen Kehrein/Federkiel/Bürste), Benjamin Plautz (Zauberbesen Kehraus/Tintenfass/Schwamm), Beppo Binder (Zauberbesen Kehrum/Buchhalter/Handtuchhalter), Susanna Hirschler (Undine, eine Meerjungfrau) u. a. Uraufführung: 13. November 2016, Oper Graz. Premiere: 17. November 2018, Bühne Baden, Stadttheater, Baden.

„Der Zauberlehrling“, János Mischuretz. © Lukas Beck

Auch Zaubern will gelernt sein! – Aber so schwierig kann das doch nicht sein, oder? Das denkt sich zumindest der junge Heliodor, als er beim großen Zaubermeister Ariel in die Lehre geht. Doch bald muss er feststellen, dass dazu mehr gehört als große Sprüche oder Gesten und dass die magischen Schlossbewohner ihm noch mehr Rätsel aufgeben als die kompliziertesten Zaubertricks: Warum zum Beispiel hält Ariels bezaubernde Tochter Laluna so gar nichts von der Zauberkunst? Was hat es beispielsweise mit den drei Zauberbesen Kehrein, Kehraus und Kehrum auf sich? Mit seinem jugendlichen Übereifer und ungeübten Zauberversuchen versetzt Heliodor das bis dahin sehr geordnete Schlossleben ordentlich ins Chaos.


„Show Boat“

„Show Boat“ – nach dem gleichnamigen Roman von Edna Ferber (1926). Musik: Jerome Kern; Gesangstexte, Buch: Oscar Hammerstein II; Deutsche Bearbeitung: Frank Thannhäuser; Regie: Michael Lakner; Choreographie: Michael Kropf; Ausstattung: Monika Biegler; Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik. Darsteller: Beppo Binder (Kapitän Andy Hawks), Uschi Plautz (Parthy Ann Hawks, seine Frau), Valerie Luksch (Magnolia Hawks-Ravenal, beider Tochter), Thomas Weinhappel (Gaylord Ravenal, ihr Ehemann), Zelotes E. Toliver (Joe, Schiffsarbeiter auf dem Show Boat), Terja Diava (Queenie, Köchin auf dem Show Boat), Jil Clesse (Julie LaVerne, Schauspielerin), Thomas Weissengruber (Steve Baker, Schauspieler, ihr Ehemann), Verena Barth-Jurca (Ellie May Chipley), Benjamin Plautz (Frank Schultz, Schauspieler), Nicolas Huart (Windy, ein junger Schiffer/Junger Mann mit Gitarre), Florian Fetterle (Sheriff Vallon/Charlie, Portier im Trocadero), Alexander Donesch (Pete, Maschinist/Jake, Pianist im Trocadero), Thomas Smolej (Rubberface /Jim, Eigentümer des Trocadero), Michaela Mock (Vermieterin/Alte Frau am Pier) u. a. Uraufführung: 27. Dezember 1927, Ziegfeld Theatre, New York City. Deutsche Erstaufführung: 31. Oktober 1970, Städtische Bühnen, Freiburg im Breisgau. Österreichische Erstaufführung: 1. März 1971, Volksoper Wien. Premiere: 23. Februar 2019, Bühne Baden, Stadttheater, Baden.

„Show Boat“, Zelotes E. Toliver. © Lukas Beck

Das 1927 uraufgeführte Musical „Show Boat“ war der Wegbereiter für das Goldene Zeitalter des Broadway-Musicals.

„Show Boat“ spielt Ende des 19. Jahrhunderts in den Südstaaten der USA und deckt nicht nur eine Zeitspanne von 40 Jahren an unterschiedlichen Orten ab. Es thematisiert außerdem ethnische Konflikte, zerbrochene Ehen und Selbstreflexionen über das Theaterleben. Es behandelt sowohl das Leben der armen afro-amerikanischen ArbeiterInnen als auch das der weißen Künstlertruppe auf dem Theaterschiff „Cotton Blossom“.

Im Hintergrund der Liebesgeschichte zwischen dem Theaterkind Magnolia und dem Glücksspieler Ravenal verläuft parallel die Geschichte von Joe und seiner Frau Queenie, die sich in der von Weißen dominierten (Theater-)Welt abschuften. Joes „Ol’ Man River“ ist ein Evergreen geworden.

Von Anfang an war sich die Kritik einig, dass „Show Boat“ ein Meilenstein der Musicalgeschichte ist.


„Kuss der Spinnenfrau“

„Kuss der Spinnenfrau“ (engl. Originaltitel „Kiss of the Spider Woman“) – nach dem Roman „El beso de la mujer araña“ von Manuel Puig (1976). Musik: John Kander; Gesangstexte: Fred Ebb; Buch: Terrence McNally; Deutsche Bearbeitung: Michael Kunze; Regie: Werner Sobotka; Choreographie: Natalie Holtom; Bühnenbild: Karl Fehringer/Judith Leikauf; Kostüme: Friederike Friedrich; Licht Design: Michael Grundner; Musikalische Leitung: Oliver Ostermann. Darsteller: Drew Sarich (Molina), Martin Berger (Valentin), Ann Mandrella (Aurora, die Spinnenfrau), Andrea Huber (Molinas Mutter), Elisabeth Ebner (Marta), Franz Josef Koepp (Gefängnisaufseher), Artur Ortens (Esteban, Gefängniswärter), Beppo Binder (ai-Beobachter) u. a. Uraufführung: 20. Oktober 1992, Shaftesbury Theatre, London. Broadway Premiere: 3. Mai 1993, Broadhurst Theatre, New York City. Deutschsprachige Erstaufführung: 28. November 1993, Raimund Theater, Wien. Premiere: 3. August 2019, Bühne Baden, Stadttheater, Baden.

„Kuss der Spinnenfrau“, Drew Sarich und Martin Berger. © Lukas Beck

„Kuss der Spinnenfrau“ gilt neben „Cabaret“ und „Chicago“ als das beeindruckendste Werk des Erfolgsduos John Kander und Fred Ebb. Die Uraufführung erlebte 922 Vorstellungen. 1993 erhielt die Broadway-Produktion sieben Tony Awards, darunter für das beste Musical und die beste Partitur.

Der homosexuelle Schaufensterdekorateur Molina sitzt in einer lateinamerikanischen Diktatur in Haft. Sein neuer Zellengenosse ist der Widerstandskämpfer Valentin. Folter und Demütigung bestimmen das Leben im Gefängnis. Molinas Devise zum Überleben lautet, sich eine schöne Scheinwelt herbeizuträumen. Nach anfänglicher Verweigerung lässt Valentin sich darauf ein. Im Mittelpunkt der glamourösen Phantasien steht die verführerische Diva Aurora, die in ihrer Rolle als Spinnenfrau zugleich auch tödliche Macht verkörpert. Ein Stück über den Sieg von Liebe, Würde und Phantasie über Brutalität und Verrat. Die Musik wird dominiert von lateinamerikanischen Rhythmen und konfrontiert den Glamour der filmischen Träume Molinas mit der schmerzvollen Vergegenwärtigung von Angst, Gewalt und Liebessehnsucht.


Special: Operettencafé
Michael Lakner im Gespräch mit Ann Mandrella und Drew Sarich
31. März 2019, 15.00 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer im Stadttheater


Musicalkonzert
15. August 2019, 19.30 Uhr, Stadttheater
Die Stars aus „Kuss der Spinnenfrau“ präsentieren ein Musical-Potpourri.
Orchester der Bühne Baden, Musikalische Leitung: Oliver Ostermann
Solisten: Elisabeth Ebner, Ann Mandrella, Martin Berger, Drew Sarich

Spielplanpräsentation im Novomatic-Forum Wien: Martina Malzer, kaufmänn. Direktorin, Drew Sarich, Ann Mandrella, Michael Lakner, Künstlerischer Leiter, Verena Scheitz, Vincent Schirrmacher und Birgit Sarata, Präsidentin der Freunde der Bühne Baden (v. l. n. r.)

Sonntag, 15. April 2018

Ankündigung: „West Side Story“ am Theater Dortmund

„West Side Story“ – nach einer Idee von Jerome Robbins und nach Shakespeares „Romeo and Julia“; Musik: Leonard Bernstein; Liedtexte: Stephen Sondheim; Buch: Arthur Laurents; Deutsche Fassung: Frank Tannhäuser, Nico Rabenald; Inszenierung: Gil Mehmert; Choreografie: N. N.; Bühne: N. N.; Kostüme: N. N.; Dramaturgie: N. N.; Musikalische Leitung: N. N. Darsteller: N. N. (Tony), N. N. (Maria), N. N. (Anita), N. N. (Riff), N. N. (Action,), N. N. (A-Rab), N. N. (Baby John), N. N. (Snow Boy), N. N. (Big Deal), N. N. (Diesel), N. N. (Gee-Tar), N. N. (Mouthpiece), N. N. (Tiger), N. N. (Graziella), N. N. (Velma), N. N. (Minnie), N. N. (Clarice), N. N. (Pauline), N. N. (Anybodys), N. N. (Bernardo), N. N. (Chino), N. N. (Pepe), N. N. (Indio), N. N. (Luis), N. N. (Anxious), N. N. (Nibbles), N. N. (Juano), N. N. (Toro), N. N. (Moose), N. N. (Rosalia), N. N. (Consuela), N. N. (Teresita), N. N. (Francisca), N. N. (Estella), N. N. (Margarita), N. N. (Doc), N. N. (Lt. Schrank), N. N. (Officer Krupke), N. N. (Glad Hand). Broadway-Premiere: 26. September 1957, Winter Garden Theatre, New York. West-End-Premiere: 12. Dezember 1958, Her Majesty’s Theatre, London. Deutsche Erstaufführung: 16. Juni 1961, Deutsches Theater, München. Deutschsprachige Erstaufführung: 25. Februar 1968, Volksoper, Wien. Premiere: Spielzeit 2018/19, Theater Dortmund, Opernhaus, Dortmund.



„West Side Story“


Der Broadway-Klassiker am Opernhaus Dortmund


Die „West Side Story“, nicht nur die bekannteste Vertonung von William Shakespeares „Romeo und Julia“, sondern auch eines der größten Werke des amerikanischen Musiktheaters, behandelt am Beispiel zweier rivalisierender Jugendbanden die Schwierigkeiten und Gegensätze zwischen den ein­ge­wan­derten Puertoricanern (‚Sharks‘) und den Einheimischen der New Yorker West Side (‚Jets‘) um 1955. Aus diesen rivalisierenden Banden verlieben sich Tony und Maria ineinander, doch angesichts der Feindseligkeiten ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt. Die Produktion erlebte am 26. September 1957 ihre Broadway Premiere am Winter Garden Theatre und wurde mit zwei Tony Awards ausgezeichnet, Jerome Robbins erhielt die Auszeichnung für seine Choreografie, und Oliver Smith für das Bühnenbild. Nach 732 Vorstellungen und einer daran anschließenden Tournee kehrte das Stück am 27. April 1960 für weitere 249 Aufführungen an den Broadway zurück. Es gab bisher zwei weitere Broadway Revivals, 1980 wurde die „West Side Story“ vom 14. Februar bis 30. November am Minskoff Theatre gezeigt, und die Neuinszenierung von Arthur Laurents am Palace Theatre wurde in 748 Vorstellungen vom 19. März 2009 bis 2. Januar 2011 gespielt. Das Stück wurde 1961 verfilmt; der Film wurde für elf Oscars nominiert, wovon er immerhin zehn tatsächlich erhalten hat. Bei der „West Side Story“ verschmelzen Musik, Schauspiel und Tanz in nahezu unübertrefflicher Form, und die in der von Robert E. Griffith und Harold S. Prince produzierten Uraufführung von Jerome Robbins choreographierten Tanzsequenzen gerieten zum beinahe wichtigsten Stilmittel. Robbins erarbeitete mit jedem Tänzer ein individuelles Repertoire an Gesten und schuf damit ein stilisiertes Tanztheater, das die bedrohlichen Auseinandersetzungen der Jugendlichen überzeugender auf die Bühne brachte als jede realistische Darstellung.

Noch hat der designierte Intendant der Oper Dortmund, Heribert Germeshausen, seine Pläne für die neue Spielzeit 2018/19 mit Ausnahme des Projekts „Musicircus“ von John Cage am 6. Oktober 2018 nicht öffentlich konkretisiert, aber wie das mit Geheimnissen eben so ist, sobald auch nur an einer einzigen Stelle etwas verraten wird, war’s das mit der „Geheimniskrämerei“… Es ist zwar nie einfach, diese Stelle zu finden, mitunter hilft aber auch der Zufall weiter… Und eben jener hat die Musicalproduktion der Spielzeit 2018/19 am Opernhaus Dortmund ans Tageslicht befördert. Mit der „West Side Story“ kann man sicher nichts falsch machen, und nachdem Regisseur Gil Mehmert am Opernhaus Dortmund zuletzt „Sunset Boulevard“ und „Jesus Christ Superstar“ erfolgreich inszeniert hat und seine Inszenierung der „West Side Story“ auf dem Magdeburger Domplatz im vergangenen Jahr restlos ausverkauft war, was spräche da dagegen, zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein (* 25. August 1918 in Lawrence, Massachusetts, † 14. Oktober 1990 in New York City, New York) am Operhaus Dortmund die „West Side Story“ in einer Inszenierung von Gil Mehmert zu zeigen!? „Something’s coming“…

Ankündigung: „Catch me if you can“ am Staatstheater Nürnberg

„Catch me if you can“ – nach dem gleichnamigen DreamWorks Spielfilm (2002) mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks; Musik: Marc Shaiman; Gesangstexte: Marc Shaiman und Scott Wittman; Buch: Terrence McNally; Regie: Gil Mehmert; Choreografie: N. N.; Bühne: N. N.; Kostüme: N. N.; Musikalischer Leiter: N. N.; Darsteller: N. N. (Frank Abagnale, Jr.), Dirk Weiler (Frank Abagnale, Sr.), N. N. (Paula Abagnale), N. N. (Carl Hanratty), N. N. (Brenda Strong), N. N. (Roger Strong), N. N. (Carol Strong), Tanja Schön u. a. Broadway Premiere: 10. April 2011, Neil Simon Theatre, New York City. Europäische Erstaufführung: 24. Oktober 2013, Kammerspiele, Wien. Deutsche Erstaufführung: 30. Januar 2015, Staatsoperette Dresden. Premiere: 6. Oktober 2018, Staatstheater Nürnberg



„Catch me if you can“


Das Katz-und-Maus-Spiel als Musical am Staatstheater Nürnberg


„Catch me if you can“ beruht auf der von Steven Spielberg verfilmten Biografie des amerikanischen Hochstaplers und Scheckbetrügers Frank William Abagnale, Jr. (* 27. April 1948 in Bronxville, New York) aus dem Jahr 2002, die wiederum auf der mit Unterstützung von Stan Redding verfassten Autobiografie von Frank Abagnale fußt (Frank W. Abagnale, Jr., Stan Redding: Catch me if you can: the amazing true story of the youngest and most daring con man in the history of fun and profit. Broadway Books, New York 2000).

Frank Abagnale ist mit 16 Jahren der jüngste Hochstapler der Geschichte, als Pilot, Arzt und Anwalt täuscht er die ganze Welt, hat er doch keinen dieser Berufe jemals gelernt. Mit einer Uniform der Pan American World Airways und einem Pilotenschein kann er jederzeit die Flüge der Airline kostenlos nutzen, und sich obendrein mit gefälschten Gehaltsschecks Bargeld beschaffen. Doch FBI-Ermittler Carl Hanratty ist ihm auf den Fersen und versucht, ihn zur Strecke zu bringen. In der französischen Provinz schnappen schließlich die Handschellen zu und Frank wird in den USA zu einer zwölfjährigen Haftstrafe verurteilt. Im realen Leben arbeitet Frank Abagnale inzwischen beinahe 40 Jahre als Berater für das FBI, Spezialgebiet Geldwäsche und Identitätsdiebstahl. Das war die Bedingung für seine vorzeitige Entlassung aus der Haft im Jahre 1974.

Das Staatstheater Nürnberg zeigt „Catch me if you can“ in der Spielzeit 2018/19 ab 6. Oktober 2018 in einer Inszenierung von Gil Mehmert.

Vorschau: „Wir machen die Schwerindustrie dicht!“

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne

1997 eröffnete die Ausstellung „Schwerindustrie“ in der Walzhalle der ehemaligen Zinkfabrik Altenberg. Mehr als 20 Jahre später wird sich der Oberhausener Standort Zinkfabrik Altenberg mit seiner Dauerausstellung zur Schwerindustrie im Rahmen der „Vision 2020 für das LVR-Industriemuseum“ neu aufstellen, angefangen von der Sanierung und dem Umbau der Walzhalle bis hin zur Neugestaltung der Dauerausstellung, die sich nicht mehr ausschließlich auf die Eisen- und Stahlindustrie konzentrieren wird und die ehemalige Zinkfabrik Altenberg stärker in den Fokus rücken soll, von der ein Bogen bis in Gegenwart und Zukunft der Region geschlagen wird. In Vorbereitung der Sanierung und des Umbaus der Walzhalle wird die Dauerausstellung „Schwerindustrie“ am 29. April 2018 mit der Veranstaltung „Wir machen die Schwerindustrie dicht!“ geschlossen. Voraussichtlich im Herbst 2020 eröffnet das Museum den ersten Teilabschnitt seiner neuen Dauerausstellung, bis Mitte 2021 soll dann die komplette Neugestaltung der Dauerausstellung abgeschlossen sein.

Zwei-Ständer Dampf-Schmiedehammer der Bauart Nasmyth mit 6 Tonnen Schlaggewicht, um 1900, J. Banning, Hamm, Gewicht 53,4 Tonnen

Zur Feier des Tages soll ein vielfältiges Programm den Abschied versüßen. Jeder Gast erhält an der Kasse ein kleines Präsent. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist von 14 bis 18 Uhr kostenfrei.

Einheitslokomotive Baureihe 50, Fabriknummer 2429, ohne Tender, Hersteller Lokomotivfabrik Krupp, Essen, Ablieferung 14. Januar 1942

Programm:
Ab 14 Uhr Selfiefotostand am Dampfhammer und an der Dampflok mit Verkleidung zum Hüttenmann
14.00 Uhr Der Sängerbund der Gutehoffnungshütte singt zum Auftakt der Veranstaltung
14.30 Uhr Literarische Führung mit einer Lesung aus dem Roman „Union der festen Hand“ von Erik Reger
15.00 Uhr Führung durch die Ausstellung mit Gebärdendolmetscher
15.00 Uhr Frank Baier singt Arbeiterlieder
16.00 Uhr Der Hüttenmeister Erwin führt durch die Ausstellung
16.30 Uhr Frank Baier singt weitere Arbeiterlieder
17.00 Uhr Start der letzten (Kurz-)Führung durch die Ausstellung
17.30 Uhr Der Schlagzeuger und Percussionist Rolf Hildebrand spielt auf zum letzten Tusch
18.00 Uhr Baustelleneinrichtung

Donnerstag, 12. April 2018

Wesel

Kreisstadt am Niederrhein

Im September 1241 bekam Wesel durch den Klever Junggrafen Dietrich primogenitus, ältester Sohn des Klever Grafen Dietrich IV./VI., die Stadtrechte verliehen. 1407 wurde Wesel in die Hanse aufgenommen und damit Vorort des kölnischen Hanseviertels. Der Rat der Stadt führte Ostern 1540 die Reformation ein, von diesem Tag an galt Wesel als Stadt des Protestantismus, die viele Glaubensflüchtlinge, insbesondere aus den spanischen Niederlanden, anzog. 1609 fiel das Herzogtum Kleve samt Wesel an die Kurfürsten von Brandenburg. 1681 baute Kurfürst Friedrich Wilhelm Wesel schließlich zu einer Festung aus, der Bau der Zitadelle begann. Am 16., 18. und 19. Februar 1945 wurde Wesel durch alliierte Bombenangriffe und Granatbeschuss fast vollständig zerstört. Die Bedeutung Wesels im MIttelalter sowie während der brandenburgisch-preußischen Zeitepoche spiegelt sich in einigen erhaltenen Bauwerken eindrucksvoll wider.

Willibrordi-Dom

2010/2011 rekonstruierte flämisch-gotische Fassade des historischen Weseler Rathauses am Großen Markt, im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört

2010/2011 rekonstruierte flämisch-gotische Fassade des historischen Weseler Rathauses am Großen Markt, im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört

Berliner Tor von Jean de Bodt, 1718 – 1722

Das Klever-Tor-Fries von 1700 stammt ursprünglich vom Clever Tor und befindet sich heute in der Passage des Rathauses am Klever-Tor-Platz

Lutherhaus

Wasserturm

Zitadelle Wesel

Zitadelle Wesel

Auf dem Kornmarkt befindet sich der Brunnen mit den Bronzeskulpturen „Langer Heinrich“ und „Bienenkönig“

zum 500. Geburtstag des Humanisten Konrad Heresbach (* 28. August 1496 auf Gut Heresbach bei Mettmannm † 14. Oktober 1576 auf Gut Lohrwardt in Rees-Mehr) auf dem Großen Markt errichtetes Denkmal

Peter-Minuit-Denkmal von Hermann Kunkler, 1963. Peter Minuit war der vermeintliche Begründer von Nieuw Amsterdam (New York).

Fußgängerparkplatz an der Stettiner Straße