Samstag, 30. September 2017

Das „Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste am Campus Welterbe Zollverein

In knapp vier Wochen wird Eröffnung gefeiert

Vom 29. September bis 7. Oktober 2017 präsentieren die Absolventinnen und Absolventen der Bachelor- und Master-Studiengänge des Fachbereichs Gestaltung der Folkwang Universität der Künste ihre Abschlussarbeiten in einer Ausstellung unter dem Titel „Folkwang Finale“ im Zollverein-Kubus (die Folkwang Universität der Künste bezeichnet ihn nach dem Tokioter Architektenbüro Sejima And Nishizawa And Associates noch als SANAA-Gebäude) auf dem UNESCO Welterbe Zollverein. Das „Folkwang Finale“ findet in diesem Jahr unter besonderen Umständen statt, denn in knapp vier Wochen wird in unmittelbarer Nachbarschaft des Zollverein-Kubus vom 26. bis 29. Oktober 2017 die Eröffnung des Neubaus für den Folkwang Fachbereich Gestaltung am Campus Welterbe Zollverein gefeiert. An diesen Tagen wird mit den Abschlussarbeiten des Studiengangs Fotografie aus dem Wintersemester 2016/2017 ein zweiter, kleinerer Teil des Folkwang Finale 2017 gezeigt. Die Öffentlichkeit ist eingeladen, ab 26. Oktober 2017 das Quartier Nord in geführten Rundgängen, Ausstellungen und beim Open House zu entdecken. Vom 26. bis 29. Oktober 2017, täglich 12 bis 18 Uhr. Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten lädt auch das beliebte Format folkwang*inside zu Studien­informations­ver­anstaltungen ein.

„Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste

Auf dem Gelände des UNESCO Welterbes Zollverein ist seit Juli 2015 auf dem Materiallagerplatz von Schacht 1/2/8 der durch die städtebaulichen Vorgaben des UNESCO Welterbes in Anlehnung an die Gestaltung der Zeche Zollverein geprägte Neubau für den Folkwang Fachbereich Gestaltung – mit allen Studienprogrammen Fotografie, Industrial Design, Kommunikations­design sowie Kunst- und Designwissenschaft – entstanden. Der Neubau mit annähernd 19.000 Quadratmetern Fläche beherbergt neben der Verwaltung und den Büros der Lehrenden Räumlichkeiten für die Studienprogramme des Fachbereichs Gestaltung mit allen dazugehörigen Werkstätten, Ateliers, Laboren und Seminarräumen. Beheimatet sind hier ab Wintersemester 2017/18 etwa 500 Studierende und 70 Lehrende sowie MitarbeiterInnen. Der Zollverein-Kubus wird ergänzend auch weiterhin für Ausstellungszwecke, Vorträge und vor allem für die Lehre des international renommierten Folkwang Graduate Programms Gestaltung „Heterotopia“ genutzt.

„Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste

Im Juli 2015 hatte die Welterbe Entwicklungsgesellschaft mbH, die von dem Essener Projektentwickler Kölbl Kruse und der RAG Montan Immobilien gegründet wurde, mit den Bauarbeiten begonnen. Das Dortmunder Bauunternehmen Freundlieb errichtet den Neubau nach Plänen des 1. Preisträgers des bereits in 2010 durchgeführten Architekturwettbewerbes, MGF Architekten aus Stuttgart. Im Juni 2017 erfolgte nach knapp zwei Jahren Bauzeit die Schlüsselübergabe vom Projektentwickler an die Eigentümerin RAG-Stiftung und die Mieterin Folkwang Universität der Künste, die das Quartier Nord für zunächst 20 Jahre anmietet – für etwas mehr als 12 Euro pro Quadratmeter und Monat.

„Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste, Atrium

Noch herrscht in dem großen, alle Geschosse überspannenden Treppenhausfoyer des „Quartier Nord“ geschäftige Ruhe, zumindest am Freitagmittag, bevor in wenigen Wochen der Lehrbetrieb in dem Neubau beginnt. Die ersten Mitarbeiter haben ihre Büros bereits bezogen, aber viele Räume vermitteln augenblicklich noch einen guten Eindruck vom großzügigen Platzangebot in den vier Kuben des Neubaus, derweil sie noch nicht vollständig eingerichtet sind. Die Verwendung von verzinktem Stahlblech an der Außenfassade als architektonischem Element setzt sich im Atrium fort. Auch die stützenfreie Treppe besteht aus geschlossenem Stahlblech.

„Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste, Atrium

„Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste, Atrium

„Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste, Atrium

„Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste, Werkstatt

„Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste

„Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste, Seminarraum

In dem zweigeschossigen Tageslichtstudio kann mit echtem Tageslicht gearbeitet werden – garantiert ohne Regen oder Sturm. Ebenso stolz zeigte Elke Seeger, Professorin für Fotografie und Konzeption und Prorektorin für Studium & Lehre, bei einem Rundgang durch den Neubau die beiden zweigeschossigen Blitzlichtstudios, die noch mit dementsprechendem Equipment ausgestattet werden und in denen es infolgedessen im Augenblick noch ziemlich dunkel ist. Um an dieser Stelle etwaigen Begehrlichkeiten vorzubeuen, die Räumlichkeiten lassen sich selbstverständlich nicht anmieten, schließlich hat die Folkwang Universität einen Bildungsauftrag.

„Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste, Tageslichtstudio

„Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste

„Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste, Schleuse zu den Dunkelräumen („Beam me up, Scotty“)

Zollverein Schacht 1/2/8, im Hintergrund der Zollverein-Kubus

Zollverein Schacht 1/2/8, dahinter das „Quartier Nord“ der Folkwang Universität der Künste

Freitag, 29. September 2017

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“

Sonderausstellung in der Galerie des Ruhr Museums

Mit einer Auswahl der besten Stücke der Geologischen Sammlung aus rund 400.000 Objekten beendet das Ruhr Museum ab dem 2. Oktober 2017 die Reihe seiner Ausstellungen und Kataloge aus eigenen Beständen. Sie hat 2012 mit der Ausstellung „Von A bis Z. Die Fotografische Sammlung des Ruhr Museums“ begonnen und wurde dann mit „Eingeprägt. Numismatik im Ruhr Museum“ (nur Katalog), „Ausgewählt. Vormoderne im Ruhr Museum“, „Steinreich. Mineralogie im Ruhr Museum“, „Arbeit & Alltag. Industriekultur im Ruhr Museum“ und „Ausgegraben. Archäologie im Ruhr Museum“ fortgesetzt. Mit der Ausstellung „Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“ hat das Ruhr Museum nun die Highlights seiner sämtlichen Sammlungen präsentiert und vor allem in umfangreichen Katalogen veröffentlicht.

Ausstellungsplakat „Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“.
© Ruhr Museum, Gestaltung: Uwe Loesch

Mit der Präsentation der Geologischen Sammlung beweist das Ruhr Museum erneut, dass es zwar das Regionalmuseum des Ruhrgebiets ist, aber durchaus über große, bedeutende überregionale und internationale Sammlungen verfügt. Gemeinsam geben die herausragenden Objekte und ihre spannende Sammlungsgeschichte nicht nur Einblicke in die Erdgeschichte von Nordrhein-Westfalen.

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“, riesiger rugoser Korallenstock Cystiphylloides sp., Nordrhein-Westfalen, Gummersbach, Erweiterungsbau Schulzentrum Karlskamp, Devon, Givetium, Odershausen-Formation, 387 Millionen Jahre

Die ausgesuchten Exponate erzählen Erdgeschichten – von der Entfaltung und Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten und von den Kräften, die die Prozesse im Inneren und Äußeren der Erde steuern. Ein Schwerpunkt des Ruhr Museums ist dabei die Regionalsammlung. Mit der Schließung des letzten Steinkohlenbergwerks Prosper Haniel in Bottrop im kommenden Jahr wird der Untergrund des Ruhrgebiets weitgehend unzugänglich werden. Umso wichtiger ist das in den Museen erhaltene geologische Erbe des Ruhrgebiets und seine öffentliche Präsentation. Somit bildet die Sammlungspräsentation die stoffliche Grundlage für das kommende „Kohle-Jahr“ im Ruhr Museum und im Ruhrgebiet.

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“, Koloniale rugose Koralle Hexagonaria sp., Nordrhein-Westfalen, Eifel, Baasem-Ermberg, Devon, Givetium, „Ermberg-Schichten“ (~ Sprickberg-Formation), 386 Millionen Jahre


Die Geologische Sammlung

Die Geologische Sammlung gehört nicht nur zu den größten und bedeutendsten des Ruhr Museums, sondern auch zu den ältesten. Schon bei der Gründung und in der Frühzeit des Museums spielten erdgeschichtliche Objekte eine wichtige Rolle. Die Sammlung hatte bedeutende Kuratoren und Förderer, zu denen auch Friedrich Alfred Krupp gehörte. Sie wuchs und konnte große Kriegsverluste ausgleichen, und sie integrierte im Laufe der Jahrzehnte so bedeutende eigenständige Sammlungen wie die Krupp-, die Hilpert- oder zuletzt 2016 die Wuppertaler Fuhlrott-Sammlung. Das mag auch kaum verblüffen in einer Region wie dem Ruhrgebiet, das so eng mit seinen erdgeschichtlichen Voraussetzungen verbunden ist und über zwei Jahrhunderte von seinen Bodenschätzen abhängig war.

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“, Rochenförmiger Hai Janassa bituminosa (Schlotheim) in Rückenlage mit Körperschatten, Nordrhein-Westfalen, Tecklenburger Land, Ibbenbüren-Uffeln, Perm, Werra-Formation (Kupferschiefer/Zechstein), 257 Millionen Jahre

Im Zuge dieser unzähligen Expeditionen ins Erdreich, die über tausend Meter in die Tiefe führten und die ungeheuren Erdbewegungen, die nicht nur den Bergbau betrafen, sondern auch zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen wie den Kanal- und später den U-Bahnbau, erblickten zahllose geologische Objekte das Tageslicht und gelangten in die Sammlung des Ruhr Museums. Aber die Sammlung beschränkt sich keinesfalls auf die regionale Erdgeschichte, sondern gehört vielmehr zu den internationalsten des Museums. Vergleichsstücke im überregionalen, ja globalen Maßstab stimulierten die mit der Geologie befassten Museumswissenschaftler und Sammler und entwickelten die Geologische Sammlung des Ruhr Museums über hundert Jahre zu einer Sammlung von internationaler Bedeutung. Sie umfasst Objekte aus allen Erdzeitaltern und von fast allen Kontinenten.

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“, Fischsaurier Stenopterygius quadriscissus (Quenstedt) mit Gravur Präpariert von B. Hauff ’86“, Baden-Württemberg, Schwäbische Alb, Holzmaden, Jura, Toarcium, Posidonienschiefer-Formation, 183 – 178 Millionen Jahre


Die Ausstellung „Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“

Die Ausstellung präsentiert über 500 Objekte. Die Gliederung der Ausstellung und des Katalogs ist der Sammlungsdokumentation entsprechend als Gang durch die Erdgeschichte konzipiert und in vier Großkapitel gegliedert. Sie erzählen Erdgeschichten – von der Entfaltung und Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten und von den Kräften, die die Prozesse im Inneren und Äußeren der Erde steuern. Der mit rund 2,9 Milliarden Jahren älteste Beleg stammt aus der Erdfrühzeit, als Bakterien begannen, die Sauerstoffhülle der Erde zu produzieren. Marokkanische Riesentrilobiten und russische Trilobiten mit Stielaugen aus dem Erdaltertum gehören zu den spektakulärsten Objekten der Sammlung. Gezeigt wird aber auch das mit fast 485 Millionen Jahren älteste Stück Nordrhein-Westfalens in der Sammlung, eine Kolonie polypenähnlicher Lebewesen. Aus den Orkadischen Seen Schottlands werden urtümliche Fische präsentiert und aus längst vergangenen Meeren stammen ausgezeichnet erhaltene Haie und Rochen. Aus dem Erdmittelalter sind als Besonderheit Meereskrokodile und Fischsaurier der Sammlung Krupp zu sehen. Natürlich fehlen auch nicht die bei Sammlern so beliebten Ammoniten und die Vielfalt all der Tiere, die vor rund 100 Millionen Jahren im Ruhrgebiet im Meer der Kreidezeit zuhause waren. Die Erdneuzeit, in dessen jüngster Einheit, dem Holozän, wir leben, zeigt sich in ästhetisch äußerst reizvollen Sedimentstrukturen, die mittels Lackprofiltechnik konserviert wurden. Sie geben Einblick in die Erdgeschichten, an denen der Mensch heute beteiligt ist. Auch davon erzählen die Objekte der Ausstellung.

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“, Fischsaurier Stenopterygius quadriscissus (Quenstedt)Badeb-Württemberg, Schwäbische Alb, Holzmaden, Jura, Toarcium, Posidonienschiefer-Formation, 183 – 178 Millionen Jahre

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“, Meereskrokodil Steneosaurus bollensis (Cuvier), umgebettet in eine Trägerplatte mit zahlreichen Ammonitenresten der Gattung Dactylioceras, Baden-Württemberg, Schwäbische Alb, Holzmaden, Jura, Toarcium, Posidonienschiefer-Formation, 183 – 178 Millionen Jahre

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“, Meereskrokodil Steneosaurus bollensis (Cuvier), umgebettet in eine Trägerplatte mit zahlreichen Ammonitenresten der Gattung Dactylioceras, Baden-Württemberg, Schwäbische Alb, Holzmaden, Jura, Toarcium, Posidonienschiefer-Formation, 183 – 178 Millionen Jahre

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“, Dreiecksmuschel Trigonia costata Parkinson, so genannter Mutter- oder Schamstein, Nordrhein-Westfalen, Ostwestfalen, Bielefeld, Jura, Bajocium, Garantianen- oder Parkinsonienten-Formation, ~ 169 Millionen Jahre

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“, Ammonit Douvilleiceras mammilatum (Schlotheim), Frankreich, Champagne, Dépt. Aube, Clérey, Tongrube „Coucelles“, Kreide, Albium, 107 Millionen Jahre

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“, Zahlreiche Klappen der Jakobsmuschel Gigantopecten gigas (Schlotheim), Frankrecih, Provence, Dépt. Vaucluse, Lacoste, Neogen, Miozän, Burdigalium, 20,5 – 16 Millionen Jahre

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“, Schädel des Brontotheriums Megacerops sp. („Menodus prouti Leidy“), USA, South dakota, genauer Fundort unbekannt, Paläogen, Eozän Chadron-Formation, ~ 35 Millionen Jahre
Schädel des Brontotheriums Megacerops coloadensis Leidy, USA, South dakota, genauer Fundort unbekannt, Paläogen, Eozän Chadron-Formation, ~ 35 Millionen Jahre

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“, Lackprofil eines Tropfenbodens, Nordrhein-Westfalen, Haltern-Flaesheim, Quartär, Pleistozän, Weichsel-Komplex, 115.000 – 11.700 Jahre, in: Kreide, Santonium, Haltern-Formation, 85 Millionen Jahre
Pyterlit-Geschiebe (porphyrischer Rapakivigranit) mit eckigen und gerundeten Feldspateinsprenglingen, Nordrhein-westfalen, Ruhrgebiet, umgelagert aus Südfinnland, Quartär, Pleistozän, Ionium, Saale-Komplex, Drenthe-Stadium, ~ 200.000 Jahre

„Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“, Dritter Backenzahn des Mammuts Mammuthus primigenius (Blumenbach), Nordrhein-Westfalen, Xanten-Wardt, Kiesgrube, Quartär, Pleistozän, Weichsel-Komplex, 115.000 – 11.700 Jahre

Die Ausstellung „Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“ ist vom 2. Oktober 2017 bis 2. September 2018 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am 24., 25. und 31. Dezember geschlossen. Der Eintritt beträgt 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre haben freien Eintritt. Der Katalog zu dieser Ausstellung ist im Verlag der Buchhandlung Walther König erschienen. Er umfasst 304 Seiten mit ca. 210 Abbildungen und kostet im Museumsshop 19,80 Euro, sonst 29,80 Euro. Neben den Gruppenführungen und öffentlichen Führungen werden im Begleitprogramm zwei Kuratorenführungen und eine Führung in Gebärdensprache sowie Führungen für Familien, Senioren und für Lehrende angeboten.

Flic Flac mit neuer Show „Farblos“ in Oberhausen

Der Circus gastiert vom 28. September bis 15. Oktober 2017 am CentrO Oberhausen

Gegründet wurde Flic Flac 1989 von den ehemaligen Artisten und Brüdern Benno und Lothar Kastein sowie deren Ehefrauen Scarlett Kaiser-Kastein und Gabi Kastein. Seit der Premiere von „Nicht irgendein Circus“ am 5. Oktober 1989 in Oberhausen haben mehr als 8,7 Millionen Zuschauer Shows wie „Gnadenlos“, „Reine Nerven­sache“, „No Limits!“ oder „Exxtrem“ gesehen. Für Flic Flac haben Benno und Lothar Kastein einen modernen, völlig eigenen Stil kreiert, der vor allem auf außergewöhnliche artistische Nummern setzt. Mit seiner schwarz-gelben Warnfarbe, schrill-rockiger Musik und jeder Menge Licht-, Laser- und Pyrotechnik steht Flic Flac weniger für klassischen Manegen-Zirkus als vielmehr für ein technisch hochversiertes Show- und Bühnenkonzept der Extreme. Vor allem gewagte Motocross-Stunts, Spitzenakrobatik und Slapstick sind feste Bestandteile der Shows. Nachdem Flic Flac 2010 zunächst seinen Tourneebetrieb einstellte, feierte die Show im Sommer 2013 mit Benno Kastein als Direktor und Geschäftsführer ein erfolgreiches Comeback. Am 5. Oktober 2014 startete zum 25-jährigen Bestehen das neue Programm „Höchststrafe“ – wieder in Oberhausen. 2016 war „Höchststrafe – 25 Jahre Flic Flac“ in der Metropole Ruhr vom 4. bis 14. Februar auf dem UNESCO Welterbe Zollverein zu sehen, vom 3. bis 13. März auf dem Festplatz an der Rheinpromenade in Wesel und vom 17. bis 28. März auf dem Cranger Kirmesgelände in Herne.

Der Circus Flic Flac schlägt seine Zelte am Fuße des Gasometers Oberhausen auf

Außenstehende Rundbogenmasten tragen das neue Zelt, daher sind Sichtbehinderungen im Zuschauerraum auf ein Minimum reduziert. So erleben die Zuschauer die moderne, unkonventionelle Show hautnah.

Circus Flic Flac am Gasometer Oberhausen

Circus Flic Flac am CentrO Oberhausen

Vom 28. September bis 15. Oktober 2017 gastiert Flic Flac mit seiner neuen Show „Farblos“ am CentrO Oberhausen. Das Konzept zu „Farblos“ stammt von den beiden Juniorchefinnen Larissa Medved-Kastein und Tatjana Kastein, den Töchtern von Flic Flac Gründer Benno Kastein, wobei sie dem Stil von Flic Flac treu geblieben sind, der vor allem auf außergewöhnliche artistische Nummern setzt: Mehr als 35 Künstler aus aller Welt bieten eine Show der Extraklasse mit Akrobatik und Nervenkitzel pur gepaart mit Comedy vom Feinsten.

„Farblos“, Adrenalin Crew (Todesrad)

Die Show beginnt mit den vier Kolumbianern der Adrenalin Crew, die in und auf ihrem Todesrad scheinbar leichtfüßig waghalsige Sprünge vollführen, gefolgt von Viktar Shainoha aus Weißrussland mit seiner Performance an den Strapaten, bei der er sich mehrfach aus der Höhe auf eine dicke Fall­schutz­matte fallen lässt.

„Farblos“, Viktar Shainoha (Strapaten)

Der ehemalige Turner Evgeny Nikolaev beeindruckt bei seinen dynamischen Drehungen mit dem Cyr Wheel, die durch die Kreiselwirkung stabilisiert werden.

„Farblos“, Evgeny Nikolaev (Cyr Wheel)

Ira Rizaeva aus der Ukraine begeistert das Publikum mit einer einzigartigen Jonglage in einem Glaskasten. Dabei wirft sie bis zu sieben Bälle an die Wände des Glaskastens, die schließlich zielgenau wieder in ihrer Hand landen, nachdem sie zuvor von mehreren Seitenwänden und dem Glasboden abgeprallt sind. Durch die Glaswände und die Spiegelungen scheinen die Bälle für die Zuschauer von überall zu kommen.

„Farblos“, Ira Rizaeva (Jonglage)

„Farblos“, Justin Case (Rad-Comedy)

Justin Case hat es mit seiner Rad-Comedy eher auf die Lachmuskeln der Zuschauer abgesehen, für ihn ist kein Fahrrad zu klein oder groß, und selbst wenn dieses unterwegs einmal den Lenker oder das Borderrad verlieren sollte, so bringt ihn das noch lange nicht aus dem Gleichgewicht.

„Farblos“, Justin Case (Rad-Comedy)

„Farblos“, Alain Alegria (Washington-Trapez)

„Farblos“, Romain Chalier (Trial-Motorrad)

Fliegende Motorräder sind fester Bestandteil der Shows von Flic Flac, in „Farblos“ vollführt Romain Chalier mit seinem Trial-Motorrad seine Sprünge eher in geringer Höhe, bevor Ondrej Zaruba, Sylvan Masson und Tomasz Lysacek ihre spektakulären Flugmanöver in großer Höhe als Pausennummer präsentieren.

„Farblos“, Romain Chalier (Trial-Motorrad)

„Farblos“, Cristina Garcia (Kontorsion)

Cristina Garcia aus Birmingham kann durch entsprechend hartes und intensives Training ihren Körper in Positionen verdrehen und verbiegen, die für die meisten Menschen unerreichbar zu sein scheinen. In ihrer Kontorsion zeigt sie, dass sie nicht nur ihren Kopf mühelos um 180 Grad drehen kann, sondern als eine der wenigen Kontorsionistinnen weltweit auch Pfeil und Bogen mit den Beinen perfekt beherrscht.

„Farblos“, Cristina Garcia (Kontorsion)

„Farblos“, Ondrej Zaruba, Sylvan Masson und Tomasz Lysacek (Freestyle Jumper)

„Farblos“, Anna de Carvalho (Pole)

Nach der Pause eröffnet die finnische Pole-Tänzerin Anna de Carvalho mit ihrer sinnlichen Darbietung den zweiten Teil des Abends, bevor die Herren von „Wild!“ mit Partner- und Hand-auf-Hand-Akrobatik brillieren.

„Farblos“, Wild! (Partnerakrobatik)

Ausgesprochen sinnlich erzählen Julia Galenchyk und Dmytro Turkeiev (Duo Turkeev) an den Strapaten ihre Liebesgeschichte unter der Circuskuppel.

„Farblos“, Julia Galenchyk und Dmytro Turkeiev (Strapaten)

Nachdem Patrick Lemoine bei seiner wortreichen Comedy auch zwei Zuschauer in seine circensischen Darbietungen eingebunden hat, präsentiert die Adrenalin Crew diesmal in siebenköpfiger Besetzung ihre Hochseilartistik, wobei die Sieben-Mann-Pyramide natürlich den Höhepunkt bildet.

„Farblos“, Adrenalin Crew (Hochseil)

„Farblos“, Jenny Kastein und Daniil Biriukov (Äquilibristik)

Bei „Farblos“ gibt es am Ende zwar nicht den legendären „Globe of Speed“, eine Stahlkugel mit 6,50 Metern Durchmesser, in der sich bis zu 8 waghalsige Biker auf ihren Motocross-Maschinen die gerade einmal 132 m² Fläche in der Stahlkugel streitig machen, sondern Jenny Kastein und Daniil Biriukov mit ihrer gefühlsbetonten Äquilibristik im strömenden Regen, die auch dann noch präzise ausgeführt wird, wenn beide Artisten längst völlig durchnässt sind.

„Farblos“, Jenny Kastein und Daniil Biriukov (Äquilibristik)

„Farblos“, Finale

Auch in der neuen Show hält es zum Ende der zwei­ein­viertel­stündigen Show beim Schlussapplaus ver­ständlicher­weise keinen der Zuschauer auf seinem Sitzplatz. „Farblos“ ist keinesfalls farblos im Sinne von eintönig oder langweilig, sondern wartet mit sensationellen artistischen Darbietungen in bekannter Flic-Flac-Manier auf. Und nichts anderes erwarten die Zuschauer bei einem Besuch des Circus Flic Flac auch.

„Farblos“, Finale

„Farblos“ ist noch bis zum 15. Oktober 2017 auf dem Parkplatz P9 am CentrO Oberhausen zu sehen sein, die Shows beginnen Montag bis Freitag um 20 Uhr, Samstag um 16 und 20 Uhr und Sonntag um 15 und 19 Uhr. Weitere Informationen unter www.flicflac.de.

Circus Flic Flac am Gasometer Oberhausen