Montag, 31. Juli 2017

Freie und Hansestadt Hamburg

„Veddel vergolden“

Die Veddel ist ein Stadtteil der Freien und Hansestadt Hamburg. Sie gehört seit 1768 zu Hamburg und liegt auf den drei Elbinseln Veddel, Peute und Wilhelmsburg. Veddel im Südosten der Hamburger Innenstadt wird von ihr durch die breite Norderelbe getrennt. Obwohl von Hamburg Hbf leicht mit den S-Bahn-Linien S3 und S31 zu erreichen, kann man die Veddel nicht unbedingt als touritisches Highlight Hamburgs bezeichnen. Ich war selbst erst anlässlich des Hafengeburtstages 2012 zum ersten Mal in Hamburg-Veddel, da mich das IBA-Dock und das Auswanderermuseum BallinStadt interessierten. Noch heute ist die Veddel durch straßenlange Backsteinbauten geprägt, die 1928 nach Planung des Oberbaudirektors Friedrich Wilhelm Schumacher (* 4. November 1869 in Bremen, † 5. November 1947 in Hamburg) errichtet wurden.

IBA-Dock im Müggendorfer Zollhafen

Feuerwache Veddel

Veddeler Brückenstraße

Boran Burchhardt (* 1973 in Hamburg) ist seit Anfang 2016 mit dem Atelierstipendium „Quartierskünstler auf der Veddel“ Stipendiat der gemeinnützigen „Stiftung Nachbarschaft“ der stadteigenen SAGA Unternehmensgruppe. Das Stipendium dient der Förderung von Kunst und Kultur und der kulturellen Belebung des Hamburger Stadtteils Veddel. Vom 13. Juni bis 18. Juli 2017 hat er die Fassade eines Mietshauses in der Veddeler Brückenstraße mit Blattgold belegt und möchte damit die Veddel glänzen lassen. 2009 hatte er die 20 Meter hohen Minarette der Centrums-Moschee im Hamburger Stadtteil St. Georg mit einem grün-weißen Muster angemalt, 2012 versetzte er die Alsterfontäne im Rahmen des Temporären Kunstpfades Harburg von der Binnenalster zum Harburger Außenmühlenteich und landete mit seinem Projekt prompt im 40. Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler – Die öffentliche Verschwendung 2012. In der diesjährigen Ausgabe des Schwarzbuches könnte womöglich auch „Veddel vergolden“ landen, denn die Hamburger Kulturbehörde stellte für das Vorhaben 85.621,90 Euro aus Mitteln für Kunst im öffentlichen Raum zur Verfügung, wogegen es natürlich Proteste vom Bund der Steuerzahler gab. Viele Anwohner hatten ebenfalls kein Verständnis für die Aktion. Zum großen Touristenmagnet ist die Veddel dadurch auch nicht geworden, immerhin wurde überregional über das Projekt berichtet, was mich ja letzten Endes auch veranlasst hat, mir mein eigenes Bild zu machen.

Boran Burchhardt, „Veddel vergolden“, 2017

Boran Burchhardt, „Veddel vergolden“, 2017

Boran Burchhardt, „Veddel vergolden“, 2017

Veddeler Brückenstraße


Hamburger Hafen

Hamburger Hafen

Der Hamburger Hafen ist meine persönliche Anlaufstelle, um ein wenig Seeluft zu schnuppern und die Aussicht auf die Hamburger Skyline zu genießen, was natürlich nicht von den St.-Pauli-Landungsbrücken möglich ist, sondern beispielsweise von dem südlich der Elbe gelegenen Theater im Hafen Hamburg und dem Theater an der Elbe. Seit meinem letzten Besuch in Hamburg im Dezember 2015 ist auch die Elbphilharmonie eröffnet worden, an einen Konzertbesuch zu zivilen Preisen und womöglich Restkarten für einen spontanen Besuch ist dort natürlich überhaupt nicht zu denken. Immerhin bietet der Standort südlich der Elbe IMHO den schönsten Blick von außen auf das Gebäude.

Hamburger Hafen, St.-Pauli-Landungsbrücken

Dampfschiff Schaarhörn, Baujahr 1908

Salvador Dalí, „Space Elephant“

Salvador Dalí, „Space Elephant“

Fernand Léger, „La Grande Fleur qui Marche“, 1952


Elbphilharmonie

Kehrwiederspitze, Sandtorhöft und Elbphilharmonie

Am 11. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie feierlich eingeweiht, betreten kann man das Allerheiligste jedoch nur bei einem Konzertbesuch oder im Rahmen einer Konzerthausführung, die es für 15 Euro beinahe geschenkt gibt. Wie gut, dass zur Zeit meines Hamburgbesuchs gar keine Konzerthausführungen angeboten wurden, so kam ich gar nicht erst in Versuchung, Geld dafür zu „verbrennen“, obendrein sind nämlich Fotoaufnahmen während der Hausführungen nicht gestattet. Blieb mir also nur der Besuch der „öffentlichen“ Aussichtsplattform zwischen dem Backsteinsockel und dem gläsernen Neubau der Elbphilharmonie, die allerdings auch nicht so „öffentlich“ ist, dass man dort „Panoramafreiheit“ geltend machen könnte, lediglich „das Filmen und Fotografieren für private Zwecke ist erlaubt.“ Angeblich soll diese Aussichtsplattform – die so genannte Plaza – täglich von bis zu 15.000 Gästen besucht werden, das macht bei einer Öffnungszeit von 9 bis 24 Uhr durschnittlich 1.000 Besucher pro Stunde bzw. knapp 17 Besucher, die pro Minute am Eingang abzufertigen wären. Um dem enormen Andrang Herr zu werden, wird der Besuch über Tickets geregelt, die man entweder vor Ort kostenlos erhält oder gegen eine Gebühr von 2 Euro online buchen kann. Nun weiß ich nicht, wie es zu Stoßzeiten vor Ort aussieht, sowohl am frühen Abend (gegen 18 Uhr) als auch zu weit fortgeschrittener Stunde (gegen 23 Uhr) lagen die Besucherzahlen weit unterhalb des errechneten Durchschnitts, mitunter befand sich mehr Aufsichtspersonal an einer Stelle auf der Plaza und unterhielt sich als dort Besucher zu beaufsichtigen gewesen wären. Bisher gibt man sich noch weltstädtisch und hält an den Öffnungszeiten bis Mitternacht fest, es würde mich aber überhaupt nicht wundern, wenn man in Zukunft die Öffnungszeiten einschränkt, um Kosten zu sparen.

Elbphilharmonie

Elbphilharmonie

Über eine 80,2 Meter lange, gebogene Rolltreppe (Krümmungsradius 210 Meter) durch die 82 Meter lange so genannte Tube – die profanen Übersetzungen „Röhre“ bzw. „Tunnel“ treffen den Sachverhalt IMHO am besten – werden die Besucher zunächst in 155 Sekunden (selbst gemessen) um 21,43 Meter nach oben in das 6. Obergeschoss befördert, dort gibt ein Panoramafenster den Blick Richtung Westen elbabwärts auf den Hafen frei, um schließlich über die 20 Meter lange, zweite Rolltreppe (Länge lt. Pressemitteilung des Herstellers Kone 21,10 Meter, Förderhöhe 4,32 Meter) und eine Treppe mit 15 Stufen zu der in 37,2 Meter Höhe gelegenen Plaza im 8. Obergeschoss zu gelangen. Dieser Weg ist also nicht barrierefrei, es muss aber auch Aufzüge geben. Auf beiden Längsseiten ist der Austritt auf die Außenplaza möglich, auf der man das Gebäude komplett umrunden und den Ausblick in alle Himmelsrichtungen genießen kann. Mit 80,2 Metern Länge löst die gebogene Rolltreppe den bisherigen Spitzenreiter mit 58 Metern Länge ab, nämlich die Rolltreppe zum Ruhr Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein. Die Rolltreppen in der Metro-Station Admiralteyskaya in St. Petersburg sind mit 137 Metern Länge aber in jedem Fall ein gutes Stückchen länger. Inwiefern man bei den gebogenen Rolltreppen in der Elbphilharmonie von einer „freistehenden“ Anlage sprechen kann, sei dahingestellt. Bei der 58 Meter langen Rolltreppe zum Ruhr Museum handelt es sich nämlich ganz offensichtlich um ein „freistehendes“ Exemplar.

Hamburger Hafen, Überseebrücke

Traditionsschiffhafen/Sandtorhafen in der HafenCity

Hamburger Hafen, Überseebrücke

Theater an der Elbe und Theater im Hafen Hamburg

Elbphilharmonie

Elbphilharmonie


Farbige Wasserlichtkonzerte im City-Park Planten un Blomen

Farbiges Wasserlichtkonzert im City-Park Planten un Blomen

Vom 1. Mai bis 30. September finden im City-Park Planten un Blomen jeden Abend farbige Wasserlichtkonzerte statt, seit der Internationalen Gartenbau-Ausstellung 1973 existiert die Wasserlichtorgel in ihrer jetzigen Form. Die Anlage besteht aus 762 Scheinwerfern mit bis zu 500 Watt Leistung, zwei Pumpen und 99 Wasserdüsen und wird bei den farbigen Wasserlichtkonzerten von zwei Künstlern bedient, wobei einer für die Wasserfontänen zuständig ist und einer für das „Lichtklavier“. Die Performance dauert etwa eine halbe Stunde und ist wie der City-Park Planten un Blomen bei freiem Eintritt zu besuchen. Entsprechend zahreich fanden sich auch die Besucher am Fontänenbecken ein, und wer zuletzt kommt, stellt sich natürlich den Besuchern vor die Nase, die sich frühzeitig in der Hoffnung auf eine gute Sicht auf die Performance am Fontänenbecken eingefunden haben. Dass es dort keine Prügelei oder Messerstecherei wie in Hamburg-Barmbek gegeben hat, grenzt beinahe an ein Wunder.

Farbiges Wasserlichtkonzert im City-Park Planten un Blomen

Farbiges Wasserlichtkonzert im City-Park Planten un Blomen

Farbiges Wasserlichtkonzert im City-Park Planten un Blomen

Farbiges Wasserlichtkonzert im City-Park Planten un Blomen

Farbiges Wasserlichtkonzert im City-Park Planten un Blomen

Farbiges Wasserlichtkonzert im City-Park Planten un Blomen

Sonntag, 30. Juli 2017

Hansestadt Lübeck

UNESCO-Weltkulturerbe und Tor zur Ostsee

1987 wurde mit dem mittelalterlichen Stadtkern der Hansestadt Lübeck mit ihren sieben Türmen, zahlreichen Bauwerken und Straßenzügen erstmals in Nordeuropa eine ganze Altstadt von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen. Unter dem Motto „Plötzlich 30“ sind 2017 mit vielen Partnern aus der Stadt zahlreiche kleine und große Aktionen zum Jubiläum geplant.

Holstentor

Das 1478 erbaute Mittlere Holstentor gilt als bekanntestes Wahrzeichen der Stadt, es ist neben dem Burgtor das einzige erhaltene Stadttor Lübecks. Die erst 1871 auf der Feldseite angebrachte Inschrift „Concordia domi foris pax“ bedeutet „Eintracht innen, draußen Friede“.

Holstentor

Holstentor

Holstentor und Salzspeicher

Holstentor

Holstentor

Lübecker Rathaus

Lübecker Rathaus

Lübecker Rathaus, Neues Gemach mit Renaissancetreppe an der Breiten Straße

Lübecker Rathaus, Renaissanceerker zur Breiten Straße an der Schmalseite des ersten Laubenvorbaus

Lübecker Rathaus

Café Niederegger im Stammhaus Breite Straße

Mindestens ebenso bekannt wie das Holstentor ist „Lübecker Marzipan“, wobei man sicher sein kann, dass die unter diesem Namen vertriebene Ware tatsächlich aus der Hansestadt Lübeck stammt, denn die Bezeichnung ist gerichtlich geschützt. Marzipan stammt aus dem Vorderen Orient und wurde erstmals 1530 in den Lübecker Zunftrollen erwähnt. Einer der bekanntesten Hersteller von Lübecker Marzipan ist die Firma J. G. Niederegger GmbH & Co. KG, Johann Georg Niederegger gründete am 1. März 1806 sein Unternehmen. Im zweiten Obergeschoss des Cafés Niederegger im Stammhaus Breite Straße befindet sich seit 1999 ein Marzipanmuseum, der so genannte „Niederegger Marzipansalon“, in dem man sich über die Entstehungsgeschichte des Marzipans und die Firmengeschichte des Hauses Niederegger bei freiem Eintritt informieren kann.

Café Niederegger im Stammhaus Breite Straße, Schaufenster

Café Niederegger im Stammhaus Breite Straße, Marzipanmuseum, handgeschriebenes Rezeptbuch

Café Niederegger in der Breite Straße, Marzipanmuseum, Zucker-Säule – Geschichte des Zuckers

Café Niederegger in der Breite Straße, Marzipanmuseum, aus Marzipan modellierte Figuren verschiedener Geschichtsepochen, rechts Johann Georg Niederegger

Café Niederegger in der Breite Straße, Marzipanmuseum, aus Marzipan modellierte Figuren verschiedener Geschichtsepochen, links Johann Georg Niederegger

Buddenbrookhaus

Haus der Schiffergesellschaft mit dem typischen Backstein-Treppengiebel, 1535

Haus der Schiffergesellschaft, 1535

Haus der Schiffergesellschaft, 1535

Engelsgrube

Engelsgrube mit Blick zur Jakobikirche

Heiligen-Geist-Hospital am Koberg

Das 1286 erbaute Heiligen-Geist-Hospital am Koberg in Lübeck ist eine der ältesten bestehenden Sozialeinrichtungen der Welt, auch heute noch ist es in Teilen ein Alten- und Pflegeheim.

Heiligen-Geist-Hospital am Koberg, dreischiffige Hallenkirche, Querhalle mit Lettner

Heiligen-Geist-Hospital, dreischiffige Hallenkirche, Querhalle mit Lettner

Heiligen-Geist-Hospital, dreischiffige Hallenkirche

Burgtor

Burgtor

Hubbrücken am Burgtor (Marstallbrücke) mit je einem eigenen Tragwerk für Eisenbahn, Straßenfahrzeuge und Fußgänger über den Elbe-Lübeck-Kanal, 1896 bis 1900

Feuerschiff Fehmarnbelt im Hansahafen

Schuppen 9 am Hansahafen

TheaterFigurenMuseum

Figurentheater

An der Obertrave

An der Obertrave

Große Petersgrube

Kleine Petersgrube

Depenau

Blick über die Trave zum Lübecker Dom

Lübecker Dom, Paradies

Lübecker Dom

Lübecker Dom, Kreuzgang

Lübecker Dom, Renaissance-Kanzel von Steinmetz Hans Fleming

Lübecker Dom, Kirchenuhr am Südende des Lettners aus dem Jahr 1628

Mit dem Skandinavienkai im Lübecker Stadtteil Travemünde ist Lübeck der größte deutsche Fährhafen an der Ostsee mit Verbindungen nach Schweden (Trelleborg und Malmö), Finnland und ins Baltikum.