Sonntag, 7. Mai 2017

20 Jahre Bundesgartenschau Gelsenkirchen

Großes Nordsternparkfest am 6. und 7. Mai 2017

Blühendes BUGA-1997-Logo, im Hintergrund der Nordsternturm, Spötter würden womöglich von verblühten Tulpen sprechen

Am 11. Februar 1993 verließ der letzte Förderwagen die Grube der Zeche Nordstern I/II. Wo früher 3.300 Beschäftigte 1,9 Mio. Tonnen zutage förderten, wurde am 19. April 1997 im Beisein von Bundespräsident Roman Herzog und NRW-Minister­präsident Johannes Rau die Bundesgartenschau eröffnet. Bis heute ist es einmalig, dass eine Bundes­garten­schau ein ehemaliges Zechengelände in einen attraktiven öffentlichen Park und überregionales Ausflugsziel verwandelt hat. Aus Anlass dieses Jubiläums veranstaltete die Stadt Gelsenkirchen am ersten Maiwochenende im Nordsternpark ein großes zweitägiges Fest. Damit wird sowohl an die BUGA 1997 erinnert als auch die Entwicklung des Geländes zu einem Park und zukunftsorientierten Gewerbestandort gefeiert.

Blühendes BUGA-1997-Logo

Aus dem umfangreichen Programm hatte ich mir für 16 Uhr die Besichtigung der Druckerei Limego im ehemaligen Spinnrad-Gebäude ausgesucht, dort darf man nicht fotografieren, ist aber auch uninteressant, HP Indigo Digitaldruckmaschinen kann man sich auch im Netz anschauen. Für 17 Uhr dann die Besichtung von Vivawest mit Nordsternturm und Museum. Doch daraus wurde erst einmal nichts, denn der Gästeführer war davon ausgegangen, dass um 16 Uhr die letzte Führung stattfindet, und nicht – wie im gedruckten Veranstaltungs­programm ausgewiesen – um 17 Uhr. Nun sollten sich solche Probleme just in time lösen lassen, dem war aber in diesem Fall leider nicht so, so dass nach 10 Minuten Wartezeit außer mir sämtliche Interessenten an der Besichtigung längst das Weite gesucht hatten, es gab ja schließlich auch noch andere Programmpunkte. Schließlich fand sich dann der Gästeführer doch noch ein, die Besichtung begann mit mehr als viertelstündiger Verspätung und wurde später vorzeitig abgebrochen, denn der Nordsternturm war nur bis 18 Uhr geöffnet. Vom Museum zur Bergbaugeschichte im Nord­stern­turm habe ich folglich nicht mehr wirklich etwas gesehen, das könne ich ja zu einem späteren Zeitpunkt besuchen, hieß es lapidar. Dislike!

Nordsternturm (Zeche Nordstern Schacht 2)

Zeche Nordstern Schacht 1

Zeche Nordstern Schacht 1

Herkules von Markus Lüpertz, 2010

Ann-Kathrin Krügel und Enver Yalçın Özdiker, Nefes-Chor & Ensemble

Beim Programm im Amphitheater erlebte ich im Anschluss an die Besichtung bei Vivawest auch die berühmt-berüchtigte „Hängepartie“, dort liefen bereits die Mitglieder der Neuen Philharmonie Westfalen auf, als Ann-Kathrin Krügel den Nefes-Chor anmoderierte. Immerhin, das Crossover-Konzert „NPW goes DISCO: Boney M. meets Village People“ begann schließlich nur mit gut halbstündiger Verspätung.

Henrik Wager

Es hätte bestimmt ein wirklich gutes Konzert werden können, Generalmusikdirektor Rasmus Baumann hatte sich in seinen silberfarbigen Frack geworfen, die Gesangssolisten Bonita Niessen, Joyce van de Pol, Henrik Wager und Dennis LeGree waren ebenfalls bester Laune, wäre da nicht der Tontechniker gewesen, der Rückkopplungen womöglich für künstlerisch wertvoll hält, und der Beleuchter, der der Meinung war, Moving-Lights richtet man am besten auf das Publikum, damit die Zuschauer von selbigen geblendet die Musiker und Gesangssolisten gar nicht mehr sehen wollen, und der… lassen wir das, es dürfte für die Zukunft womöglich auch nichts ändern. Es gibt einfach Leute, die sind kritikresistent…

Joyce van de Pol

Bonita Niessen

Joyce van de Pol und Bonita Niessen

Bonita Niessen, Henrik Wager, Joyce van de Pol und Dennis LeGree

Neue Philharmonie Westfalen

Henrik Wager, Joyce van de Pol (verdeckt), Dennis LeGree und Bonita Niessen

Joyce van de Pol und Bonita Niessen

Zum Abschluss des Abends wurde noch eine Feuershow mit einem kombinierten Höhenfeuerwerk geboten, gar nicht so verkehrt, trotz frühlingshafter Temperaturen kühlt es sich am Abend doch noch ziemlich ab.

Feuershow

Feuershow

Raupe Valentin, das Maskottchen der BUGA 1997

Zeche Nordstern Schacht 1 und 2, rechts der anstelle des zurückgebauten Traggerüstes des ehemaligen Kesselhauses entstehende Vivawest Verwaltungsneubau

Zeche Nordstern, Werkstattgebäude und Schreinerei

Während ich im Nordsternturm noch das am 5. Oktober 2012 eröffnete „Nordstern Videokunstzentrum“ wähnte, wurde dort am 28. April 2017 die neue Dauerausstellung „Wandel is immer“ eröffnet. Dem Vernehmen nach war Videokunst beim ausgebliebenen Publikum nicht so der Renner.

Nordsternturm, Seilscheibe, GHH Oberhausen-Sterkrade, Durchmesser 9 Meter, Baujahr 1951, Teufenanzeiger und Fördermaschine, BBC Brown Boveri Baden, 1.800 kW, Baujahr 1951

Nordsternturm, Fördermaschine, BBC Brown Boveri Baden, 1.800 kW, Baujahr 1951, dahinter die Seilscheibe, GHH Oberhausen-Sterkrade, Durchmesser 9 Meter, Baujahr 1951

Bergbaustollen

Bergbaustollen

Schalke 04 Maskottchen „Erwin“

Doppelbogenbrücke über den Rhein-Herne-Kanal

Doppeldecker-Cabriobus Volvo B9TL

Bei den Besuchern des Nordsternparkfestes waren auch die kostenlosen Stadtteilrundfahrten durch Gelsenkirchen-Horst und Gelsenkirchen-Heßler ebenfalls sehr beliebt, wobei es für die Fahrt im offenen Cabriobus gern ein wenig wärmer hätte sein können.

Siedlung Klapheckenhof

KAUE, ehemalige Waschkaue der Zeche Wilhelmine Victoria

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Detlef,

schöne Zusammenfassung - weiter so!

Die WAZ hat auch Bilder veröffentlicht:


Die Verstaltung auf AV ist leider seit Donnerstag ausgebucht.


Viele Grüsse
Der April-Blogger ;-)

Detlef hat gesagt…

Hallo!

„Vielen Dank, für die Blumen, vielen Dank, wie lieb von Dir“
Habe lediglich die Verweise auf fremde Websites entfernt…

LG Detlef