Dienstag, 28. März 2017

Zeche Lohberg

… oder was davon noch übrig ist

Zeche Lohberg

Nach dem Erwerb von mehreren Grubenfeldern durch August und Fritz Thyssen wurde am 30. Dezember 1905 die Gewerkschaft Lohberg gegründet. 1909 begannen die Teufarbeiten für die beiden Schächte Lohberg 1 und Lohberg 2, und im Juli 1913 wurde offiziell die Förderung am Schacht Lohberg 1 aufgenommen. In den 1950er-Jahren wurden die übertägigen Anlagen unter Beteiligung des Industriearchitekten Fritz Schupp ausgebaut. Mit dem Neubau des Schachtgerüstes von Schacht 2 1955/56 began der Ausbau Lohbergs zur Großschachtanlage. Ab 1989 erfolgte der Verbund mit dem Bergwerk Osterfeld zum „Bergwerk Lohberg-Osterfeld“. Bis 1991 war das Bergwerk Lohberg-Osterfeld mit 10 Tagesschächten, 7.000 Beschäftigten und einer Jahresförderung von ca. 5.000.000 t das größte Bergwerk im Ruhrgebiet. Am 30. Dezember 2005 wurde das Bergwerk stillgelegt, am 30. Juni 2006 fuhren nach Abschluss der Demontagearbeiten zum letzten Mal Bergleute in die Grube. 2007 erfolgte der Rückbau der Gleisanlagen sowie der Abriss der ersten, nicht denkmalgeschützten Gebäude, 2010 wurde in der ersten Local Hero-Woche das Kreativ.Quartier Lohberg eröffnet. Am 24. Juni 2017 ist die Zentralwerkstatt im Kreativ.Quartier Lohberg erneut Spielort der ExtraSchicht.

Zeche Lohberg

Zeche Lohberg, Pförtnerhaus und Fördergerüst Schacht 2

Zeche Lohberg, Pförtnerhaus und Alte Verwaltung

Zeche Lohberg

Zeche Lohberg, Kühlturm, Maschinenhaus 1, Heizstation und Fördermaschinenhaus

Zeche Lohberg, Noch alle Tassen am Zaun?

Zeche Lohberg, Zentralwerkstatt und Fördergerüst Schacht 2

Zeche Lohberg, Kühlturm

Zeche Lohberg, Misch- und Stapelanlage für Rohwaschkohle

Kohlen-Rundeindicker, „Der Hase“ von Thomas Schütte, 2014

Bergpark Lohberg, „Kraftwerk Lohberg“, Berge-Rundeindicker und Misch- und Stapelanlage für Rohwaschkohle

Im Oktober 2014 wurde der Bergpark Lohberg eröffnet, ein Teil der Flächen des ehemaligen Zechengeländes Lohberg von der Hünxer Straße bis zum Fuß der Halde Lohberg Nord wurde in eine neue Erholungs- und Freizeitlandschaft umgestaltet.

Bergpark Lohberg

Dinslaken-Lohberg

Heute steht die 1907 nach dem Vorbild englischer Gartenstädte geplante Siedlung Lohberg mit den Innenhöfen und dem alten Baumbestand komplett unter Denkmalschutz. Etwa 40 % der Bevölkerung Lohbergs haben einen türkischen Migrationshintergrund, ein ehemaliger Steiger vom Bergwerk Lohberg-Osterfeld, den ich am Fördergerüst von Schacht 2 traf, meinte hingegen, die Siedlung sei „fest in türkischer Hand“.

Dinslaken-Lohberg

Dinslaken-Lohberg, Gemeinschaftsgrundschule Lohberg

Keine Kommentare: