Dienstag, 21. März 2017

Ankündigung: ExtraSchicht 2017 – Der Wandel bleibt spannend

Frühbucheraktion vom 21. März bis zum 8. Mai 2017

ExtraSchicht KeyVisual 2017. © Ruhr Tourismus GmbH

Bereits zum siebzehnten Mal veranstaltet die Ruhr Tourismus GmbH am 24. Juni 2017 die ExtraSchicht, seit der Premiere am 26./27. Mai 2001 werden bei der „Nacht der Industrie­kultur“ ehemalige Industrieanlagen, aktuelle Produktions­stätten, Zechen und Halden als Spielorte der Industriekultur geschickt in Szene gesetzt, womit das Festival den Wandel von der Schwerindustrie zu einer modernen Wirtschafts- und Kulturregion verdeutlicht. Die 17. ExtraSchicht wirft mit der Bekanntgabe ihrer Spielort-Neuverpflichtungen ihre Schatten voraus und soll Lust auf das größte Industriekulturfest Deutschlands machen. Zwei neue Spielorte ergänzen die Austragungsorte der diesjährigen ExtraSchicht, dies sind das Künstlerhaus in Dortmund und die Maschinenhalle Pattberg in Moers. Außerdem ist das CreativQuartier Fürst Leopold in Dorsten-Hervest nach 2012 dieses Jahr wieder mit von der Partie.

Künstlerhaus Dortmund. © Hannes Woidich

Schon lange im kulturellen Geschehen aktiv, aber zum ersten Mal bei der ExtraSchicht dabei ist das Künstlerhaus in Dortmund. Ursprünglich 1924 als Waschkaue der Zeche Westphalia in der Dortmunder Nordstadt unweit des Dortmunder Hauptbahnhofs gebaut, dient das Gebäude seit über 30 Jahren dem lebendigen Austausch zwischen Künstlern und Kunstbetrachtern. Das offene Haus beherbergt Wohnungen und Ateliers für ortsansässige und Gastkünstler und bietet ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm.

Künstlerhaus Dortmund. © Künstlerhaus

Zum ExtraSchicht-Debüt werden Fotos gezeigt: solche aus der Vergangenheit des Gebäudes und solche, die einen Blick ins Panorama der (Alltags-)Lebenswelt werfen.

Maschinenhalle Pattberg. © Thoralf Abgarjan

Die denkmalgeschützte Maschinenhalle Pattberg in Moers, 1932 als schlichter Backsteinbau errichtet, hat ebenfalls viele Jahre auf dem Buckel, ist aber in Sachen Kultur ein Newcomer: Im Schatten der großen Fördermaschine zog hier im vergangenen Jahr mit dem Festival „Last Exit Moers“ neues Leben ein. Das Motto spielt ironisch mit der Lage des Spielorts irgendwo im Nirgendwo in der Nähe der Autobahn, ist aber ebenso als Einladung an die Besucher der ExtraSchicht zu verstehen, die an diesem Abend mit Hilfe einer interaktiven Lichtinstallation ihre Umgebung nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten können.

Maschinenhalle Pattberg, elektrische Fördermaschine, 2 × 1.015 kW, Baujahr 1912, ursprünglich am Schacht Rheinpreußen 2 in Duisburg-Homberg installiert. © Werner J. Hannappel

Doppelfördermaschinengebäude Schacht Fürst Leopold 2

Im Januar 1913 wurde im Bergwerk Fürst Leopold die erste Kohle gefördert, 2001 wurde die Förderung schließlich eingestellt. Heute befindet sich an der Stelle des ehemaligen Bergwerks das „CreativQuartier Fürst Leopold“ mit nicht weniger als sechs gastronomischen Betrieben in den ehemaligen Zechengebäuden, drei weitere sollen noch hinzukommen. Ebenfalls erhalten geblieben ist das 1912 errichtete östliche Fördermaschinenhaus sowie das 1914 daran angebaute westliche Maschinenhaus. Im Inneren sollen sich angeblich Zwillingstandem-Dampffördermaschinen befinden, die 1912 bzw. 1915 von der Friedrich-Wilhelm-Hütte in Mülheim an der Ruhr gebaut wurden. Das CreativQuartier Fürst Leopold war am 30. Juni 2012 letztmalig Spielort der ExtraSchicht.

Bergwerk Fürst Leopold, Magirus-Deutz 170 D 11

Zur ExtraSchicht 2017 locken neben Führungen durch die historischen Gebäude mehrere Kunstausstellungen, Live-Musik sowie eine große Lasershow.

Bergwerk Fürst Leopold, ehemalige Waschkaue

Bergwerk Fürst Leopold, ehemalige Lohnhalle

Bergwerk Fürst Leopold, ehemalige Lohnhalle

Neben den neuen Spielorten sind natürlich auch die Standorte der Route der Industriekultur dabei, wie das UNESCO-Welterbe Zollverein, der Gasometer Oberhausen und das LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg, die Jahrhundert­halle Bochum, das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern und die Kokerei Hansa in Dortmund, das LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg und die Zeche Waltrop, oder die Lindenbrauerei in Unna.

ExtraSchicht 2014: „Tanz Kreativ – In the Dark“, Licht-Performance im Magazingebäude der Zeche Waltrop

Alle Spielorte auf einen Blick:
  • Der rollende Spielort – ExtraFahrt
    Metropole Ruhr – Mitte/Süd
  • Eisenbahnmuseum Bochum
  • Jahrhundert­halle Bochum
  • LWL-Industriemuseum Zeche Hannover, Bochum
  • Privatbrauerei MORITZ FIEGE, Bochum
  • LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
  • Flottmann-Hallen, Herne
  • Kulturbrauerei Hülsmann, Herne
  • LWL-Museum für Archäologie, Herne
  • LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall, Witten
    Metropole Ruhr – Ost
  • Parkbad Süd, Castrop-Rauxel
  • Brauerei-Museum, Dortmund
  • Deutsches Fußballmuseum, Dortmund
  • Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität
  • Hoesch-Museum, Dortmund
  • Kokerei Hansa, Dortmund
  • Kulturort Depot, Dortmund
  • Künstlerhaus Dortmund
  • LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, Dortmund
  • Bergwerk Ost, Hamm
  • Lindenbrauerei, Unna
  • LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg, Waltrop
  • Zeche Waltrop
ExtraSchicht 2012: Shoe Shine Boys and Rags in der U-Bahn-Station Deutsches Bergbau-Museum in Bochum

Vom 21. März bis zum 8. Mai 2017 gibt es online unter www.extraschicht.de, im Ruhr Tourismus Service Center in Oberhausen sowie in den Verkaufsstellen der Stadtmarketing­gesellschaften in Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Essen, Bochum und Dortmund sowie im Besucherzentrum Hoheward in Herten für echte Fans die Eintrittskarte zur Nacht der Industriekultur zum günstigen Frühbucher-Preis: Im Rahmen der Frühbucher-Aktion sichern sich Besucher ihr ExtraSchicht-Ticket für nur 12 Euro statt 20 Euro (pro Person für alle Besucher ab 6 Jahren). Die Karte berechtigt zum Eintritt an allen 45 Spielorten und ist gleichzeitig Fahrschein für alle ExtraSchicht-Shuttle-Busse. Als Kombiticket gilt die Karte für alle Busse und Bahnen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und der Verkehrs­gemein­schaft Ruhr-Lippe und gilt dort ganztägig am 24. Juni 2017 bis 7 Uhr am Folgetag. Somit kann es auch bereits für die Anreise zur ExtraSchicht genutzt werden. Inhaber der RUHR.TOPCARD erhalten ihr um 50 % reduziertes ExtraSchicht-Ticket zum Preis von 8,50 Euro während des regulären Vorverkaufs vom 9. Mai bis 23. Juni 2017 bei ausgewählten Vor­verkaufs­stellen. Am 9. Mai 2017 wird auch das Programm der diesjährigen ExtraSchicht vorgestellt.

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