Dienstag, 7. Februar 2017

Tag des offenen Denkmals 2017

Anmeldephase für Veranstalter am Denkmaltag hat begonnen

1984 rief Kulturminister Jack Lang in Frankreich die „Journées Portes ouvertes dans les monuments historiques“ ins Leben. Aufgrund der großen Resonanz in der Bevölkerung folgten in den nächsten Jahren u. a. die Niederlande, Schweden, Dänemark und Belgien dem Beispiel. So griff der Europarat den Gedanken auf und rief 1991 die „European Heritage Days“ ins Leben. Seit 1993 öffnen in Deutschland am zweiten Sonntag im September zum „Tag des offenen Denkmals“ mehrere tausend historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen. Unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ haben 2016 rund 4 Millionen Besucher die Gelegenheit genutzt, um sich die mehr als 8.000 historischen Gebäude, archäologischen Stätten sowie Gärten und Parks anzuschauen, die am 11. September 2016 ihre Türen geöffnet hatten. Mit dem Tag des offenen Denkmals soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und Interesse für die Belange der Denkmalpflege geweckt werden.

Plakatmotiv 2017, © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals am 10. September 2017 steht unter dem Motto „Macht und Pracht“. Dieser Leitgedanke ist überregional, bietet breite Interpretationsmöglichkeiten und lässt sich auf alle Epochen beziehen. Er lädt zum einen zur Präsentation von prachtvollen Bauwerken ein, die der Macht in ihrer Zeit Ausdruck verliehen. Zum anderen sollen die Veranstalter historische Gebäude und Stätten zeigen, die die anderen Facetten und gar Gegensätze von Macht und Pracht widerspiegeln: bewusst nüchtern oder schlicht gehaltene Architekturobjekte sowie Orte, die Machtmissbrauch anmahnen, und Bauten, die an die Armut und Ohnmacht ihrer Zeit und Bewohner erinnern. Zudem lässt sich auch das Reformationsjahr gut in das Thema einbinden.

Bonn, großer Saal der Beethovenhalle, von Siegfried Wolske erbaut, 1959 eingeweiht, Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Die Anmeldung erfolgt unter www.tag-des-offenen-denkmals.de oder schriftlich bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Anmeldeschluss ist der 31. Mai. Die Stiftung stellt kostenfrei für die Werbung vor Ort Plakate und weitere Materialien zur Verfügung.

St. Ingbert, Sudhochhaus der ehemaligen Brauerei Becker, 1925-27 in Stahlbeton erbaut. © Landesdenkmalamt des Saarlandes

Keine Kommentare: