Mittwoch, 23. August 2017

Inhaltsverzeichnis 2017

Da sich das Inhaltsverzeichnis als Startseite in den vergangenen Jahren bewährt hat, gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Index. Never touch a running system!


Das Hermannsdenkmal

Nicht der rechte Zeitpunkt, nicht der rechte Ort…

Das Hermannsdenkmal auf der Grotenburg im südlichen Teutoburger Wald wurde von 1838 bis 1875 nach Entwürfen des Bildhauers Ernst von Bandel (* 17. Mai 1800 in Ansbach, † 25. September 1876 in Neudegg) erbaut und soll an die so genannte Schlacht im Teutoburger Wald erinnern, in der germanische Stämme unter der Führung des Cheruskerfürsten Arminius den drei römischen Legionen XVII, XVIII und XIX unter Publius Quinctilius Varus im Jahre 9 eine entscheidende Niederlage beigebracht haben sollen. Nach heutigen Forschungsergebnissen fand die Varusschlacht gar nicht im Teutoburger Wald statt, sondern wahrscheinlich bei Bramsche in Niedersachsen. Davon wusste Ernst von Bandel aber noch nichts, daher beugte er sich bei der Auswahl des Standortes dem lippischen Fürsten, der verlangte, dass das Denkmal weithin im Freistaat Lippe zu sehen sein muss.

Hermannsdenkmal

Der Landesverband Lippe meint, das Hermannsdenkmal sei eines der bekanntesten Denkmale Deutschlands und Europas und eines der beliebtesten Ausflugsziele. Versteht man unter dem Begriff Denkmal auch denkmalgeschütze Gebäude, so dürfte der Kölner Dom wohl bekannter sein und auch mehr Besucher haben: Der Kölner Dom ist das meistbesuchte Bauwerk Deutschlands mit jährlich über sechs Millionen Touristen. Wobei die Tourismusmaschinerie auch am Hermannsdenkmal wie geschmiert vollautomatisiert Geld in die Kassen spült: Die Eintrittskarte zur Besteigung des Denkmalsockels spuckt ein Automat aus, und am Eingang werden diese Tickets maschinell gelesen. Der Parkplatz auf der Grotenburg ist bewirtschaftet und durch Schranken gesichert, wobei der kostenfreie Parkplatz am Grillplatz Mufflonkamp eine durchaus sinnvolle Alternative für Besucher bietet, die den Aufstieg zu Fuß nicht scheuen.

Hermannsdenkmal

Das Hermannsdenkmal ist von 1. Mai bis 31. Oktober von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet, wer später kommt, hat zumindest die 3 Euro für die Besteigung des Denkmalsockels gespart, das Standbild selbst ist für normale Besucher nicht begehbar.

Hermannsdenkmal

Hermannsdenkmal, Rückansicht im Gegenlicht

Bandel-Hütte

Eine Ausstellung in der Bandel-Hütte zum Hermmansdenkmal und seinem Erbauer bietet interessante An- und Einsichten. So ist beispielsweise ein Modell des inneren Eisengerüstes zu sehen, das die Kupferplatten der mächtigen Figur von innen zusammenhält. Ebenso eine Skulptur von Jakob Wedel, die den 70-jährigen Bildhauer Ernst von Bandel zeigt, wie er die Faust und den Schwertgriff formt. Bereits 1846 wurde der Sockel des Denkmals fertiggestellt, aber in der Reaktionsphase nach der Märzrevolution von 1848 geriet der Bau ins Stocken. Erst 1870 wurden die Vorarbeiten auf der Grotenburg für die Montage der Figur auf dem Sockel wieder aufgenommen, und im Sommer 1875 konnte das Denkaml schließlich vollendet werden.

Büste und Gedenkstein für Ernst von Bandel

Bandel-Hütte, Modell des inneren Eisengerüstes des Hermannsdenkmals

Erinnerungstafel für Ernst von Bandel

Erinnerungstafel für Kaiser Wilhelm I.

Bismarckgedenkstein

Im Umfeld des Hermannsdenkmals wurde eine Reihe weiterer Gedenksteine errichtet, der größte ist der Bismarckgedenkstein an der Nordseite der Bandel-Wiese. Er ist aus grob behauenen Sandsteinen aufgeschicht und mit einer Bronzeplakette versehen, auf der das Bildnis Otto von Bismarcks dargestellt ist.

Bismarckgedenkstein

In der Nähe des Bismarckgedenksteins befindet sich ein Erinnerungsstein für die 1882 auf der Grotenburg erfolgte Gründung des CVJM.

Erinnerungsstein für die 1882 auf der Grotenburg erfolgte Gründung des CVJM

Montag, 21. August 2017

Deutscher Musical Theater Preis 2017

Die Nominierten für den Theaterpreis für herausragende künstlerische Leistungen im Genre Musical stehen fest

Der Deutsche Musical Theater Preis wurde 2014 erstmals durch die Deutsche Musical Akademie in Form eines Ehrenpreises an Helmut Baumann verliehen. Ziel des Preises ist es, herausragende künstlerische Leistungen im Genre Musical zu würdigen und diesen eine größere öffentliche Aufmerksamkeit zu geben. Die Deutsche Musical Akademie e. V. lobt diesen neuen Preis für die Musicalbranche jährlich aus. Es handelt sich um einen undotierten Theaterpreis für den deutschsprachigen Raum, der auf die Leistungskraft, Vielfalt und künstlerische Ausstrahlung der populärsten deutschen Bühnengattung aufmerksam machen und diese unterstützen will.

Die Jury bestehend aus Esther Bätschmann (Kostüm und Bühnenbildnerin), Sabine Haydn (Autorin und Produzentin), Holger Hauer (Regisseur, Autor und Schauspieler), Marika Lichter (Künstleragentur) und Frank Nimsgern (Komponist, Artistic und Musical Director) besuchten 17 deutschsprachige Musicaluraufführungen in Deutschland (13), Österreich (3) und der Schweiz (1), die vom 15. August 2016 bis 14. August 2017 Premiere feierten. Folgende Produktionen waren für den Deutschen Musical Theater Preis 2016 von den jeweiligen Produzenten ins Rennen geschickt worden:
  • „Der Schwanenprinz – Lebe deinen Traum“ (UA: 30. Juli 2016) – MS Füssen, Suite31 Productions GbR
  • „Seegfrörni“ (UA: 26. August 2016) – Mammern Classics, CH
  • „Cindy Reller“ (UA: 15. September 2016) – Schmidts Tivoli, Hamburg
  • „Doctor Faustus’ Magical Circus Part II“ (UA: 23. September 2016) – Württembergische Landesbühne Esslingen
  • „Wildes Berlin“ (UA: 23. September 2016) – BKA Theater (Berliner Kabarett Anstalt), Berlin
  • „In 80 Tagen um die Welt (oder wie viele Opern passen in ein Musical)“ (UA: 1. Oktober 2016) – Landestheater Linz, AT
  • „Barricade“ (UA: 5. November 2016) – Deutsche Musical Company GmbH, Pulheim
  • „Peter Pan“ (UA: 19. November 2016) – Bühne Baden bei Wien, AT
  • „Die Goldberg-Variationen“ (UA: 26. November 2016) – Staatstheater Karlsruhe
  • „Luther – Rebell Gottes“ (UA: 13. Januar 2017) – Stadttheater Fürth
  • „Klassenkampf“ (UA: 24. März 2017) – Heimathafen Neukölln & Constanze Behrends, Berlin
  • „Kopfkino“ (UA: 13. April 2017) – Neuköllner Oper, Berlin
  • „Vom Fischer und seiner Frau“ (UA: 12. Mai 2017) – Brüder Grimm Festspiele, Hanau
  • Das Molekül“ (UA: 19. Mai 2017) – Theater Bielefeld
  • „Vivaldi – Die fünfte Jahreszeit“ (UA: 3. Juni 2017) – Volksoper Wien, AT
  • „Luther – Zwischen Liebe, Tod und Teufel“ (UA: 24. Juni 2017) – Uckermärkische Bühnen Schwedt
  • Der bewegte Mann – Das Musical“ (UA: 27. Juli 2017) – Altonaer Theater, Hamburg

Nominierte 2016

Bestes Musical

„Vom Fischer und seiner Frau“ (Brüder Grimm Festspiele, Hanau)
„In 80 Tagen um die Welt“ (Landestheater Linz)
„Kopfkino“ (Neuköllner Oper, Berlin)

Beste Komposition

William Ward Murta für „Das Molekül“ (Theater Bielefeld)
Gisle Kverndokk für „In 80 Tagen um die Welt“ (Landestheater Linz)
Christian Kolonovits für „Vivaldi – Die fünfte Jahreszeit“ (Volksoper Wien)

Bestes Buch

Constanze Behrends für „Klassenkampf“ (Heimathafen Neukölln & Constanze Behrends, Berlin)
Martin Lingnau & Heiko Wohlgemuth für „Cindy Reller“ (Schmidts Tivoli, Hamburg)
Wolfgang Adenberg & Martin Lingnau für „Doctor Faustus’ Magical Circus Part II“ (Württembergische Landesbühne Esslingen)

Beste Liedtexte

William Ward Murta & Constanze Grohmann (Übersetzung ) für „Das Molekül“ (Theater Bielefeld)
Kevin Schroeder für „Vom Fischer und seiner Frau“ (Brüder Grimm Festspiele, Hanau)
Heiko Wohlgemuth für „Cindy Reller“ (Schmidts Tivoli, Hamburg)

Bestes Musikalisches Arrangement

William Ward Murta für „Das Molekül“ (Theater Bielefeld)
Christian Kolonovits für „Vivaldi – Die fünfte Jahreszeit“ (Volksoper Wien)
Gisle Kverndokk für „In 80 Tagen um die Welt“ (Landestheater Linz)

Beste Regie

Carolin Spieß für „Cindy Reller“ (Schmidts Tivoli, Hamburg)
Matthias Davids für „In 80 Tagen um die Welt“ (Landestheater Linz)
Holger Hauer für „Vom Fischer und seiner Frau“ (Brüder Grimm Festspiele, Hanau)

Beste Choreographie

Simon Eichenberger für „In 80 Tagen um die Welt“ (Landestheater Linz)
Neva Howard für „Kopfkino“ (Neuköllner Oper, Berlin)
Bart de Clerqc für „Vom Fischer und seiner Frau“ (Brüder Grimm Festspiele, Hanau)

Bestes Bühnenbild

Hans Kudlich für „In 80 Tagen um die Welt“ (Landestheater Linz)
Christof Cremer für „Vivaldi – Die 5. Jahreszeit“ (Volksoper Wien)
Ulv Jakobsen für „Das Molekül“ (Theater Bielefeld)

Bestes Kostümbild und Maske

Ulla Röhrs & Wiebke Quenzel für „Vom Fischer und seiner Frau“ (Brüder Grimm Festspiele, Hanau)
Christof Cremer für „Vivaldi – Die 5. Jahreszeit“ (Volksoper Wien)
Susanne Hubrich für „In 80 Tagen um die Welt“ (Landestheater Linz)

Beste Darstellerin in einer Hauptrolle

Roberta Valentini für „Das Molekül“ (Theater Bielefeld)
Anna Montanaro für „Vom Fischer und seiner Frau“ (Brüder Grimm Festspiele, Hanau)
Daniela Dett für „In 80 Tagen um die Welt“ (Landestheater Linz)

Bester Darsteller in einer Hauptrolle

Ron Holzschuh für „Vom Fischer und seiner Frau“ (Brüder Grimm Festspiele, Hanau)
Drew Sarich für „Vivaldi – Die fünfte Jahreszeit“ (Volksoper Wien)
Alen Hodzovic für „In 80 Tagen um die Welt“ (Landestheater Linz)

Beste Darstellerin in einer Nebenrolle

Elena Zvirbulis für „Cindy Reller“ (Schmidts Tivoli, Hamburg)
Karen Robertson für „In 80 Tagen um die Welt“ (Landestheater Linz)
Kerstin Ibald für „Luther – Rebell Gottes“ (Stadttheater Fürth)

Bester Darsteller in einer Nebenrolle

Janko Danailow für „Vom Fischer und seiner Frau“ (Brüder Grimm Festspiele, Hanau)
Götz Fuhrmann für „Cindy Reller“ (Schmidts Tivoli, Hamburg)
Rob Pelzer für „In 80 Tagen um die Welt“ (Landestheater Linz)

Ehrenpreis

Der Ehrenpreis geht in diesem Jahr an Ute Lemper. Die Deutsche Musical Akademie ehrt damit die deutsche Musicaldarstellerin, Chansonsängerin und Schauspielerin, die 1983 von Peter Weck für die erste deutschsprachige Produktion von „Cats“ im Theater an der Wien als Bombalurina engagiert wurde und 1998 für ihre Engagements in New York in die Vereinigten Staaten übersiedelte.

Sonntag, 20. August 2017

Die Hespertalbahn unter Dampf

Was lange währt, wird endlich gut…

Jeder hat bestimmt schon einmal das Sprichwort „Was lange währt, wird endlich gut“ gehört. Nun ist „lange“ natürlich ein dehnbahrer Begriff, im Fall des Neubaus der Kampmannbrücke über die Ruhr, die die Essener Stadtteile Heisingen und Kupferdreh miteinander verbindet, sollen von der Sperrung der ehemaligen Balkenbrücke am 18. Juli 2016 bis zur voraussichtlichen Fertigstellung der neuen Schrägseilbrücke im Juli 2019 sage und schreibe drei Jahre ins Land ziehen. Bis dahin muss der Autoverkehr über die in den 1970er-Jahren fertiggestellte Theodor-Heuss-Brücke ausweichen, Fußgänger und Radfahrer können über die ehemalige Eisenbahnbrücke der Ruhrtalbahn über die Ruhr ausweichen. Die Objektplanung des Neubaus der Kampmannbrücke erfolgte durch schleich bergmann partner, Stuttgart, die ausführenden Baufirmen sind in Mülheim an der Ruhr, Altenkirchen und Hannover beheimatet. Wenn die ihre Bauarbeiter erst von dort nach Essen schicken müssen, ist es natürlich kein Wunder, dass der Neubau der Schrägseilbrücke insgesamt drei Jahre dauern wird.

Neubau der Kampmannbrücke über die Ruhr, Fertigstellung voraussichtlich Juli 2019

Fünfmal so lange hat es gedauert, die im Jahr 2002 zur Restaurierung und Hauptuntersuchung abgestellte schwere Werkslokomotive für die Montanindustrie, Hersteller Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal bei Kirchen/Sieg, Fabriknummer 12037, Baujahr 1956, komplett zu zerlegen, Karosserie, Kessel und Fahrwerk zu reparieren und anschließend wieder zusammen zu setzen. Die Arbeiten wurden mit der Abnahme des Kessels durch den TÜV und der Bescheinigung der erfolgten eisenbahnmäßigen Hauptuntersuchung nun abgeschlossen. Bereits am vorherigen Betriebstag am 6. August 2017 war die schwere Werkslokomotive wieder auf der Hespertalbahn zwischen Kupferdreh und Haus Scheppen im Einsatz, so dass dieser Blogeintrag eigentlich „für die Tonne“ ist, derweil natürlich Bilder des ersten Einsatzes der Dampflok bereits am 6. August im Netz kursierten und sich nun niemand mehr dafür interessieren wird. Schließlich war die diesbezügliche Pressemitteilung mit der Aussage „Am 20. August wird erstmals nach 15 Jahren die Dampflok D5 der Hespertalbahn wieder zum Einsatz kommen“ mit dem Einsatz der schweren Werkslokomotive am 6. August nur noch Makulatur. Um das Motto der diesjährigen Cranger Kirmes nochmals aufzugreifen: „We are not amused!“

schwere Werkslokomotive für die Montanindustrie, Hersteller Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal bei Kirchen/Sieg, Fabriknummer 12037, Baujahr 1956

schwere Werkslokomotive für die Montanindustrie, Hersteller Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal bei Kirchen/Sieg, Fabriknummer 12037, Baujahr 1956

schwere Werkslokomotive für die Montanindustrie, Hersteller Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal bei Kirchen/Sieg, Fabriknummer 12037, Baujahr 1956

schwere Werkslokomotive für die Montanindustrie, Hersteller Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal bei Kirchen/Sieg, Fabriknummer 12037, Baujahr 1956

schwere Werkslokomotive für die Montanindustrie, Hersteller Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal bei Kirchen/Sieg, Fabriknummer 12037, Baujahr 1956, Luftpumpe, Deutsche Reichsbahn, Reichsbahn Ausbesserungswerk (RAW) Einheit Leipzig, № 02.10572 P

schwere Werkslokomotive für die Montanindustrie, Hersteller Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal bei Kirchen/Sieg, Fabriknummer 12037, Baujahr 1956

schwere Werkslokomotive für die Montanindustrie, Hersteller Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal bei Kirchen/Sieg, Fabriknummer 12037, Baujahr 1956

schwere Werkslokomotive für die Montanindustrie, Hersteller Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal bei Kirchen/Sieg, Fabriknummer 12037, Baujahr 1956

Freitag, 18. August 2017

Archäologie-Ausstellung „Ausgegraben“ im Ruhr Museum endet am 3. September 2017

In der Sonderausstellung „Ausgegraben. Archäologie im Ruhr Museum“ zeigt das Ruhr Museum noch bis zum 3. September 2017 die Highlights seiner Archäologischen Sammlung. Rund 25.000 Besucherinnen und Besucher gingen auf der Galerieebene des Museums bereits auf eine Zeitreise durch die Menschheitsgeschichte und betrachteten über 400 archäologische Objekte aus aller Welt. Fundstücke aus dem Alten Orient und dem Alten Ägypten werden dort ebenso präsentiert wie „Industrieabfall“ aus der Industriezeit des Ruhrgebiets. Unter den ausgestellten Exponaten finden sich Waffen und Werkzeuge, wertvolle Grabbeigaben, kunstvoll verzierte Vasen, bedeutsame Amulette und viele weitere Bodenfunde, die in den letzten 100 Jahren ihren Weg in die Depots des Museums gefunden haben.

„Ausgegraben. Archäologie im Ruhr Museum“, Sarg der Dame Iti-ibi, angebl. aus Assiut; Mittleres Reich, Mitte 12. Dynastie, ca. 1880 – 1830 v. Chr., Zedernholz

Die Archäologische Sammlung des Ruhr Museums, die heute über 50.000 Objekte umfasst, geht zurück auf den Historischen Verein für Stadt und Stift Essen, der nach seiner Gründung im Jahr 1880 erste Altertümer zusammentrug und sie seit 1904 im Essener Museum zeigte. Einen wesentlichen Grundstock der Sammlung bildet die 1912 angekaufte Sammlung des Straßburger Archäologen Dr. Robert Forrer.

„Ausgegraben. Archäologie im Ruhr Museum“

Die Galerieausstellung „Ausgegraben. Archäologie im Ruhr Museum“ ist Teil einer Reihe von Sammlungsausstellungen, die ab Oktober 2017 mit „Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum“ ihren Abschluss finden wird. Sie ist noch bis 3. September 2017 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 3 EUR, ermäßigt 2 EUR, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre haben freien Eintritt.

Donnerstag, 17. August 2017

Vorschau: „Kinky Boots – Das Musical“

„Kinky Boots – Das Musical“ – nach dem Spielfilm „Kinky Boots“ von Geoff Deane und Tim Firth (2005); Musik, Liedtexte: Cyndi Lauper; Buch: Harvey Fierstein; Deutsche Übersetzung: N. N.; Inszenierung, Choreografie: Jerry Mitchell; Bühnenbild: David Rockwell; Kostüme: Gregg Barnes; Lichtdesign: N. N.; Ton: N. N.; Musikalische Leitung: N. N. Darsteller: Dominik Hees (Charlie Price), N. N. (junger Charlie, Charlie als sieben Jahre alter Junge), Gino Emnes (Lola/Simon), N. N. (junger Simon, Simon als zehn Jahre alter Junge), Jeannine Michèle Wacker (Lauren, eine Angestellte), Tilman Madaus (George, Werksleiter), Franziska Schuster (Nicola, Charlies Verlobte), Marlon Wehmeier (Harry, Schuhvertreter, Cover Charlie Price), N. N. (Harold Price, Charlies Vater), N. N. (Simon Sr., Simons Vater), Benjamin Eberling (Don, Fabrikarbeiter), N. N. (Pat, Büroleiterin), N. N. (Trish, Fabrikarbeiterin), N. N. (Richard Bailey, Nicolas Vorgesetzter), Fleur Alders („Marge“, the Milan Stage Manager, Cover Trish), N. N. (Maggie), Paolo Avanzini, Boris Böhringer, Antonio Calanna, Tayler Davis (Angel), Kaatje Dierks, Pedro Antonio Batista Gonzalez, Marco Heinrich, Steffi Irmen, Denise Jastraunig (Cover Nicola), Dorival Junco, Robert Knorr, Linda Konrad, Sebastian Krolik, Frank Logemann, Benet Monteiro, Taddeo Pellegrini, Laura Pfister (Swing, Cover Lauren, Cover Nicola), Raúl Martin Rodriguez, Clayton Sia (Referee Angel/Cover Lola), Luther Raphael Simon, Alex Snova, Jana Stelley (Cover Lauren), Ronnie Veró Wagner, Merel Zeeman (Swing), Stephan Zenker. Uraufführung: 2. Oktober 2012, Bank of America Theatre, Chicago. Broadway-Premiere: 4. April 2013, Al Hirschfeld Theatre, New York City. West End-Premiere: 15. September 2015, Adelphi Theatre, London. Deutsche Erstaufführung: 3. Dezember 2017, Operettenhaus, Hamburg.



„Kinky Boots – Das Musical“


Deutsche Erstaufführung am Operettenhaus Hamburg


Das Musical „Kinky Boots“ von Cyndi Lauper (Musik und Liedtexte) und Harvey Fierstein (Libretto) basiert auf dem auf wahren Begebenheiten beruhenden Film „Kinky Boots“ von Geoff Deane und Tim Firth aus dem Jahr 2005. Die Out-of-Town Tryouts fanden vom 2. Oktober bis 4. November 2012 im Bank of America Theatre in Chicago statt, am 4. April 2013 feierte das Musical in überarbeiteter Form seine Broadway-Premiere am Al Hirschfeld Theatre und wird dort auch aktuell noch gezeigt. „Kinky Boots“ wurde 2013 für 13 Tony Awards nominiert und gewann sechs Auszeichnungen, darunter als „Bestes Musical“ und für Cyndi Lauper in der Kategorie „Beste Originalmusik“. Seit 15. September 2015 (Previews ab 21. August 2015) wird das Musical auch am Adelphi Theatre in London gezeigt.

„Kinky Boots“ handelt von Charlie Price, der die heruntergekommene Schuhfabrik seines Vaters in der englischen Provinz erbt. Um die Firma zu retten, sucht Charlie nach einer Idee, die das Unternehmen zurück zu alter Größe führen kann. Als er durch Zufall die Drag-Queen Lola kennenlernt, finden die beiden die Nische, die Price & Son retten soll: Schrille, modische und zugleich stabile Schuhe und Stiefel für Drag-Queens – „Kinky Boots“. Die Fabrikarbeiter von Price & Son sind zunächst wenig begeistert von diesem Plan, doch Charlie und Lola nutzen ihre neu gewonnene Freundschaft, um für ihre Idee und das Vermächtnis von Charlies Vater zu kämpfen.

Lola mit Drag Queens, Kinky Boots National Touring Company. Photo: Matthew Murphy

„Kinky Boots – Das Musical“ folgt ab 3. Dezember 2017 (Previews ab 29. November 2017) auf „Hinterm Horizont“, das noch bis 29. Oktober 2017 auf der Reeperbahn zu sehen sein wird. Tickets sind augenblicklich für Vorstellungen bis zum 8. April 2018 erhältlich. Besucher des Operettenhauses werden ganz sicher Freudensprünge machen, denn die Ticketpreise ab 39,90 € (Kategorie 6 unter der Woche, die letzten beiden Reihen im Parkett) bis 149,90 € (Kategorie Premium am Samstagnachmittag) zzgl. Pauschale für Versand/Hinterlegung/ticketdirect oder Mobile Ticket sind bei „Kinky Boots – Das Musical“ im Vergleich zu „Hinterm Horizont“ ab 65,90 € (Kategorie 4 unter der Woche) bis 165,90 € (Kategorie Premium am Samstagabend) zzgl. Pauschale für Versand/Hinterlegung/ticketdirect oder Mobile Ticket sogar gesunken, für die Ersparnis wird man sicher auf der Reeperbahn irgendwo eine Pommes Rot Weiß oder eine Currywurst bekommen. Wer dagegen vor dem Theaterbesuch gepflegt essen und danach noch etwas trinken möchte und auch nicht gratis nach Hamburg reisen und dort übernachten kann, bekommt zum gleichen Preis womöglich auch schon eine Pauschalreise… wohin auch immer.

Ensemble on stage, Kinky Boots National Touring Company. Photo: Matthew Murphy

Die komplette Besetzung wurde bisher natürlich nicht bekanntgegeben, sondernn lediglich Dominik Hees als Charlie Price und Gino Emnes als Lola, lt. Pressemitteilung wird „die weitere Besetzung für die Hamburger Spielzeit zeitnah bekannt gegeben.“ Den für „Kinky Boots – Das Musical“ engagierten DarstellerInnen scheint es vertraglich aber auch nicht verboten zu sein, die von ihnen verkörperte Rolle bekannt zu geben.

Vorschau: ‚electric café‘ in der Rathausgalerie in Essen

Der japanische Automobilhersteller Nissan präsentiert neue Technologien zum Ausprobieren

Im Rahmen der europaweiten Initiative „Electrify the World“ hat der japanische Automobilhersteller Nissan im Dezember 2016 erstmals sein einzigartiges Pop-up-Café in Paris eröffnet, in dem Gäste vom 16. bis 18. Dezember ihre Bestellung mit selbst erzeugter Energie bezahlen und dabei intelligente Energielösungen hautnah kennenlernen konnten. „Electrify the World” möchte Diskussionen anstoßen, Menschen in ganz Europa für die elektrische Revolution gewinnen und zu einem nachhaltigeren Lebenswandel inspirieren.

Nissan hat mit dem „Leaf“ 2010 das weltweit erste in Großserie gebaute Elektrofahrzeug auf den Markt gebracht. Bis heute fanden weltweit 275.000 Elektrofahrzeuge des japanischen Spezialisten einen Käufer, 75.000 davon in Europa. Elektrofahrzeuge können zwar unter bestimmten Umständen – wenn der Strom durch Verbrennung von (Braun-)Kohle erzeugt wird, Braunkohle soll im Rheinischen Braunkohlerevier bis zum Jahr 2045 gefördert werden, im Lausitzer Braunkohlerevier im Südosten Brandenburgs und Nordosten Sachsens auch noch darüber hinaus – in der Summe sogar mehr Schadstoffe erzeugen als sparsame Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, doch das ist ein völlig anderes Thema, zu dem IMHO ebenfalls politischer Handlungsbedarf besteht. Soll heißen, allein mit der völligen Abschaffung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren ist die durch den Verkehr hervorgerufene Umweltbelastung mitnichten beseitigt.

Das Nissan ‚electric café‘ in Paris. © NISSAN CENTER EUROPE GmbH

Nun kommt das ‚electric café‘ im Rahmen der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017, die von Nissan gesponsert wird, vom 24. August bis 2. September 2017 in die Essener Rathausgalerie: Es bietet eine Bühne für verschiedene Ansätze zum Thema Nachhaltigkeit und will aufzeigen, wie diese bereits jetzt schon in den eigenen Alltag integriert werden können. Dazu gibt es kurze Impulsvorträge. Die Themen reichen von künstlerischen Projekten, Upcyling-Mode bis hin zu technischen Lösungen. Zudem bietet das ‚electric café‘ die Möglichkeit, den Kaffee mit Energie zu bezahlen: Wer auf einem der Barhocker Platz nimmt, wird zum Fahrradfahren animiert – so lange bis eine bestimmte Watt-Zahl erreicht ist. Zur Belohnung gibt es danach ein Freigetränk.

Das ‚electric café‘ ist ein Eckpfeiler der Nissan Elektromobilitätsstrategie, die die Kunden zur stärkeren Nutzung nachhaltiger Technologien anregen und noch mehr Multiplikatoren zugunsten einer Trendwende bei der E-Mobilität mobilisieren soll.

Dienstag, 15. August 2017

Neue Wandmalereien in Essen

Gelsenkirchener Straße

Tim Schild und Jan Schoch („farbwandel.com“) haben bereits eine ganze Reihe von Fassaden und Wänden gestaltet, beispielsweise in der Essener U-Bahn-Station Bismarckplatz. Im Rahmen von TRANSURBAN haben sie nun die Fassade an der Gelsenkirchener Straße 191 in Essen in unmittelbarer Nachbarschaft zum UNESCO-Welterbe Zollverein gestaltet. Das Motiv scheint mit dem Wasserkreislauf zu tun zu haben, aufgrund der Nähe zur Zeche Zollverein kommt einem auch Wasserhaltung in den Sinn, Turbinenräder sind zu erkennen, eine Windkraftanlage… Das Kooperationsprojekt TRANSURBAN wird im Rahmen des Förderprogramms „Regionale Kulturpolitik NRW“ vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Wandmalerei von Jan Schoch und Tim Schild („farbwandel.com“) auf der Fassade an der Gelsenkirchener Straße 191

Wandmalerei von Jan Schoch und Tim Schild („farbwandel.com“) auf der Fassade an der Gelsenkirchener Straße 191

Wandmalerei von Jan Schoch und Tim Schild („farbwandel.com“) auf der Fassade an der Gelsenkirchener Straße 191


Atelierhaus Schützenbahn

„Dig Deep“ von Tymon Ferenc de Laat alias „MeLikePainting“ in einer Hausdurchfahrt Schützenbahn 25

Die ebenfalls im Rahmen von TRANSURBAN entstandene Wandmalerei des niederländischen Künstlers Tymon Ferenc de Laat (* 1979) aus Rotterdam alias „MeLikePainting“ soll angeblich einen bolivianischen Bergmann zeigen, an gleicher Stelle heißt es, auf der Wandmalerei an der Gelsenkirchener Straße sei ein Förderturm zu erkennen, und befindet sich genau genommen überhaupt nicht am Atelierhaus Schützenbahn, Schützenbahn 19/21, sondern in der Hausdurchfahrt Schützenbahn 25. Soll heißen, man bekommt die Wandmalerei von der vielbefahrenen Hauptstraße aus überhaupt nicht zu sehen.

„Dig Deep“ von Tymon Ferenc de Laat alias „MeLikePainting“ in einer Hausdurchfahrt Schützenbahn 25