Freitag, 30. Oktober 2015

„BERGAUF BERGAB – 10.000 Jahre Bergbau in den Ostalpen“

Die selten erzählte Geschichte einer uralten Bergbauregion

„BERGAUF BERGAB – 10.000 Jahre Bergbau in den Ostalpen“, Blick in die Ausstellung

Wer heute an Traditionen in den Alpen und ihre Kultur denkt, der hat schnell das Bild der Sennerin oder des Alp-Öhi vor Augen. Viehzüchter und Bauern seien die Menschen der Alpen stets gewesen, so die häufige Vorstellung. Eine Sonderausstellung im Deutschen Bergbau-Museum Bochum zeigt eine gänzlich andere Geschichte.

Helm, Replik, Bronze, Pass Lueg, Salzburger Land, Österreich, Spätbronzezeit/Urnenfelderzeit

Millionen Urlauber zieht es jedes Jahr in die Alpen. Sie fahren Skipisten hinunter oder erklimmen Gipfel. Was vielen Touristen, aber auch Einheimischen häufig nicht bewusst ist: Sie bewegen sich auf 10.000 Jahren Bergbaugeschichte, die mit den Jägern der letzten Eiszeit ihren Anfang nahm. Später folgten die Kelten, die Römer und die Fugger. Sie alle kamen mit dem Verlangen nach Rohstoffen wie Feuerstein, Kupfer, Salz oder Gold.

„BERGAUF BERGAB – 10.000 Jahre Bergbau in den Ostalpen“, Blick in die Ausstellung

Die Geschichte der Alpen als uralte Bergbauregion wird selten erzählt. Ab dem 31. Oktober 2015 widmet das Deutsche Bergbau-Museum Bochum (DBM) ihr die Sonderausstellung „BERGAUF BERGAB – 10.000 Jahre Bergbau in den Ostalpen“.

„BERGAUF BERGAB – 10.000 Jahre Bergbau in den Ostalpen“, Blick in die Ausstellung

Entstanden ist die Ausstellung in Kooperation mit dem vorarlberg museum in Bregenz, das sie ab dem 11. Juni 2016 zeigen wird. Teil der Ausstellung sind aufwendige Aufnahmen von unter und über Tage. Sie entstanden während der jahrelangen und noch andauernden Forschungen und Ausgrabungen der Ausstellungsmacher.

Nicht nur wandern und Ski fahren: Die Alpen sind eine uralte Bergbauregion. Sportgastein, Nassfeld (Kärnten). © Deutsches Bergbau-Museum Bochum, „BERGAUF BERGAB“

Eine Besonderheit des Deutschen Bergbau-Museums und großer Vorteil bei der Entwicklung von Präsentationen dieser Größe ist die Vielzahl an Fachleuten, die hier zusammenarbeiten. Von den Forschungen über die Idee bis zum Design und Bau entstand auch diese Ausstellung unter dem Dach des Museums. Ganz ohne Unterstützung von Externen konnte die Ausstellung jedoch nicht realisiert werden. Hinter den etwa 650 gezeigten Exponaten stehen neben dem DBM auch 25 Leihgeber.


Rohstoffe, Transfer, Kultur

Die Anfänge des Bergbaus in den Alpen waren beschwerlich. Die ersten Menschen kamen vor mehr als 10.000 Jahren. Als die Gletscher schmolzen, zogen sie als Jäger und Sammler in die eisfreien Alpentäler. Hier entdeckten sie wertvolles Gestein, insbesondere den „Stahl der Steinzeit“: Feuer- und Hornsteine.

Bergkristallbeil, Bergkristall, Olperer, Finkenberg, Zillertal, Österreich, Jungneolithikum (4400 – 3500 v. Chr.)

Zu den ältesten Objekten, die die Ausstellung zeigt, gehören auch Bergkristalle, die zu jener Zeit bereits die Aufmerksamkeit der Menschen in der Steinzeit weckten. Dabei sammelten sie sie nicht allein, um Schmuck aus ihnen herzustellen – sie fertigten etwa auch Beile aus dem glänzenden Mineral.

Tragsack, Holz, Leder, Grünerwerk, Nordgruppe, Hallstatt, Österreich, Spätbronzezeit/Urnenfelderzeit

Vor etwa 7.000 bis 8.000 Jahren sollte der Bergbau für die folgenden Jahrtausende eine treibende Kraft für die Besiedlung der Alpen werden. Drei Aspekte stellt die Ausstellung besonders heraus: Rohstoffe, Transfer und Kultur.


Bronzezeitliche Großbergwerke

Es gibt zahlreiche Rohstoffe in den Alpen. Eine besondere Bedeutung hatte in der Bronzezeit das Kupfer, der Hauptbestandteil der Bronze. Im Mitterberger Gebiet im Salzburger Land erlebte der Bergbau auf Kupfer vor etwa 4.000 Jahren einen regelrechten Boom. Es entstanden Großbergwerke und in ihrer Nähe große Betriebe zur Aufbereitung der Erze. Einen Teil des Metalls nutzten die Menschen in den Alpen selbst, den anderen verhandelten sie. Durch den Transfer wurden die Alpen zum Kommunikationsraum für ganz Europa. Überall auf dem Kontinent entdecken Archäologinnen und Archäologen Bronze aus jener Zeit, in der alpines Kupfer steckt.

Verzierte Omphalosschale, Keramik, Vorderramsau, Hallein, Österreich, Ältere Latènezeit


Mit den Archäologen durch Zeit und Raum

Im Mitterberger Gebiet waren die Archäologinnen und Archäologen des DBM besonders aktiv und ließen ihre Arbeit von einem Foto- und Filmteam begleiten. Davon profitiert die Ausstellung, in der sich die Aufnahmen an verschiedenen Stellen wiederfinden. Installationen, spitzzulaufend wie Berggipfel, zeigen großformatig die Landschaft der Alpen und Aufnahmen von Grabungen in bis zu 200 Metern Tiefe in den Bergen. In der Mitte des Ausstellungsraums befindet sich ein großer Aufbau, in den die Besucher hinein gehen, nach unter Tage. Sie hören Bergleute, die über alltägliche Probleme sprechen. Wie haben die Bergleute unter Tage gelebt? Wie haben sie sich mit Nahrung, Luft und Wasser versorgt? Wie hat es dort gerochen? Wie haben sich die Menschen tief im Berg gefühlt?

Doch waren nicht nur Männer den schwierigen Verhältnissen in den Bergwerken ausgesetzt. Bei Dürrnberg wurde in einem Salzbergwerk ein auffällig kleiner Schuh gefunden, der nur einem Kind gehört haben kann. Brachten Kinder unter Tage Werkzeuge zu den Arbeitsplätzen oder hielten sie Leuchtspäne und sorgten so für Licht?

Aber auch Tiere fanden sich in Bergwerken. Aus einem Silberbergwerk aus Oberzeiring stammt das Skelett eines Hundes aus dem Mittelalter. 1361 starben bei einem Wassereinbruch mehr als tausend Bergleute, womöglich war auch der Grubenhund ein Opfer dieser Katastrophe. Aber wieso waren Hunde unter Tage? Zogen sie in einem Geschirr wie Schlittenhunde Erze oder Abraum aus den Bergwerken?

Archäologin des Deutschen Bergbau-Museums vor einem Fund in einem Kupferbergwerk der Bronzezeit. © Deutsches Bergbau-Museum Bochum, „BERGAUF BERGAB“

Kristalle, Erze, Kupferbarren oder Werkzeuge aus dem historischen Bergbau finden sich zwischen riesigen Panoramen aus den Bergen und den Bildern von den archäologischen Grabungen unter Tage. So führt die Ausstellung die Besucher durch Raum und Zeit. Sie „begleiten“ die Archäologen zu ihren Grabungen in die Alpen und gewinnen über die Exponate unmittelbar einen Einblick in das Leben und die Kultur der Menschen der Bronzezeit oder des Mittelalters.


Auf und Ab einer Bergbauregion

Im Mittelalter hatte der Kupferbergbau in den Alpen seine Bedeutung längst verloren. Andere Rohstoffe und andere Regionen der Alpen erlebten ihre Blüte. Bereits um die Zeitenwende interessierten sich die Römer für alpines Gold und Eisen. Im Mittelalter bauten die Fürsten Silber ab und prägten damit ihre Münzen. Die Fugger waren im 15. und 16. Jahrhundert an Tiroler Bergwerken beteiligt und mehrten so Macht und Reichtum.

Barren, Replik, Gold, Goldfabrica, Magdalensberg, Österreich, Ältere römische Kaiserzeit

Axt, Eisen, Magdalensberg, Österreich, Ältere römische Kaiserzeit

Bergeisen, Eisen, Alpe Netza, Montafon, Österreich, Spätmittelalter (13. – 15. Jahrhundert)

Stadtwappen, Siegel; Abdruck, Replik, Silikonkautschuk, Hallein, Österreich, Spätmittelalter (13. – 15. Jahrhundert)

In dieser Zeit erlebte der alpine Bergbau noch einmal eine Hochkonjunktur. Durch Silbervorkommen erhielt Schwaz, heute eine kleine Tiroler Gemeinde von etwas mehr als 10.000 Einwohnern, enorme Bedeutung für ganz Europa. 1515 war Schwaz nach Wien die zweitgrößte Stadt im habsburgischen Erbland. Großfinanziers stiegen in den alpinen Bergbau ein, wie etwa die Augsburger Händlerdynastie Fugger in Tirol. Alpine Metalle wurden in dieser Zeit bis nach Afrika und Indien verkauft.

„BERGAUF BERGAB – 10.000 Jahre Bergbau in den Ostalpen“, Blick in die Ausstellung

Grabstein Christian Tänzel, Replik, Marmor, Schwaz, Österreich, Frühe Neuzeit (16. Jahrhundert)

Schinzeug zur Vermessung im Bergwerk, Holz, Messing, Elfenbein, Fundort unbekannt, Neuzeit (17. – 18. Jahrhundert)

Henkelschale, Zementkupfer, Herrengrund (Špania Dolina), Slowakei, Neuzeit (17. – 18. Jahrhundert)

Granatstufe, Granat, Glimmerschiefer, Rossrücken, Finkenberg, Zillertal, Österreich


Eine Jahrtausende alte Kultur des Bergbaus

Im späten Mittelalter bedeutete das für die Alpen Wohlstand, der sich auch in der Kultur niederschlug. Die Spuren dieses Reichtums finden sich noch heute an vielen Orten. Das Goldene Dachl in Innsbruck stammt aus jener Zeit, aber auch das Vortragekreuz aus der Bergbaukirche Bartholomäberg. Es zeigt, zu welchem Reichtum es auch kleine Gemeinden zu jener Zeit in den Alpen brachten. Motive aus dem Bergbau im Spätmittelalter finden sich auf Münzen, Häuser und Kirchen, wie Schlägel und Eisen auf der Tür des Rathauses in Schwaz. Diese Identifikation mit dem Bergbau ist jedoch nichts Neues in den Alpen. So bestatteten beispielsweise die steinzeitlichen Bergleute ihre Toten in stillgelegten Schächten.

Schlägel und Eisen auf der Tür des Rathauses in Schwaz (Tirol) (1500 – 09). Foto Matthias Dehling; © Deutsches Bergbau-Museum Bochum, „BERGAUF BERGAB“


10.000 Jahre bewegte Bergbaugeschichte der Alpen

Im 19. Jahrhundert setzte der bisher letzte Niedergang des alpinen Bergbaus ein, der bis in die Gegenwart anhält. Heute fördern moderne Unternehmen nur spezielle Produkte wie Scheelit, ein Wolframerz, das sich etwa in Glühbirnen wiederfindet.

Ammoniumparawolframat-Pulver (APW), Wolfram Gelboxid und Wolfram-Metallpulver

Im Alltag der Menschen spielt der Bergbau in den Alpen kaum mehr eine Rolle. Dennoch prägten Rohstoffe die Alpen über 10.000 Jahre und machen sie zu einer Bergbauregion mit eigener Identität und Tradition. Durch Inszenierungen, mehrere hundert Exponate, großformatige Bilder und Videos auf einer sechs Meter breiten Leinwand tauchen die Besucherinnen und Besucher von BERGAUF BERGAB ein in 10.000 Jahre bewegte Bergbaugeschichte der Alpen.

Archäologen im Salzbergwerk am Dürrnberg, Hallein, Salzburger Land. Foto Klaus Stange; © Deutsches Bergbau-Museum Bochum, „BERGAUF BERGAB“

Zur Ausstellung liegt ein wissenschaftlicher Begleitband (34,50 Euro) vor, sowie das von Thomas Stöllner und Peter Thomas herausgegebene, 144-seitige, reich bebilderte Begleitbuch für die interessierte Öffentlichkeit, ISBN 978-3-86757-007-7 (9,90 Euro).

Die Sonderausstellung „BERGAUF BERGAB – 10.000 Jahre Bergbau in den Ostalpen“ ist vom 31. Oktober 2015 bis 24. April 2016 im „Schwarzen Diamanten“ des Deutschen Bergbau-Museums Bochum zu sehen und kann während der regulären Öffnungszeiten des Museums besucht werden. Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum ist Dienstag bis Freitag von 8.30 bis 17 Uhr geöffnet, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. Der Neubau für Sonderausstellungen schließt bereits um 16.45 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 6,50 Euro für Erwachsene, 3 Euro ermäßigt. Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum ist „Eintritt frei“-Partner der RUHR.TOPCARD 2015 und bietet den Inhabern der Erlebniskarte für das Ruhrgebiet ganzjährig einmalig freien Eintritt in das Museum mit dem Anschauungsbergwerk, Hallen, „Schwarzer Diamanten“ und Turmfahrt.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

David Arnsperger übernimmt Titelrolle bei der Premiere von „Das Phantom der Oper“

Broadwaystar Brent Barrett fällt vorerst aus

David Arnsperger wird bei der Premiere von „Das Phantom der Oper“ am 12. November im Metronom Theater die Titelrolle spielen. Er ersetzt Brent Barrett, der sich bei den Proben verletzt hat und vorerst ausfällt. David Arnsperger, der bereits in Hamburg die Rolle des Phantoms alternierend gespielt hat, befindet sich derzeit auf einer Tour der Welsh National Opera durch das Vereinigte Königreich, wo er die Titelrolle in Stephen Sondheims Musical „Sweeney Todd“ spielt. Eigentlich sollte der preisgekrönte Sänger David Arnsperger die Rolle des Phantoms erst im März 2016 übernehmen. Nun ersetzt er kurzfristig den verletzten Kollegen schon bei der Premiere in zwei Wochen: „Mir tut es sehr leid für Brent. Aber da ich diese unglaubliche Rolle ab März übernehmen werde, sehe ich die Premiere für mich als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.“

David Arnsperger; © Urban Ruths/Stage Entertainment

David Arnsperger (* 1982 in Freiburg im Breisgau) schloss 2007 an der Universität der Künste Berlin den Studiengang Musical/Show mit Auszeichnung ab und absolvierte am gleichen Ort ein weiteres Studium im Fach Gesang/Musiktheater, welches er 2010 mit einem Bachelor of Music beendete. 2005 gewann der Bariton den 1. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang sowie 2006 den 1. Preis bei der WestLB Sommerakademie, ein Stipendium für die Royal Academy of Music in London. 2010 erreichte er bei der Lotte Lenya Competition in New York den 2. Platz. Zu seinen ersten Rollen gehören Zettel in „Ein Sommernachtstraum“, Mozart in Mozart UnGENIErt“, Don Alfonso in „Cosi Fan Tutte“, Hippolyte in „Irma la Douce“ und Ché in „Evita“ am Theater Hagen sowie mehrere Auftritte beim Kurt-Weill-Fest in Dessau. 2011/2012 spielte er Munkustrap in „Cats“, 2013 Joe Gillis in „Sunset Boulevard“ am Stadttheater Klagenfurt. Im selben Jahr stand er als Cover Rocky in „ROCKY – Das Musical“ in Hamburg auf der Bühne. Bis 2015 spielte er dort dann alternierend das Phantom in „Das Phantom der Oper“ und trat 2014 zusätzlich in der Titelrolle des Musicals „Jekyll & Hyde“ am Staatstheater Kassel auf. Zuletzt gab er an der Welsh National Opera sein Debüt als Sweeney Todd in dem gleichnamigen Musical.

Mehr als 130 Millionen Zuschauer hat „The Phantom of the Opera“ (Premiere 9. Oktober 1986, Her Majesty´s Theatre, London) seit seiner Premiere weltweit in seinen Bann gezogen. Das Stück, das auf der literarischen Vorlage „Le Fantôme de l´Opéra“ von Gaston Leroux basiert, wird seit seiner Uraufführung ununterbrochen vor ausverkauftem Haus am Londoner West End (10.000. Vorstellung am 23. Oktober 2010) und am New Yorker Broadway (bis 25. Oktober 2015 11.543 Vorstellungen) gespielt. Dort gewann „The Phantom of the Opera“ 1988 sieben der begehrten Tony Awards. Darüber hinaus wurde dieses Musicalphänomen mit mehr als 50 der wichtigsten internationalen Theaterpreise ausgezeichnet. Die musikalische Einspielung der britischen Premierenbesetzung mit Sarah Brightman (Christine Daaé), Michael Crawford (The Phantom of the Opera) und Steve Barton (Raoul, Vicomte de Chagny) ist bis heute mit über 40 Millionen verkauften Exemplaren das erfolgreichste Cast-Album aller Zeiten.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

„Wildes Westfalen“

Tierische Sonderausstellung im LWL-Museum für Archäologie in Herne

Öllampe mit Wagenlenker und Pferdegespann

Vor Tausenden von Jahren kreuzte schon mal ein Mammut den Weg der steinzeitlichen Jäger oder eine Rentierherde preschte durch die vorzeitliche Landschaft Westfalens. Heute ist es das Reh, das unverhofft die Autobahn kreuzt, der Bussard, der auf der Leitplanke sitzt oder das Wildschwein, das den frisch bestellten Garten durchwühlt. „Wild“ ist Westfalen allemal – damals wie heute, zumindest mit Blick auf die Tierlandschaft. Die Ausstellung "Wildes Westfalen" betrachtet seine tierische Vergangenheit und Gegenwart ab dem 1. November 2015 auf etwas andere Weise im LWL-Museum für Archäologie in Herne. Bis zum 29. Mai 2016 stehen sich nicht nur das neuzeitliche, in Naturfotografien festgehaltene Wildschwein und sein in Bronze gegossenes frühgeschichtliches Gegenstück Auge in Auge in den Ausstellungsvitrinen gegenüber.

Steinadler, Foto: Claus Schäfer

Vögel waren vor fast 2.800 Jahren nicht nur begehrte Rohstofflieferanten, sondern hatten auch eine kultische Funktion. Auf der Urne von Gevelinghausen, die für das Begräbnis der verbrannten Überreste eines Mannes diente, begleiten die Vögel die Sonne bei ihrer symbolischen Lebensreise. Auch heute faszinieren die geflügelten Tiere die Menschen. Gerade in Westfalen haben etwa die Tauben als „Rennpferd des kleines Mannes“ eine ganz eigene Kultur im Industriezeitalter von Bergbau und Stahlwerken begründet. Die Zähne der Höhlenbären und Höhlenlöwen waren erwiesenermaßen begehrter Schmuck für die ersten Westfalen – in Ausgrabungen finden sich immer wieder akkurat durchbohrte Exemplare dieser längst ausgestorbenen Tiersorten. Noch heute schmücken aus Horn, Tierzähnen oder Tierknochen geschnitzte Talismane die Hälse der Menschen, die in Westfalen durch die Einkaufszonen bummeln oder mit den Straßenbahnen auf dem Weg zur Arbeit sind.

Bronzeamphore in der Dauer­aus­stellung, Fundort Gevelinghausen, Hochsauerlandkreis, Datierung 8. Jahrhundert v. Chr.

Auf rund 200 Quadratmetern begegnen sich in der Sonderausstellung „Wildes Westfalen“ Vergangenheit und Zukunft mit rund 70 Tierfotografien des Fotoclubs des Naturschutzbundes NABU und 90 archäologischen Objekten in 17 Vitrinen auf einmalige Weise. Den Anstoß dazu gab der verstorbene Altertumsforscher Prof. Dr. Torsten Capelle (* 11. Oktober 1939 in Hamburg, † 9. Juli 2014 in Altenberge). „Er beschäftigte sich mit einem Begleitbuch für die Dauerausstellung im LWL-Museum für Archäologie zum Thema der wilden Tiere – ein Vorhaben, das durch seinen Tod leider nicht mehr zum Abschluss kam und nun sowohl in dieser Sonderausstellung als auch in dem im Vorfeld veranstalteten Forschungskolloquium in seinem Andenken fortgeführt wird“, betont Dr. Aurelia Dickers als Vorsitzende der Altertumskommission für Westfalen. „Torsten Capelle hat wichtige Arbeit für die Archäologie und Geschichtsforschung in Westfalen geleistet“, ergänzt der Chefarchäologe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Prof. Dr. Michael M. Rind. „Diese besondere Ausstellung, die auf seinen Forschungen basiert, war uns deshalb ein besonderes Anliegen.“

Gürtelbeschlag mit Raubvögeln

Dass fast zeitgleich der Naturschutzbund mit seinem Stadtverband auf das Landesmuseum in Herne zuging und den Vorschlag für eine Fotoausstellung unterbreitete, machte den Weg frei für eine außergewöhnliche Kooperation von Archäologie und Naturfotografie. „Wir beschreiten damit ungewöhnliche Wege, um Archäologie und moderne künstlerische Aspekte zusammenzuführen und damit neue Einblicke auf vermeintlich bekannte Themen zu ermöglichen“, schildert Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock. Auch für die Fotogruppe des NABU ist eine derartige Gegenüberstellung eine echte Premiere: „Eine spannende Herausforderung, der wir uns mit unseren Tierfotografien gern stellen“, betont Norbert Kilimann als Vorstandsvorsitzender des NABU Stadtverbandes Herne e. V. Möglich wurde die Sonderausstellung durch die Unterstützung des Fördervereins des LWL-Museums für Archäologie.

Bügelfibeln mit Tierkopffuß

Zu sehen und zu entdecken gibt es für Natur-, Tier-, Archäologie- und Geschichtsbegeisterte also einiges im „Wilden Westfalen“ – nicht nur in den Fotografien und den Ausstellungsvitrinen. „Eine Vielzahl von Veranstaltungen begleitet die Sonderausstellung, angefangen vom Forschungskolloquium über wissenschaftliche Vorträge bis zum Fachvortrag über die Fotografenperspektive“, beschreibt Ausstellungskoordinatorin Cornelia Moors das Begleitprogramm.

Hirschleuchter

Auf einen festen Eintrittspreis wird verzichtet. Dafür steht am Ende der Ausstellung ein Sparschwein bereit. So kann jede Besucherin und jeder Besucher entsprechend ihrer/seiner Eindrücke so viel bezahlen, wie er/sie möchte. Der Erlös wird zwischen dem Förderverein des LWL-Museums für Archäologie Herne e. V. und dem NABU Herne aufgeteilt. Zur Sonderausstellung „Wildes Westfalen“ ist ein 132-seitiges, zahlreich bebildertes Begleitbuch als zweiter Band der Reihe „ZeitSchnitte“ erschienen, ISBN 978-3-00-051015-1. Während des Ausstellungszeitraums vom 1. November 2015 bis 29. Mai 2016 gibt es ein Begleitprogramm – von Führungen über Vorträge bis hin zur museumspädagogischen Angeboten. Nähere Informationen unter www.wildes-westfalen.lwl.org.

Reiterfiguren

Schneeeule

Käuze, Fotos: Petra Barwe

Tierschädel

Schädel eines Waldnashorns aus der Dechenhöhle, Iserlohn, älter als 200.000 Jahre

Dienstag, 27. Oktober 2015

Deutscher Musical Theater Preis 2015

Undotierter Theaterpreis für herausragende künstlerische Leistungen im Genre Musical

Der Deutsche Musical Theater Preis wurde 2014 erstmals durch die Deutsche Musical Akademie in Form eines Ehrenpreises an Helmut Baumann verliehen. Ziel des Preises ist es, herausragende künstlerische Leistungen im Genre Musical zu würdigen und diesen eine größere öffentliche Aufmerksamkeit zu geben. Die Deutsche Musical Akademie e. V. lobt diesen neuen Preis für die Musicalbranche jährlich aus. Es handelt sich um einen undotierten Theaterpreis für den deutschsprachigen Raum, der auf die Leistungskraft, Vielfalt und künstlerische Ausstrahlung der populärsten deutschen Bühnengattung aufmerksam machen und diese unterstützen will.

Die Jury bestehend aus Andrea Pier (Leiterin des Theater des Westens in Berlin), Bernd Steixner (Musikalischer Leiter), Rolf Kühn (Komponist), Hartmut H. Forche (Regisseur und Übersetzer), Bettina Meske (Sängerin und Schauspielerin) und Thomas Zaufke (Komponist) besuchten 22 deutschsprachige Musicaluraufführungen in Deutschland (20), Österreich und der Schweiz (je 1), die in der Theaterspielzeit 2014/15 Premiere feierten.

Vom 1. bis 30. September 2015 hatten die ordentlichen Mitglieder der Deutschen Musical Akademie, allesamt professionelle Musicalschaffende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, Zeit, ihre Stimmen im Rahmen einer geheimen Briefwahl abzugeben. Ihre Stimmen und die Wertung der Jurymitglieder gehen zu je 50 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

Am 26. Oktober 2015 fand im TIPI am Kanzleramt die Preisgala statt, bei der die diesjährigen Preisträger geehrt wurden.


Preisträger & Nominierte 2015

BESTES MUSICAL

„Gefährliche Liebschaften“ (Staatstheater am Gärtnerplatz, München)
Lotte – Ein Wetzlarer Musical“ (Wetzlarer Festspiele, Wetzlar)
„Ost Side Story“ (Theater am Hechtplatz, Zürich/Just4Fun Entertainment, Zürich/shake company, Zürich)

BESTE KOMPOSITION

„Gefährliche Liebschaften“ (Staatstheater am Gärtnerplatz, München) – Musik: Marc Schubring
„Grimm“ (Next Liberty Jugendtheater, Graz/Oper Graz) – Musik: Thomas Zaufke
Lotte – Ein Wetzlarer Musical“ (Wetzlarer Festspiele, Wetzlar) – Musik: Marian Lux

BESTES BUCH

„Grimm“ (Next Liberty Jugendtheater, Graz / Oper Graz) – Buch: Peter Lund
„Der kleine Störtebeker“ (Schmidt Theater, Hamburg) – Buch: Martin Lingnau & Heiko Wohlgemuth
Lotte – Ein Wetzlarer Musical“ (Wetzlarer Festspiele, Wetzlar) – Buch: Kevin Schroeder
„Ost Side Story“ (Theater am Hechtplatz, Zürich/Just4Fun Entertainment, Zürich/shake company, Zürich) – Buch: Dominik Flaschka & Roman Riklin

BESTE LIEDTEXTE

„Alma und das Genie“ (Stammzellformation, Berlin) – Liedtexte: Tom van Hasselt
„Der kleine Störtebeker“ (Schmidt Theater, Hamburg) – Liedtexte: Heiko Wohlgemuth
Lotte – Ein Wetzlarer Musical“ (Wetzlarer Festspiele, Wetzlar) – Liedtexte: Kevin Schroeder
„Ost Side Story“ (Theater am Hechtplatz, Zürich/Just4Fun Entertainment, Zürich/shake company, Zürich) – Liedtexte: Roman Riklin

BESTE DARSTELLERIN

Julia Klotz – „Gefährliche Liebschaften“ (Staatstheater am Gärtnerplatz, München)
Fabienne Louves – „Ost Side Story“ (Theater am Hechtplatz, Zürich/Just4Fun Entertainment, Zürich/shake company, Zürich)
Nini Stadlmann – „Alma und das Genie“ (Stammzellformation, Berlin)

BESTER DARSTELLER

Christof Messner – „Grimm“ (Next Liberty Jugendtheater, Graz / Oper Graz)
Oliver Arno – „Lotte – Ein Wetzlarer Musical“ (Wetzlarer Festspiele, Wetzlar)
Armin Kahl – „Gefährliche Liebschaften“ (Staatstheater am Gärtnerplatz, München)
Detlef Leistenschneider – „Das Wunder von Bern“ (Stage Entertainment, Hamburg)

BESTE NEBENDARSTELLERIN

Elisabeth Hübert – „Das Wunder von Bern“ (Stage Entertainment, Hamburg)
Giselheid Hönsch – „Pünktchen und Anton“ (Junges Theater Bonn)
Astrid Vosberg – „Everyman“ (Jedermann) (Pfalztheater Kaiserslautern)

BESTER NEBENDARSTELLER

David Jakobs – „Das Wunder von Bern“ (Stage Entertainment, Hamburg)
Tobias Weis – „Lotte – Ein Wetzlarer Musical“ (Wetzlarer Festspiele, Wetzlar)
Peter Zgraggen – „Ost Side Story“ (Theater am Hechtplatz, Zürich/Just4Fun Entertainment/shake company)

BESTE REGIE

„Ost Side Story“ (Theater am Hechtplatz, Zürich/Just4Fun Entertainment, Zürich/shake company, Zürich) – Regie: Dominik Flaschka
„Der kleine Störtebeker“ (Schmidt Theater, Hamburg) – Regie: Carolin Spieß
„Superhero“ (Staatstheater Wiesbaden/Junges Staatsmusical, Wiesbaden) – Regie: Iris Limbarth

BESTE CHOREOGRAPHIE

Das Wunder von Bern“ (Stage Entertainment, Hamburg) – Fussball-Choreographie: Simon Eichenberger (Choreographie), Florian Bücking & Brendan Shelper (Vertikale Choreographie)
„Ost Side Story“ (heater am Hechtplatz, Zürich/Just4Fun Entertainment, Zürich/shake company, Zürich) – Choreographie: Jonathan Huor
„Superhero“ (Staatstheater Wiesbaden/Junges Staatsmusical, Wiesbaden) – Choreographie: Iris Limbarth

BESTES BÜHNENBILD

Das Wunder von Bern“ (Stage Entertainment, Hamburg) – Bühnenbild: Jens Kilian
„Gefährliche Liebschaften“ (Staatstheater am Gärtnerplatz, München) – Bühnenbild: Rainer Sinell
„Der kleine Störtebeker“ (Schmidt Theater, Hamburg) – Bühnenbild: Heiko de Boer
„Ost Side Story“ (heater am Hechtplatz, Zürich/Just4Fun Entertainment, Zürich/shake company, Zürich) – Bühnenbild: Simon Schmidmeister

BESTE MUSIKALISCHE GESTALTUNG

„Gefährliche Liebschaften“ (Staatstheater am Gärtnerplatz, München) – Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz / Orchestrierung: Frank Hollmann
Lotte – Ein Wetzlarer Musical“ (Wetzlarer Festspiele, Wetzlar) – Musikalische Leitung: Martin N. Spahr/Arrangement: Greg Dinunzi
„Ost Side Story“ (heater am Hechtplatz, Zürich/Just4Fun Entertainment, Zürich/shake company, Zürich) – Musikalische Leitung und Arrangements: Hans Ueli Schlaepfer

BESTES KOSTÜM-/MASKENBILD

„Gefährliche Liebschaften“ (Staatstheater am Gärtnerplatz, München) – Kostümbild: Alfred Mayerhofer
„Grimm“ (Next Liberty Jugendtheater, Graz/Oper Graz) – Kostümbild: Isabel Toccafondi
„Pünktchen und Anton“ (Junges Theater Bonn) – Kostümbild: Brigitte Winter

EHRENPREIS

Peter Weck

Peter Weck wurde 1930 in Wien geboren. Nach seinem Schauspielstudium am Max-Rheinhardt-Seminar, war er zunächst als Schauspieler am Theater in Klagenfurt, am Theater in der Josefstadt und am Burgtheater in Wien engagiert. Parallel dazu war er in vielen Film- und Fernsehrollen zu erleben, darunter in der Fernsehserie „Ich heirate eine Familie“ an der Seite von Thekla Carola Wied. Im Januar 1983 übernahm Weck die Intendanz des Theater an der Wien, dem 1987 auch das Raimund Theater und das Varieté Ronacher angegliedert wurden. Damit wurde Peter Weck Intendant der Vereinigten Bühnen Wien, dem damals größten Österreichischen Theaterverbund. In die Zeit von Peter Wecks Intendanz fallen die deutschsprachigen Erstaufführungen der Musical „Cats“ (1883), „Les Misérables“ (1988) und „Das Phantom der Oper“ (1988) und die Uraufführungen von „Freudiana“ (1990) und „Elisabeth“ (1992).

SONDERPREIS DER JURY

Die Kinderdarsteller von „Das Wunder von Bern

Die Kinderdarsteller von „Das Wunder von Bern“. © Stage Entertainment

Gasometer Oberhausen

Die höchste Ausstellungshalle Europas… und kein Sonnenuntergang

Am 1. November 2015 ist für „Der schöne Schein“ im Gasometer Oberhausen unwiderruflich Schluss, und Besitzer der RUHR.TOPCARD, die die Ausstellung in diesem Jahr noch nicht besucht haben, müssen sich sputen, um noch in den Genuss des einmaligen freien Eintritts zu kommen. So viel zur Vorgeschichte und den Gründen, die Ausstellung nochmals zu besuchen. Das goldene Herbstwetter am heutigen Dienstag ließ die Hoffnung aufkommen, den „ausgefallenen“ Sonnenuntergang vom 16. August 2014 nachholen zu können, was zu den regulären Öffnungszeiten im Gasometer Oberhausen lediglich in der „Winterzeit“ möglich ist, während der „Sommerzeit“ geht die Sonne erst deutlich nach Ende der Öffnungszeiten um 18 Uhr unter. Versuch macht klug…

Statue eines sitzenden Mädchens, Kopie eines griechischen Originals aus der 2. Hälfte des 2. Jahrhundert v. Chr., Marmor, Höhe 103 cm, Rom, Konservatorenpalast, Abguss: Berlin, Abguss-Sammlung Antiker Plastiken der FU, Gipsformerei S. Bertolin, München

Venus von Willendorf, ca. 25.000 v. Chr. (neuere Untersuchungen ergaben ein Alter von 29.500 Jahren), Kalkstein, Höhe 11 cam, Wien, Naturhistorisches Museum, Abguss: Gasometer Oberhausen, Gipsformerei Berlin

Lichtinstallation „320° Licht“ von URBANSCREEN im Gasometer Oberhausen

CentrO. Oberhausen

Rhein-Herne-Kanal, AQUApark Oberhausen und Metronom Theater

AQUAPark Oberhausen, „Zauberlehrling“ von Inges Idee und Müllheizkraftwerk Essen-Karnap

Mit dem Sonnenuntergang war es natürlich wieder einmal Essig, wie man so schön sagt, denn Richtung Westen hatte sich eine mächtige Wolkenfront aufgetürmt, die den Sonnenuntergang nur erahnen ließ.

„Sonnenuntergang“

CentrO. Oberhausen

Gasometer Oberhausen

Gasometer Oberhausen

Dafür gab es Richtung Osten klaren Himmel, so dass der Mondaufgang ohne Einschränkungen zu beobachten war. Natürlich nicht vom Dach des Gasometers, denn der hatte zu dieser Zeit bereits geschlossen.

Gasometer Oberhausen

Gasometer Oberhausen

Gasometer Oberhausen

Recklinghausen leuchtet 2015

… und das schon zum 10. Mal

Rathaus (1904 – 1908), Rathausplatz

Vom 23. Oktober bis 8. November 2014 werden in der Innenstadt von Recklinghausen in der Zeit von 18 Uhr bis Mitternacht insgesamt 53 historische und markante Gebäude stimmungsvoll beleuchtet, und das alles bei freiem Eintritt. Die WERNING Veranstaltungstechnik GmbH (Alexandra und Andrea Werning) zeichnet für die leuchtenden Akzente verantwortlich, bei der durch den Einsatz von moderner, energiesparender LED-Technik auch Farbwechsel möglich sind. Es gibt eine Lauf-Empfehlung mit farbig markierten Straßenlaternen, entlang derer man sich die akzentuierten Gebäude erschließen kann. Wer die Innenstadt nicht auf eigene Faust erkunden möchte, kann sich im RWE-Zelt vor dem Rathaus zu den kostenlosen Führungen der „Gilde der Stadtführer“ anmelden, die in diesem Jahr an allen Tagen um 18 UHr, 18.30 Uhr und 19 Uhr stattfinden.

Erlbruch 34 – 36

Alte Apotheke, Breite Straße 14

Breite Straße 2

Am Markt 1

Große Geldstraße 4

Große Geldstraße 14

Paulsörter

Wulff´sches Haus, Heilige-Geist-Straße 3

Alte Seilerei, Holzmarkt 17

Villa Boente (1897), Augustinessenstraße 4

Engelsburg, Augustinessenstraße 10

Engelsburg, Augustinessenstraße 10

Engelsburg, Augustinessenstraße 10

Herzogswall 34

Reitzensteinstraße 17 – 21

Christuskirche, Limperstraße

Stadtmauer, Herzogswall

Eckstein, Münsterstraße 17 – 19

Krim Quartier

Ikonenmuseum, Kirchplatz

Propsteikirche St. Peter, Kirchplatz 4

Propsteikirche St. Peter, Kirchplatz 4

Am Markt 6

Am Markt 4

Haus Middelmann, Kunibertistraße 11

Ackerbürgerhaus „Gravemanns Hof“ (1522), Kunibertistraße 16

Pauluskirche, An der Pauluskirche 11

Pauluskirche, An der Pauluskirche 11