Mittwoch, 30. Oktober 2013

Anna Maria Kaufmann und Valerie Link – Zwei starke Frauen im Gespräch

Doppelinterview mit der alten und neuen Christine

„Das Phantom der Oper“ kehrt nach zwölf Jahren nach Hamburg zurück. Im Doppelinterview mit der alten und der neuen Christine. Anna Maria Kaufmann (48) und Valerie Link (34): zwei Generationen, eine Leidenschaft. Zwei starke Frauen reden über eine gemeinsame Liebe: die gleiche Rolle, und das, was sie voneinander lernen können.

Anna Maria Kaufmann, © Stage Entertainment/Morris Mac Matzen

Stage Entertainment: Was macht Ihrer Meinung nach „Das Phantom der Oper“ so besonders?

Anna Maria Kaufmann: Es ist perfekt komponiert von Andrew Lloyd Webber. Die Geschichte ist einfach toll – spannend und romantisch. Eine klassische Dreiecksgeschichte. Alles was auf der Bühne passiert, ist Wahnsinn. Angefangen mit der Orgelszene oder dem Kronleuchter. Es gibt immer etwas, was man noch nicht gesehen hat. Auch beim zehnten Mal.

Valerie Link: Es ist bei mir ganz lange her, dass ich es gesehen habe. Ich lerne es jetzt erst wieder kennen. Aber die Musik ist super und die Geschichte einfach spannend.


Valerie Link, © Stage Entertainment/Morris Mac Matzen

Stage Entertainment: Für Sie beide hat Ihre Karriere in der Neuen Flora begonnen. Wie ist es für Sie jetzt dahin zurück zukehren?

Anna Maria Kaufmann: Ich habe die Flora – damals noch im Rohbau – eröffnet. Mittlerweile ist da so viel gelaufen. Und jetzt kommt „Das Phantom der Oper“ wieder zurück. Die Rolle der Christine lässt mich nicht los. Für mich ist es eine Ehre, dass ich bei der Rückkehr vom Phantom integriert werde und Valerie als Coach unterstützen darf. Das habe ich nicht erwartet. Wir haben mit Valerie die perfekte Christine gefunden.

Valerie Link: Ich freue mich wahnsinnig darauf, hier zu spielen. Ich hatte in der Neuen Flora ja bereits während „Mozart!“ eine tolle Zeit und kenne das ganze Haus. Es sind auch noch viele Kollegen da, die damals schon hier gearbeitet haben.

Anna Maria Kaufmann: Es gibt auch noch welche, die von Anfang an mit mir dabei waren und die ich noch kenne…


Stage Entertainment: Was hat sich damals durch die Rolle für Sie in Ihrem Leben verändert?

Anna Maria Kaufmann: Mein Leben. Alles. Ich hatte vorher noch nie einen richtigen Job, und dann durfte ich gleich die erste Christine neben Peter Hofmann spielen, in einem Erfolgsmusical, das dann noch ewig lief. Peter Hofmann war seinerzeit ein gefeierter Heldentenor und es war für mich eine große Ehre und Freude mit ihm auf der Bühne zu stehen. Wir hatten mit der Aufnahme von DAS PHANTOM DER OPER zwei Millionen verkaufte Schallplatten – das ist heute immer noch eines der erfolgreichsten Musical-Alben. Ich habe die Rolle der Christine gelebt und geliebt. Es war mein Leben und Christine Daeé und ich sind Hand in Hand gegangen. Die Zeit hat mich sehr geprägt und es ist eine große Ehre, heute wieder dabei zu sein.

Valerie Link: Wenn ich das so höre, läuft mir ein Schauer über den Rücken. Das ist schon toll. Ich sehe, wie viel Freude das Anna Maria bereitet hat und wie viel Herz noch dabei ist.

Anna Maria Kaufmann: Ich vergleiche das gerne mit einem berühmten Fußballer, wie Uwe Seeler zum Beispiel. Der hat mal ein Kopf-Tor geschossen. Er hat viele gemacht. Aber das war das Wichtigste. Für mich war das auch so. Ich habe viele Rollen gespielt, aber Christine war etwas Besonderes. Das war einzigartig damals. Auch für dich, Valerie, wird das so: du hast viele tolle Rollen gespielt, aber diese Rolle ist, ja, magisch.

Valerie Link: Das merke ich auch. Es ist besonders.


Stage Entertainment: Wie wird Ihre gemeinsame Arbeit aussehen?

Anna Maria Kaufmann: Ich werde immer wieder mal dabei sein, nicht regelmäßig. Es geht mehr darum, Valerie zu unterstützen und jederzeit für Fragen erreichbar zu sein. Valerie ist sehr liebenswert, nicht abgehoben, und sie leistet wirklich viel.

Valerie Link: Das habe ich auch über dich gehört. Kollegen, die dich kennen, haben mir das erzählt. Da haben wir anscheinend ja noch mehr Gemeinsamkeiten.


Stage Entertainment: Ihre gemeinsame Verbindung ist die Rolle der Christine. Sind Sie sich auch privat ähnlich?

Valerie Link: Du machst doch auch Yoga, oder?

Anna Maria Kaufmann: Ja, stimmt, wir machen beide Yoga. Und ich habe als Kind mal genäht. Ich finde das toll, Valerie hat eine Nähmaschine und näht sehr gerne. Und wir haben beide eine Verbindung zur Oper. Valeries Bruder ist Opernsänger. Ich komme mehr aus dem Klassischen.

Valerie Link: Ja, stimmt. Meine Stimme geht auch in Richtung Klassik. Braucht man ja auch für die Rolle der Christine.


Stage Entertainment: Frau Kaufmann, was werden Sie Ihrer Nachfolgerin mit auf den Weg geben?

Anna Maria Kaufmann: Ich unterstütze sie in dem was sie schon kann. Sie ist ausgesucht worden von Experten, die auf der ganzen Welt die besten Darsteller aussuchen und mit ihnen arbeiten. Und sie kann alles. Ich fliege einfach mit, ich darf dabei sein. Ich sage: ich schütze sie – wie ein Schutzengel. Ich glaube das Wichtigste ist, dass Valerie so bleibt, wie sie ist. Und sie muss sich in die Rolle hineinversetzen. Musical ist kein Wettbewerb – hier muss jeder strahlen.


Stage Entertainment: Frau Link, was denken Sie können Sie von Anna Maria Kaufmann lernen?

Valerie Link: Für mich ist es wahnsinnig interessant zu hören, was sie über die Rolle sagt, und zu sehen, was für eine Freude sie damit verbindet und wie die Rolle sie geprägt hat – und einfach auch von ihrer Erfahrung zu lernen. Ich sauge alles auf wie ein Schwamm und höre viel, das mich beeindruckt - und dann schaue ich, was davon ich für mich mitnehmen kann. Ich habe Anna Maria schon zu bestimmten Situationen auf der Bühne befragt und fand das alles sehr spannend. Ich finde es toll, dass sie mich unterstützt und wir verstehen uns super, würde ich sagen. (lacht)


Stage Entertainment: Frau Kaufmann, würden Sie die Christine gerne noch mal spielen?

Anna Maria Kaufmann: Ich bin der Rolle auf ewig verbunden. Um so mehr habe ich mich gefreut wieder dabei sein und Valerie unterstützen zu dürfen. Aber noch mal spielen würde ich die Rolle nicht, weil das, was ich an der Seite von Peter Hofmann erlebt habe, einfach nicht zu toppen ist.


Stage Entertainment: Frau Link, wie fühlen Sie sich kurz vor Probenbeginn?

Valerie Link: Ich bin eigentlich ganz ruhig, aber gerade wenn Anna Maria dann so von der Rolle erzählt, dann kommt doch noch manchmal so ein Flash, der mich durchflutet und ich merke dann, was diese Rolle wirklich bedeutet.


Stage Entertainment: Überlegen Sie manchmal heimlich, wer von Ihnen beiden die Christine besser spielt und singt?

Anna Maria Kaufmann: Nein, überhaupt nicht. Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen, aber das will ich auch gar nicht. Damals war es das erste Mal, dass das Phantom in Deutschland gespielt wurde. Ich war die erste Christine. Das kann mir keiner nehmen. Und dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe dieser Rolle viel zu verdanken. Es ist eher so, dass ich mich sehr darauf freue, Valerie als Christine zu sehen. Sie ist eine großartige Sängerin und wird fantastisch sein.

Valerie Link: Ich bin sehr beeindruckt von Anna Maria und frage mich schon, ob es ihr gefallen wird, was ich auf der Bühne mache. Und ich freue mich sehr, dass sie ihre Erfahrungen mit mir teilt. Aber ich weiß genau, was ich kann (lacht).


Stage Entertainment: Frau Link, was bedeutet es für Sie in die Fußstapfen von Anna Maria Kaufmann zu treten?

Valerie Link: Das ist unbeschreiblich. Wenn sie von damals erzählt und davon, was es ihr bedeutet, dann überkommt mich manchmal so ein ehrfürchtiger Schauer. Dann wird einem richtig bewusst, was es heißt, diese Rolle zu spielen. Und wenn ich überlege, wie toll es für mich ist, dass ich diese Rolle jetzt spielen darf, für Anna Maria ist es noch etwas viel Größeres gewesen, weil sie die allererste Christine hier in Deutschland war, und ich kann mir nur zum Bruchteil vorstellen, was es für sie bedeutet haben muss.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Pasek & Paul – Live in Vienna

Ein Musical-Abend der besonderen Art

Justin Paul und Benj Pasek, © Rolf Bock

In ihrem ausverkauften Konzert auf der Probebühne des Ronacher haben die Tony-nominierten jungen Songwriter Benj Pasek und Justin Paul am Montagabend einen Einblick in ihr beeindruckendes Schaffen gegeben und unter anderem Songs aus der TV-Serie „Smash“ (sie komponierten für die 2. Staffel) sowie ihren Musicals „Dogfight“, „Edges“ „James and the Giant Peach“ und „A Christmas Story“ präsentiert. Den Großteil des Programms absolvierten Pasek & Paul selbst im Duo oder Solo – und das grandios mit viel Witz, Selbstironie und großer Stimme, auch wenn die beiden laut eigener Aussage über keine professionelle Gesangsausbildung verfügen.

Benj Pasek, Andreas Bieber und Justin Paul, © Rolf Bock

Unterstützt wurden sie von den in der Wiener Musicalszene weithin bekannten „Guest Stars“ Oliver Arno (derzeit Walk in Cover Tod, Rudolf in „Elisabeth“), Dagmar Bernhard (zuletzt Clio/Kira in „Xanadu“ am Stadttheater der Bühne Baden), Andreas Bieber (zuletzt Fred Hoffmann in „Ich war noch niemals in New York“), Suzanne Carey (zuletzt in „Love never dies“) und Sidonie Smith (derzeit Pilar in „Natürlich Blond“) sowie SchülerInnen der Performing Academy, von denen einige im Vorfeld des Konzerts die Möglichkeit hatten, eine Master Class mit den beiden Komponisten zu besuchen. Die schwungvollen, aber oft auch sehr einfühlsamen Songs versprühten Broadway-Charme, aber ohne auf die Ironie und Bissigkeit der New Yorker Off-Broadway-Szene zu verzichten. Gewürzt mit vielen Anekdoten aus dem Leben der beiden jungen amerikanischen Talente und den Enstehungs­ge­schichten zu den einzelnen Songs und Stücken ergab das durchaus als „sophisticated“ zu bezeichnende Programm einen wunderbaren Abend, der Lust auf mehr von Pasek & Paul macht. Bleibt zu hoffen, dass man schon bald eines ihrer Musicals in Wien zu sehen bekommt – vielleicht im Rahmen des neu gegründeten Vereins „OFFstage“, dessen Auftaktveranstaltung das gestrige Konzert war.

Es berichtete G. B. aus Wien.

Andreas Bieber, Benj Pasek, Justin Paul, Suzanne Carey und Oliver Arno, © Rolf Bock

Montag, 28. Oktober 2013

Auftritt der Vereinigten Bühnen Wien beim Sicherheitsfest

Showact auf der Hauptbühne am Wiener Rathausplatz

Katja Berg

Zum Nationalfeiertag stand der Wiener Rathausplatz am 25. und 26. Oktober 2013 ganz im Zeichen der Sicherheit. Höhepunkt des musikalischen Rahmenprogramms war der Auftritt der Musical-Stars der Vereinigten Bühnen Wien am Samstagnachmittag. Aus dem Musical „Natürlich Blond“ haben Barbara Obermeier, Katja Berg, Jennifer Siemann und Janine Buck
  • „Knick und Pop“ und
  • „So viel besser“
präsentiert.

Barbara Obermeier

Barbara Obermeier

Jennifer Siemann

Kurosch Abbasi

Aus dem Musical „Elisabeth“ brachten
  • Kurosch Abbasi „Kitsch“,
  • Lukas Perman und Rory Six „Die Schatten werden länger“,
  • Annemieke van Dam und Rory Six „Wenn ich tanzen will“ und
  • Annemieke van Dam „Ich gehör nur mir“ in einer mehrsprachigen Version (Italienisch, Niederländisch, Deutsch)
zu Gehör.

Kurosch Abbasi

Kurosch Abbasi

Rory Six

Lukas Perman

Lukas Perman

Annemieke van Dam

Rory Six

Annemieke van Dam

Annemieke van Dam

Sonntag, 27. Oktober 2013

Recklinghausen leuchtet 2013

… und das schon zum 8. Mal

Haus Middelmann, Kunibertistraße 11

Vom 25. Oktober bis 10. November 2013 werden in der Innenstadt von Recklinghausen in der Zeit von 19 Uhr bis Mitternacht insgesamt 44 historische und markante Gebäude stimmungsvoll beleuchtet, und das alles bei freiem Eintritt. Die WERNING Veranstaltungstechnik GmbH (Alexandra und Andrea Werning) zeichnet für die leuchtenden Akzente verantwortlich, bei der durch den Einsatz von moderner, energiesparender LED-Technik auch Farbwechsel möglich sind. Es gibt eine Lauf-Empfehlung mit farbig markierten Straßenlaternen, entlang derer man sich die akzentuierten Gebäude erschließen kann. Wer die Innenstadt nicht auf eigene Faust erkunden möchte, kann sich im RWE-Zelt vor dem Rathaus zu den kostenlosen Führungen der „Gilde der Stadtführer“ anmelden.

Altstadtmarkt

Breite Straße 22

An den drei Wochenenden wird freitags, samstags und sonntags jeweils um 19, 20, 21 und 22 Uhr auf der Fassade des Rathauses eine Video-Projektion zum Thema „Brauereien und Brennereien“ gezeigt. Es handelt sich um eine so genannte 3D Mapping Videoprojektion, bei der mehrere Beamer eingesetzt werden und die man keinesfalls verpassen sollte.

Rathaus (1904 – 1908), Rathausplatz

Gymnasium Petrinum (1911), Herzogswall 29

Herzogswall 4

Propsteikirche St. Peter, Kirchplatz 4

Kurfürstenwall 12

Alte Apotheke, Breite Straße 14

Altstadtschmiede, Paulsörter

Fachwerkhaus Paulsörter 22

Paulsörter

Engelsburg, Augustinessenstraße 10

Engelsburg, Augustinessenstraße 10

Hausbrauerei Suberg´s bei Boente, Augustinessenstraße 4

Eckstein, Münsterstraße 17-19

Eckstein, Münsterstraße 17-19

Städtische Musikschule, Willy-Brandt-Park 1

Altstadtmarkt

Rathaus (1904 – 1908), Rathausplatz


Donnerstag, 31. Oktober 2013

Alte Apotheke, Breite Straße 14

Brandstraße 11

Große-Geld-Straße 23

Gymnasialkirche

Caspersgäßchen

Alte Seilerei, Holzmarkt 17

Villa Boente (1897), Augustinessenstraße 4

Villa Boente (1897), Augustinessenstraße 4

Engelsburg, Augustinessenstraße 10

Herzogswall 30

Stadtmauer und Stephansturm, Herzogswall

Stadtmauer, Herzogswall

Herzogswall 20

Herzogswall 10

Willy-Brandt-Park

Willy-Brandt-Park

Im Rom 2

Krim Quartier

Münsterstraße

Die Qualität des folgenden Bildes, das von Google ohne Sinn und Verstand „automatisch optimiert“ wurde, möge als abschreckendes Beispiel dienen, dass die von Google verwendeten Algorithmen bisweilen völlig unbrauchbar sind! Leider lässt sich diese „automatische Optimierung“ in Blogger nicht ohne weiteres umgehen.

Ausgrabungsstätte, Johannes-Janssen-Platz

Zum Vergleich hier das ursprüngliche Bild, welches über einen workaround auf andere Art und Weise eingebunden wurde:

Ausgrabungsstätte, Johannes-Janssen-Platz

Kleine-Geld-Straße 4

Altstadtmarkt