Freitag, 29. Juni 2012

„Ich war noch niemals in New York“ feiert im Dezember 2012 in Oberhausen NRW-Premiere

Kreuzfahrtschiff legt drei Monate früher als geplant im Stage Metronom Theater an

Entgegen früherer Meldungen gab Stage Entertainment Deutschland heute bekannt, dass „Ich war noch niemals in New York“ bereits im Dezember 2012 seine NRW-Premiere im Stage Metronom Theaters am CentrO Oberhausen feiern wird – drei Monate früher als geplant. Zwar gehört sein Baby immer noch zu ihm, aber bereits im Oktober 2012 ist für Tanzlehrer Johnny Castle die Saison in Oberhausen beendet – augenblicklich sind nur noch Tickets bis zum 11. Oktober 2012 im Verkauf. Ein genaues Datum für Johnnys letzten Tanz mit Frances „Baby“ Houseman hat Stage Entertainment Deutschland bisher nicht bekannt gegeben, ebenso wenig das Premierendatum für „Ich war noch niemals in New York“. Möglich werde der frühere Premierentermin durch die schnellere Verfügbarkeit des Kreativteams, das Anfang November direkt im Anschluss der Premiere von „Ich war noch niemals in New York“ in Zürich (Premiere: 1. November 2012) nach Oberhausen kommt, um die Show im Stage Metronom Theater aufzubauen, so der Veranstalter.

„Ich war noch niemals in New York“, Ensemble
© Stage Entertainment


Im Mittelpunkt des Musicals steht die erfolgreiche Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg. Ausgelastet durch ihre Karriere vernachlässigt sie ihre Mutter Maria. Die lebenslustige alte Dame fühlt sich abgeschoben. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Otto Staudach schmiedet Maria Pläne, dem Alltag zu entfliehen. Beide wollen sich ihren größten Lebenstraum erfüllen: Eine Reise nach New York und Hochzeit unter der Freiheitsstatue. Heimlich besteigt das Paar ein Kreuzfahrtschiff. Bei dem Versuch, ihre Mutter aufzuhalten, trifft Lisa auf Ottos Sohn Axel und dessen Junior Florian. Das ungleiche Trio nimmt die Verfolgung auf. An Bord eines Kreuzfahrtschiffes nehmen die Verwicklungen ihren Lauf und es kommt zum turbulenten Höhepunkt im Aufeinandertreffen der drei Generationen auf hoher See.

Donnerstag, 28. Juni 2012

„Tischgesellschaften im Wandel der Zeit“

„Das Abendmahl“ als Grundlage für eine Unterrichtsreihe an der Frida-Levy-Gesamtschule

Die intensive Auseinandersetzung mit dem von Leonardo da Vinci in den Jahren 1494 bis 1498 geschaffenen Wand­ge­mälde „Das Abendmahl“ gab Schülern der Jahrgangsstufe 11 an der Frida-Levy-Gesamtschule im Grundkurs Kunst die Möglichkeit, sich untereinander besser kennenzulernen, indem sie sich im Verlauf der halbjährlichen Unterrichtsreihe „Tisch­ge­sell­schaften im Wandel der Zeit“ in verschiedenen Variationen und Gruppierungen zu Gesprächen gemeinsam an einem langen Tisch zusammengefunden und dies fotografisch dokumentiert haben. Die Unterrichtsreihe ist eine kulturell-künstlerische Kooperation zwischen der Frida-Levy-Gesamt­schule und der VHS Essen, unter Anleitung von Anja Hoeller-Hannappel (Kunstlehrerin an der Frida-Levy-Gesamt­schule) und Meike Altenkamp (Fachbereichsleiterin Kunst und Kultur an der VHS Essen) konnten die SchülerInnen erfahren, wie Tischgesellschaften verbinden, aber auch trennen.

„Zu Tisch, bitte!“ Eine künstlerische Performance

„Das Abendmahl“ im Refektorium des Dominikanerklosters Santa Maria delle Grade in Mailand ist eines der berühmtesten Gemälde der Welt, welches keinesfalls als historische Rekonstruktion des biblischen Geschehens angesehen werden sollte. „Das Abendmahl“ wird immer wieder künstlerisch aufgegriffen und gab Anlass zu zahlreichen Parodien und Verfremdungen, Werbeanzeigen für die Modemarke Otto Kern und des französischen Modehauses Marithe et Francois Girbaud, welche auf die Inszenierung von Leonardos Abendmahl zurückgriffen, haben zu heftigen Debatten geführt. Die katholische Kirche hat tatsächlich dafür gesorgt, dass die Werbekampagne des französischen Modehauses verboten wurde.

„Zu Tisch, bitte!“ Eine künstlerische Performance

Derartig viel Aufmerksamkeit dürfte die künstlerische Performance „Zu Tisch, bitte!“, die den Kurs zum Abschluss der Unterrichtsreihe noch einmal in einer besonders konzentrierten und exponierten Situation zusammenbrachte, wohl schwerlich bekommen, fand diese zwar in der Öffentlichkeit vor der VHS Essen statt, aber nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit, lediglich ein kleiner Hinweis war in der lokalen Presse veröffentlicht worden. 20 Schüler aus acht Nationen und vier Religionen setzten sich in einer ganz in weiß gehaltenen Tischgesellschaft bei Essen und Trinken zusammen, um sich nochmals in der Öffentlichkeit ein Stück näher zu kommen.

Die analogen und digitalen Projektarbeiten der Schüler und Schülerinnen, die im Laufe der Unterrichtsreihe entstanden sind, sowie die Fotodokumentation der Performance sollen ab dem 11. September bis 5. Oktober 2012 als Gemeinschafts­aus­stellung in den Räumen der VHS präsentiert werden.

Mittwoch, 27. Juni 2012

Ankündigung: Tag der offenen Tür im STARLIGHT EXPRESS-Theater Bochum

Der jährliche Blick hinter die Kulissen

Am Dienstag, 10. Juli 2012 – dem zweiten Sommerferientag in Nordrhein-Westfalen – wird im STARLIGHT EXPRESS-Theater in Bochum der 24. Tag der offenen Tür stattfinden, bei dem wie jedes Jahr hinter die Kulissen geschaut und bei den Aktionen auch mitgemacht werden kann.

Gruppenbild

Sehr beliebt sind die Foto- und Autogrammstunden im Theaterfoyer, und für den Talent-Wettbewerb reisen die Fans von weither an. Im Theatersaal erfährt man bei den Skate- und Technik-Shows das ein oder andere Geheimnis des erfolgreichen Musicals, von denen es nach 24 Jahren (Premiere der deutschsprachigen Uraufführung: 12. Juni 1988) noch immer reichlich gibt, und für Live-Unterhaltung auf der Außenbühne sorgen die Darsteller mit der STARLIGHT EXPRESS-Band.

Georgina Hagen

Erstmals wird es in diesem Jahr auf dem Außengelände des Theaters für Kinder und Jugendliche ein Rollschuhtraining geben, außerdem einen fünfminütigen Gastauftritt von „Kein Pardon“. Ansonsten bleibt alles beim alten, die Einnahmen gehen auch in diesem Jahr wieder an eine Kinder­hilfs­organisation, und zwar an die Stefanie Graf-Stiftung „Children for Tomorrow“.

Dienstag, 26. Juni 2012

Bochumer Künstler für Opel

Versammlung auf dem Platz vor dem Schauspielhaus

Opel Kadett A im Maschinenhaus der Zeche Hannover

Am 10. Oktober 1962 wurde das Opel-Werk I auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Dannenbaum fertiggestellt, und im gleichen Jahr eröffnete das Opelwerk II auf dem Gelände der Zeche Bruchstraße mit der Produktion des Opel Kadett A. Heute sind drei Opel-Werke mit rund 5.170 Mitarbeitern der größte industrielle Arbeitgeber in der Region. Doch für Ende 2016 hat die Konzernleitung die Schließung des Bochumer Opel-Werkes angekündigt. Von der Schließung wären neben den „Opelanern“ viele weitere zehntausende Arbeitsplätze betroffen, die von der Produktion im Opel-Werk abhängen.

Schauspielhaus Bochum: Bochumer Künstler für Opel

Vor diesem Hintergrund hatten das Schauspielhaus Bochum und Bochumer Künstler am 26. Juni 2012 zu einer Versammlung auf dem Platz vor dem Schauspielhaus eingeladen, um für die Zukunft des Opel-Standortes Bochum und damit für die Zukunft der Stadt Bochum zu demonstrieren und Solidarität mit den „Opelanern“ zu zeigen. Neben Reden von Bochumer Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel und Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Gudrun Müller gab es auch Beiträge der Bochumer Symphoniker und von Künstlern verschiedenster Gattung zu hören, u. a. von Schauspieler Armin Rohde, Kabarettist und Romanautor Frank Goosen, Marcel Brauneis und David E. Moore aus dem Ensemble von „Starlight Express“, Slampoet Sebastian23 und Comedian Hennes Bender.

Anselm Weber, Intendant Schauspielhaus Bochum


Dr. Ottilie Scholz, Bochumer Oberbürgermeisterin

Raiko Küster und Maja Beckmann aus dem Ensemble des Schauspielhauses Bochum zeigten Ausschnitte aus dem Schauspiel „Kleiner Mann – was nun?“ nach dem Roman von Hans Fallada, der Geschichte des Buchhalters Johannes Pinneberg und seiner Freundin, der Verkäuferin Emma „Lämmchen“ Mörschel, in der es um den Stellenwert von Liebe und Geld geht.

Raiko Küster und Maja Beckmann, Schauspielhaus Bochum


Armin Rohde


Frank Goosen


Marcel Brauneis, Starlight Express

Das Musical „Starlight Express“ hatte seine beiden Hauptdarsteller Marcel Brauneis (Rusty) und David E. Moore (Papa) in das „Rennen“ um den Erhalt des Opel-Standortes Bochum geschickt.

David E. Moore, Starlight Express


Sebastian23


Hennes Bender

Im Anschluss an das Bühnenprogramm wurde der Dokumentarfilm „Opel – Chronik eines Schicksalsjahres“ von Ulrike Franke und Michael Loeken gezeigt, welcher im Rahmen des Kulturhauptstadtprojekts „Next Generation“ über den Alltag der Auszubildenden im Opel-Werk II entstanden ist. Ulrike Franke und Michael Loeken sind für ihren Dokumentarfilm „Losers and Winners“ über den Abbau der Kokerei Kaiserstuhl in Dortmund u. a. mit dem Adolf-Grimme-Preis 2009 ausgezeichnet worden.

Versammlung auf dem Platz vor dem Schauspielhaus

Sonntag, 24. Juni 2012

FreilichtSpiele Tecklenburg: Marie Antoinette

„Marie Antoinette“ – basierend auf einem Buch des japanischen Autors Shusaku Endo; Musik: Sylvester Levay; Gesangstexte, Buch: Michael Kunze; Inszenierung: Marc Clear; Choreografie: Doris Marlis; Bühne: Susanna Buller; Kostüme: Karin Alberti; Musikalische Leitung: Tjaard Kirsch. Darsteller: Anna Thorén (Marie Antoinette), Sabrina Weckerlin (Margrid Arnaud), Yngve Gasoy-Romdal (Giuseppe Balsamo alias Cagliostro), Patrick Stanke (Graf Axel von Fersen), Frank Winkels (Louis XVI.), Marc Clear (Herzog von Orléans), Wietske van Tongeren (Agnés Duchamps), Benjamin Witthoff (Pierre A. Caron de Beaumarchais), Daniela Römer (Madame Lamballe), Corinna Ellwanger (Rose Bertin), Jan Altenbockum (Léonard), Julian Sylva (Charles Boehmer), Anne Welte (Madame Juliette Lapin), Sebastian Sohn (Kardinal de Rohan-Guémémé), Michael Clauder (Maximilien de Robespierre), Christina Hindersmann (Madame La Motte), Hakan T. Aslan (Jacques René Hébert), Lucy Costelloe, Kevin Foster, Andrew Hill, Jörn Ortmann, Marthe Römer, Silja Schenk, Yael de Vries und Elena Zvirbulis (Ensemble). Uraufführung: 1. November 2006, Imperial Garden Theater, Tokio, Japan. Deutschsprachige Erstaufführung: 30. Januar 2009, Musical Theater Bremen. Premiere: 23. Juni 2012, FreilichtSpiele Tecklenburg.



„Marie Antoinette“


Open-Air-Produktion der FreilichtSpiele Tecklenburg


„Marie Antoinette“ von Sylvester Levay (Musik) und Michael Kunze (Gesangstexte, Buch) erzählt auf dramatische Weise die Geschichte der französischen Königin und spielt – wie „Elisabeth“ und „Mozart!“ – vor einem realen historischen Hintergrund. Es entfernt sich aber weiter von den Fakten, als dies bei „Elisabeth“ und „Mozart!“ der Fall ist, dennoch wird man sich womöglich genauer mit der Realität vertraut machen.

„Guillotine“


Historische Hintergründe:

Marie Antoinette (* 2. November 1755 in Wien, am 16. Oktober 1793 in Paris auf der Guillotine hingerichtet), eine Tochter von Kaiser Franz I. Stephan und Maria Theresia, heiratete am 16. Mai 1770 Dauphin Ludwig-August, Herzog von Berry, den späteren König Ludwig XVI. von Frankreich (* 23. August 1754 in Versailles, am 21. Januar 1793 in Paris guillotiniert). Ihr verschwenderischer Lebensstil brachte ihr Hass und Missgunst des Volkes ein, außerdem wurde ihr eine Reihe von Affären nachgesagt, u. a. zum schwedischen Graf Hans Axel von Fersen (* 4. September 1755 in Stockholm, † 20. Juni 1810 in Stockholm). 1789 wurde die königliche Familie von Revolutionären gezwungen, von Versailles nach Paris in das Palais des Tuileries umzuziehen. Der Versuch, am 20. Juni 1791 ins Ausland zu fliehen, scheiterte in Varennes. Und wieder war es Graf Hans Axel von Fersen, der die Flucht organisiert hatte und sogar selber die Kutsche fuhr. Nachdem am 21. Januar 1793 Ludwig XVI. nach einem Schauprozess hingerichtet wurde, begann auch am 14. Oktober 1793 der Prozess gegen Marie Antoinette, der in ihrer Enthauptung mündete. Michael Kunze hat der Königin als gegensätzliche Frauenfigur das Bettlermädchen Margrid Arnaud gegenübergestellt, eine fiktive Gestalt, die am Anfang nur Abneigung und Hass für Marie Antoinette empfindet, sich zu einer Führerin der beginnenden Revolution entwickelt und sich zum Ende des Musicals sogar als mögliche Halbschwester herausstellt, die der zum Tode verurteilten Königin Respekt und Verständnis entgegenbringt.

Giuseppe Balsamo alias Alessandro Graf von Cagliostro war ein italienischer Alchemist und Hochstapler, der im Prozess um die so genannte Halsbandaffäre von Jeanne de Saint-Rémy (Gräfin de La Motte) beschuldigt wurde, selbige durch Beeinflussung von Kardinal Louis René Édouard de Rohan-Guéméné in Gang gebracht zu haben, es stellte sich aber heraus, dass er nicht an der Affäre beteiligt war. Bei der Halsbandaffäre handelt es sich um einen Betrugsskandal in den Jahren 1785 und 1786 um ein von den Pariser Juwelieren Charles Böhmer und Paul Bassenge gefertigtes wertvolles Collier, hinter der Gräfin de La Motte als Drahtzieherin steckte. Sie verwickelte Kardinal Louis René Édouard de Rohan-Guéméné in den Betrug, der im Namen der Königin das Collier erwerben sollte. Marie Nicole Leguay d´Oliva, eine Pariser Kurtisane mit einer gewisse Ähnlichkeit mit der französischen Königin, wurde von Jeanne de Saint-Rémy engagiert, um bei einem heimlichen Treffen mit Kardinal Louis de Rohan im Park von Versailles die Königin darzustellen. Die Königin erhielt das Collier aber nie, stattdessen war der Comte de La Motte nach London aufgebrochen, um die Diamanten dort zu verkaufen. Das Volk war jedoch der Überzeugung, Marie Antoinette habe die Gräfin de La Motte nur benutzt, um Rache an dem verhassten Kardinal Louis de Rohan zu nehmen.

Ludwig Philipp II. Joseph, Herzog von Orléans (* 13. April 1747 in Saint-Cloud, am 6. November 1793 in Paris guillotiniert) wurde von Marie Antoinette gehasst und wegen seines Reichtums beneidet, was er wiederum mit Verachtung quittierte. Aufgrund seiner liberalen Ideen glaubte man, er wolle konstitutioneller König von Frankreich werden. Dagegen spricht, dass er bei der Flucht der Königsfamilie nach Varennes keinen Versuch unternahm, selbst König zu werden. Als Philippe Égalité wurde er zum Vertreter für Paris im Konvent gewählt, wo er für den Tod von Ludwig XVI. stimmte. Er wurde selbst Opfer der von Maximilien de Robespierre (* 6. Mai 1758 in Arras, † 28. Juli 1794 in Paris) mitzuverantwortenden Terrorherrschaft von Anfang Juni 1793 bis Ende Juli 1794 und am 6. November 1793 guillotiniert. Jacques René Hébert (* 15. November 1757 in Alençon, † 24. März 1794 in Paris) war französicher Journalist und Herausgeber der radikalen Zeitschrift „Le père Duchesne“. Hébert forderte zu konsequentem Vorgehen gegen alle Feinde der Revolution auf, vor allem zu radikalem Vorgehen gegen die Kirche. Am 27. Juli 1794 wurde im Parlament die Verhaftung der Revolutionäre Maximilien de Robespierre, Louis-Antoine-Léon de Saint-Just und Georges Auguste Couthon beschlossen, die drei ereilte das gleiche Schicksal wie die Revolutionsgegner, sie wurden am 28. Juli 1794 auf der Place de la Revolution guillotiniert. Im Dezember 1799 erklärte Napoleon Bonaparte die Revolution für beendet.

Marie-Louise von Savoyen-Carignan (Princesse de Lamballe, * 8. September 1749 in Turin, † 3. September 1792 in Paris) war als Hofdame die engste Vertraute von Königin Marie Antoinette, sie zog mit ihr in das Palais des Tuileries, wo sie vom Volk für die Urheberin aller Intrigen gehalten wurde. Während der Septembermassaker wurde sie am 3. September 1792 brutal ermordet und ihr Kopf auf einer Stange vor den Fenstern des königlichen Gefängnisses umhergetragen. Marie-Jeanne Bertin (Rose Bertin, * 2. Juli 1747 in Abbeville, Picardie, † 22. September 1813 in Épinay-sur-Seine) war eine bekannte Modeschöpferin und ab 1772 Hoflieferantin von Marie Antoinette. Während der Französischen Revolution emigrierte sie nach England.

Yngve Gasoy-Romdal (Giuseppe Balsamo alias Cagliostro)


Sabrina Weckerlin (Margrid Arnaud)


Anna Thorén (Marie Antoinette)


Patrick Stanke (Graf Axel von Fersen)


Sabrina Weckerlin (Margrid Arnaud) und Wietske van Tongeren (Agnés Duchamps)


Anne Welte (Madame Juliette Lapin)


Marc Clear (Herzog von Orléans)


Sabrina Weckerlin (Margrid Arnaud)


Sabrina Weckerlin (Margrid Arnaud) und Marc Clear (Herzog von Orléans)


Patrick Stanke (Graf Axel von Fersen) und Anna Thorén (Marie Antoinette)


Sabrina Weckerlin (Margrid Arnaud)


Yngve Gasoy-Romdal (Giuseppe Balsamo alias Cagliostro)


Frank Winkels (Louis XVI.)


Anna Thorén (Marie Antoinette)


Sabrina Weckerlin (Margrid Arnaud)


Wietske van Tongeren (Agnés Duchamps)


Sebastian Sohn (Kardinal de Rohan-Guémémé)


Patrick Stanke (Graf Axel von Fersen)


Michael Clauder (Maximilien de Robespierre)


Daniela Römer (Madame Lamballe)


Hakan T. Aslan (Jacques René Hébert)


Frank Winkels (Louis XVI.)


Anna Thorén („Witwe Capet”)


Anna Thorén („Witwe Capet”)


Wietske van Tongeren (Agnés Duchamps) und Sabrina Weckerlin (Margrid Arnaud)

Samstag, 23. Juni 2012

Tag der Architektur 2012

Zeitgenössische Baukultur unter dem Motto „Energie!“

Seit 1995 laden die Architektenkammern am letzten Juni-Wochenende zum Tag der Architektur ein, um vor Ort, in der unmittelbaren Umgebung moderne Architektur und neue Projekte kennenzulernen. In Nordrhein-Westfalen findet der Tag der Architektur am 23. und 24. Juni 2012 bereits zum 17. Mal statt. In diesem Jahr soll das Motto „Energie!“ die Energieeffizienz von Gebäuden in den Fokus rücken. Als besonderer Anreiz sollen üblicherweise nicht für Interessierte offen stehende Objekte am Tag der Architektur für alle zugänglich sein, so wird es zumindest von der Bundesarchitektenkammer propagiert. Ausnahmen bestätigen die Regel …

Zentralmassiv am Springerplatz, Bochum-Griesenbruch

Zentralmassiv am Springerplatz

Innenarchitekt Thomas Stark (stark architektur – innenarchitektur, Bochum) hat die Entwürfe für den Umbau des 1940 errichteten Hochbunkers aus dem Zweiten Weltkrieg zu einer privaten Medienhochschule erstellt, der erst kürzlich mit der offiziellen Eröffnung des mittlerweile 8. deutschen SAE Standortes durch Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz und SAE Gründer Tom Misner gebührend gefeiert wurde. Das SAE Institute Bochum bietet nach eigenen Angaben Studiengänge in den Bereichen Tontechnik, Film, Visual Effects, Animation, Coss Media, Games und Webdesing an, dementsprechend wurden die Räume mit entsprechenden Technologien ausgerüstet. Daneben hat auch das Café Treibsand seine neuen Räumlichkeiten im ehemaligen Hochbunker bezogen. Großes Lob an dieser Stelle an Herrn Stark, der am Sonntag von 10 bis 18 Uhr Führungen durch den ehemaligen Hochbunker angeboten hat, dass sich ein Architekt am Tag der Architektur so viel Zeit nimmt, um sein Projekt vorzustellen, findet man nur sehr selten. Und über mangelndes Interesse konnte man sich bei diesem Projekt sicher nicht beklagen, bis zum Mittag waren wohl schon mehr Interessenten gekommen als man überhaupt erwartet hatte.

SAE Institute Bochum


SAE Institute Bochum, Lounge Bereich


SAE Institute Bochum, Lounge Bereich


SAE Institute Bochum


SAE Institute Bochum, Greenscreen zur farbbasierten Bildfreistellung


SAE Institute Bochum, Unterrichtsraum


SAE Institute Bochum, Aufnahmestudio


Schulzentrum Wolfskuhle, Essen-Steele

Gymnasium an der Wolfskuhle

Bereits 2011 hatte Architekt Christofer Allerkamp (Allerkamp Architekten GmbH, Essen) beim Tag der Architektur die Fassadensanierung der Bertha-Krupp-Schule an der Kerhoffstraße vorgestellt. In diesem Jahr präsentierte er die Sanierung des Schulzentrums Wolfskuhle mit dem Gymnasium an der Wolfskuhle und der Erich Kästner-Gesamtschule in Essen-Steele. Wie bei der Bertha-Krupp-Schule wurde für die Fassadensanierung eine hinterlüftete Faserzementkonstruktion genutzt, die gleichzeitig einen besonderen Farbakzent setzt. Die Einrichtung des Mensabereichs erhielt durch die farbliche Akzentuierung ebenfalls eine Aufwertung.

Erich Kästner-Gesamtschule


Erich Kästner-Gesamtschule, Mensabereich


„Commercial Building Baz“, Gelsenkirchen-Ückendorf

So kann man´s auch machen

„Commercial Building Baz“ in Gelsenkirchen-Ückendorf

Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen trägt die Informationen zu allen teilnehmenden Objekten in einer Datenbank zusammen, in der in diesem Jahr auch das „Commercial Building Baz“ mit dem Termin Samstag 23. Juni 10.00 bis 13.00 Uhr verzeichnet war. Das Bürogebäude in Gelsenkirchen-Ückendorf beherbergt die Hauptverwaltung einer Fast-Food-Kette, Spatenstich war bereits im August 2009, und das Fast-Food-Restaurant im Erdgeschoss wurde auch schon im Mai 2011 eröffnet. Ganz aktuell ist dieses Architekturprojekt also auch nicht mehr. Es kommt aber noch besser: Am Eingang zum Bürogebäude hängt ein netter Zettel, auf dem das ausführende Büro ArchiFactory.de darauf aufmerksam macht, dass die Büros am Tag der Architektur nicht besichtigt werden können, und die Gastronomie jederzeit besichtigt werden kann … es handelt sich um ein 24 h-Fast-Food-Restaurant. Ich frage mich an dieser Stelle, warum seitens der Architektenkammer keine strengeren Vorgaben zur Teilnahme am Tag der Architektur gemacht werden, insbesondere was die Besichtigungsmöglichkeiten anbelangt. Ich stelle mir die Büros in den versetzten Geschossen zwar beliebig austauschbar wie in jedem anderen Gebäude vor, aber mich hätte schon interessiert, ob die Raumgestaltung ebenso ungwöhnlich ist wie das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes.

„Commercial Building Baz“ in Gelsenkirchen-Ückendorf


ADAC Service Center, Mülheim an der Ruhr-Dümpten

ADAC Service Center

Architekt Ralf Harsveldt hat das Bürogebäude mit dem zugehörigen Gebäude der KFZ-Prüfstelle für den ADAC Nordrhein e. V. entworfen. Im Juli 2009 hat der Automobilclub sein neues Domizil an der Mellinghofer Straße bezogen.

ADAC Service Center


ADAC Service Center

Hat zwar nichts mit Architektur zu tun, aber im Eingangsbereich der Geschäftsstelle gibt es ein von der Hannoverschen Maschinenbau AG gefertigtes Straßenwachtfahrzeug zu sehen, das in Berlin das „Kommißbrot“ genannt wurde. Der Wagen war als erstes Serienfahrzeug mit einer Vollpontonkarosserie ausgerüstet.

Straßenwachtfahrzeug 1928: Hanomag „Kommißbrot“


Bert-Brecht-Haus, Oberhausen

Bert-Brecht-Haus

Das Bert-Brecht-Haus wurde 1928 nach Entwürfen des Kölner Architekten Otto Scheib im Stil des Backsteinexpressionismus errichtet und wurde 1985 von der Stadtbibliothek, der Volkshochschule und mehreren städtischen Ämtern bezogen. Von April 2010 bis September 2011 wurde das Gebäude und der angrenzende Saporoshje-Platz (Saporischschja in der südlichen Ukraine unterhält mit Oberhausen eine Städtepartnerschaft) komplett umgebaut und umgestaltet. Die Innenarchitekten Jochen Usinger, BDIA und Martin Klein-Wiele, VFA (UKW Innenarchitekten, Krefeld) haben ein großzügiges Foyer geschaffen, von dem aus der Besucher mit einem grafischem Leitsystem leicht zu den einzelnen Bereichen innerhalb des Gebäudes geführt wird.

Bert-Brecht-Haus, Eingangsbereich


Bert-Brecht-Haus, Stadtbibliothek


Bert-Brecht-Haus, grafisches Leitsystem


Bert-Brecht-Haus, Stadtbibliothek


Bert-Brecht-Haus, Treppenhaus


Bert-Brecht-Haus, Volkshochschule