Mittwoch, 31. August 2011

Die Klusenkapelle St. Aegidius


Klusenkapelle St. Aegidius

Am 20. August 2011 sind im benachbarten Klusenkotten die Gasträume des Waldrestaurants „Zur Kluse“ nach der Restaurierung des Gebäudes wiedereröffnet worden, und nun ist auch die restaurierte Klusenkapelle wieder für Besucher zugänglich.

Klusenkapelle St. Aegidius

Auf der Tafel am Eingang zu der kleinen Kapelle in Essen-Bredeney ist zu lesen, dass die Kapelle vor 1300 errichtet wurde und 1359 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Kirchenpatron ist der heilige Aegidius, einer der 14 Nothelfer, dessen Gedenktag am 1. September mit einer Prozession und einem Gottesdienst begangen wird. Damit das Fest nicht mit der Reliquienprozession zu Ehren des heiligen Liudger am ersten Septembersonntag in Essen-Werden zusammenfällt, ist diese Feier seit einigen Jahren auf den letzten Sonntag im August festgelegt.

Klusenkapelle St. Aegidius


Klusenkapelle St. Aegidius

Im Inneren der kleinen Kapelle finden sich auf der einen Seite ein schwarzes Kreuz hinter dem Altar und ein moderner Leuchter darüber, außerdem ein 1951 vom Werdener Künstler Wilhelm de Graaff geschaffenes Mosaikfenster, das Szenen aus dem Leben des heiligen Aegidius zeigt. Augeführt wurde das Fenster von van Gellekom und A. Peters aus Kevelaer.

Klusenkapelle St. Aegidius, Innenansicht


St. Aegidius umgeben von Szenen aus seinem Leben


Klusenkapelle St. Aegidius, Innenansicht

Ein weiteres Mosaikfenster zeigt den heiligen St. Aegidius und die Nothelfer, dieses wurde 1954 ebenfalls von Wilhelm de Graaff entworfen und von van Gellekom und A. Peters ausgeführt.

St. Aegidius und die Nothelfer

Seit Februar 1985 ist die Klusenkapelle mitsamt dem Klusenkotten und dem nordöstlich gelegenen kleinen Fachwerkgebäude in die Denkmalliste der Stadt Essen eingetragen, und vor kurzem hat auch die Klusenkapelle eine neue Denkmalplakette bekommen.

Denkmalplakette an der Klusenkapelle St. Aegidius

Montag, 29. August 2011

FilmSchauPlätze NRW 2011: Fröndenberg

„True Grit“ auf der Reitanlage des Reit- und Fahrvereins „Fritz Sümmermann e. V.“ in Fröndenberg Strickherdicke

Am Sonntag, 28. August 2011 war die Reitanlage des Reit- und Fahrvereins „Fritz Sümmermann e. V.“ in Fröndenberg Strickherdicke FilmSchauPlatz für den US-amerikanischen Western „True Grit“ aus dem Jahr 2010. Das Wetter war zwar eher herbstlich mit nur kurzzeitigen sonnigen Abschnitten, trotzdem habe ich den Nachmittag für einen kleinen Spaziergang genutzt, nicht durch Fröndenberg/Ruhr, sondern durch die Kreisstadt Unna. In der Altstadt eine größere Anzahl von Fachwerkbauten aus dem 16. bis 19. Jahrhundert erhalten, verschiedene Rundwege führen zu ausgewiesenen Sehenswürdigkeiten.

Evangelische Stadtkirche


Nicolai-Haus und Evangelische Stadtkirche


Seniorentreff „Fässchen“ und Kastanien-Brunnen von Carlernst Kürten (* 17. April 1921 in Waltrop, † 29. Dezember 2000 in Unna)


Zuckerbäckerhaus und Steinhaus


Fachwerkhäuser am Markt


Fachwerkhaus am Markt, Detail



Eselsbrunnen von Josef Baron (* 19. Februar 1920 in Oberschlesien)


Ehemaliges Heine-Hotel und Lindenschänke


Denkmal für den letzten Unnaer Nachtwächter


An der Klosterstraße


Massener Straße


ehemalige Lindenbrauerei


An der Wallgasse


Gürtelstraße 19


Meisterhaus


Ölckenthurm


Hellweg-Museum in der Burg der Grafen von der Mark


Standesamt, ehemals Herberge für reisende Handwerksburschen


Katholische Pfarrkirche St. Katharina


Rathaus


Bismarckturm auf der Wilhelmshöhe in Fröndenberg Strickherdicke


Regenschwangere Wolken über der Reitanlage in Fröndenberg Strickherdicke

Der Reit- und Fahrvereins „Fritz Sümmermann e. V.“ in Fröndenberg Strickherdicke hatte in diesem Jahr den Zuschlag für die Ausrichtung der FilmSchauPlätze bekommen, für das Rahmenprogramm waren Reitvorführungen mit Dressurkür nach Musik und Springvorführungen geplant. Doch „So wie man plant und denkt, so kommt es nie!“, und so hatte man das Reitprogramm aufgrund der Wetterverhältnisse gekürzt und auf die Dressurkür verzichtet.

Reitvorführung

Aber auch an die kleinen Besucher war gedacht, im Anschluss an die Reitvorführung gab es noch Ponreiten auf dem Dressurplatz.

Ponyreiten

Womöglich war die große Reithalle das entscheidende Argument für die Film- und Medienstiftung, die FilmSchauPlätze in Fröndenberg in diesem Jahr auf dem Hof Plaas-Beisemann zu veranstalten. Zumindest war es eine „weise“ Entscheidung, denn so bestand auf jeden Fall die Möglichkeit, sich vom Wetter unabhängig zu machen, was sich als wahrer Glücksgriff erwiesen hat.

Große Reithalle des Reitvereins „Fritz Sümmermann e. V.“

Am Abend zuvor waren diverse Open-Air-Events gleich reihenweise dem Wetter zum Opfer gefallen, u. a. auch die FilmSchauPlätze im Selmer Freibad, und so hatte man sich bereits am Nachmittag entschieden, die Filmvorführung in die große Reithalle zu verlegen.

Große Reithalle, Innenansicht

Eine Bauernregel besagt: „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.“ Der Hahn auf dem Strohballen hat zwar keinen Laut von sich gegeben, aber in der großen Reithalle konnten sich die Zuschauer jedenfalls vor den unwägbaren Wetterverhältnisse in Sicherheit schätzen. Wie im „richtigen“ Kino hatte Jürgen Focke vom Stadtmarketing der Stadt Fröndenberg/Ruhr für Popcorn gesorgt, und das gab es für die Besucher sogar gratis. Als Kurzfilm zeigte die Film- und Medienstiftung NRW „Bellevue“ von Filmemacher und Medienproduzent Michael Schwertel, in dem ein Maler versucht, den überhöhten, perfekten Ausblick auf eine Landschaft in einem Gemälde festzuhalten. Doch alles kommt anders … die Forman und Farben der Landschaft lösen sich vor seinen Augen auf. Michael Schwertel war auch selbst mit seiner Familie nach Fröndenberg angereist, um seinen Animationsfilm zu präsentieren.

Stillleben

„True Grit“ von Ethan und Joel Coen (Regie und Drehbuch) ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Charles Portis, in der es sich die 14-jährige Mattie Ross (Hailee Steinfeld) in den Kopf gesetzt hat, für den Mord an ihrem Vater Rache an dessen Mörder Tom Chaney (Josh Brolin) zu nehmen. Dafür engagiert sie den US-Marshall Reuben „Rooster“ Cogburn (Jeff Bridges). Der Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon), der es auf das auf Chaney ausgesetzte Kopfgeld abgesehen hat, schließt sich ihnen an. Als Cogburn und LaBoeuf die Jagd bereits aufgegeben haben, trifft Mattie Ross am Fluss auf Tom Chaney. Die Ereignisse spitzen sich zu, und es kommt zum großen Showdown …

„Rollentausch“

Auf dem Rückweg war der blau beleuchtete Kirchturm der evangelischen Stadtkirche in Unna bereits weithin sichtbar, er zieht den Reisende quasi magisch an.

Evangelische Stadtkirche in Unna


Nicolai-Haus und Evangelische Stadtkirche in Unna

Paris, einfach nur so zum Spass

Die neue Direktverbindung aus dem Ruhrgebiet mit der französischen Hauptstadt

Thalys-PBKA-Triebzug 4321 bei der Abfahrt nach Paris Nord

Wer schon immer aus dem Ruhrgebiet einfach nur so zum Spass nach Paris fahren wollte, dem bietet die Bahn seit dem 29. August 2011 eine Direktverbindung zwischen Essen und Paris Nord an. Bisher verkehrten die Thalys Hoch­ge­schwin­dig­keits­züge zwischen Köln und Paris, ab heute ist diese Strecke um die Haltepunkte Essen Hbf, Duisburg Hbf und Düsseldorf Hbf erweitert worden. Wer die neue Direktverbindung aus dem Ruhrgebiet nach Paris nutzen will, muss früh aufstehen. Um 5.12 Uhr fährt der Thalys in Essen Hbf ab, und kommt lt. Fahrplan um 9.59 Uhr in Paris Nord an. Wobei die reine Fahrzeit kürzer ist, denn in Köln Hbf hat der Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug 25 Minuten Aufenthalt.

Thalys-PBKA-Triebzug 4321 bei der Abfahrt nach Paris Nord

Auf der Strecke Essen – Paris Nord kommen PBKA-Triebzüge zum Einsatz, wobei die vier Buchstaben PBKA für Paris, Brüssel, Köln und Amsterdam stehen. Die Triebzüge sind für Höchst­ge­schwin­dig­keiten von bis zu 320 km/h zugelassen, wobei die Geschwindigkeit von der Oberleitungsspannung abhängig ist und die Höchst­ge­schwin­dig­keit nur bei 25 kV, 50 Hz Wechselstrom erreicht wird. In Deutschland ist bei 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom eine Höchst­ge­schwin­dig­keit von 250 km/h möglich. Sogar für einen Tagesausflug an die Seine kann man den Thalys nutzen. Um 18.01 Uhr verlässt der Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug Paris, und um 22.19 Uhr ist man wieder in Essen. Für die Züge besteht Re­ser­vie­rungs­pflicht, und die wenigsten Reisenden dürften darin einfach nur so zum Spass unterwegs sein. Aber immerhin, möglich ist es nun. Bucht man sein Ticket lange genug im voraus, ist es zum Sparpreis von 29 Euro für eine einfache Fahrt zu haben.

Anzeigetafel am Bahnsteig 4, Essen Hbf

Funktionierten am Vormittag bei der Abfahrt des Thalys nach Paris Nord die Anzeigetafeln an Gleis 1 noch nicht und wurde der Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug nur über Lautsprecher an­ge­kündigt, so war dieses Manko bei der Rückkehr am Abend bereits behoben.

Thalys-PBKA-Triebzug 4321 bei der Rückkehr am Abend

Pünktlich kehrte der Thalys-PBKA-Triebzug 4321 am Abend nach Essen zurück, und unter den Fahrgästen war das ein oder andere bekannte Gesicht vom Vormittag zu entdecken. So abwegig scheint der Tagesausflug an die Seine also gar nicht zu sein.

Thalys-PBKA-Triebzug 4321 bei der Rückkehr am Abend

Als Besonderheit sind die Thalys Hoch­ge­schwin­dig­keits­züge mit Satellitenantennen ausgestattet, zu erkennen an dem Radom auf dem Dach der Triebzüge, über die die Reisenden eine Internetverbindung über Wi-Fi nutzen können. Kurz­zei­tige Verbindungsunterbrechungen sind auf den Strecken­ver­lauf durch Tunnelröhren aus Beton oder hügeliges Gelände zurückzuführen, wo kein direkter Satellitenkontakt möglich ist.

Thalys-PBKA-Triebzug 4321, neben der Anzeigetafel ist das Radom zu erkennen

Die Thalys-PBKA-Triebzüge besitzen luftgefederte Jakobs­dreh­gestelle, bei denen zwei Mittelwagen gemeinsam auf einem Drehgestell aufliegen und die für besondere Laufruhe und besseren Fahrkomfort sorgen.

Thalys-PBKA-Triebzug 4322 mit luftgefedertem Jakobsdrehgestell


Thalys-PBKA-Triebzug 4322 bei der Ankunft in Essen am Abend

Zum Vergleich ist hier noch der ICE-Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug 403 022-7 „Solingen“ der Deutschen Bahn gezeigt, der für Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 330 km/h zugelassen ist.

ICE 3 403 022-7 „Solingen“

Samstag, 27. August 2011

Musicals sind scheinbar wieder in

Schlägt man beim Frühstück die Zeitung auf, so schwappt einem augenblicklich eine regelrechte Flut von Ankündigungen für Musicalaufführungen im Ruhrgebiet entgegen. Da ist beispielsweise zu lesen, dass das Kunze/Levay-Musical „Elisabeth“ „aus Anlass des 20. Geburtstags des Stückes“ an den Berliner Platz in Essen zurückkehre. Gemeint ist die Uraufführung im Theater an der Wien, die aber am 3. September 1992 über die Bühne ging, und im Colosseum Theater in Essen wird das Stück vom 9. Februar bis zum 4. März 2012 zu sehen sein, also noch ein wenig hin bis zum 20. Geburtstag. Viel wahrscheinlicher ist dagegen die Aufführung anlässlich des 20-jährigen Jubiläums im Raimund Theater in Wien, genaue Termine der Wiederaufnahme sind bisher meines Wissens nicht bekannt. Das Theater an der Wien steht seit dem Mozartjahr 2006 nicht mehr für Musicalaufführungen zur Verfügung.

Da lässt natürlich die Ankündigung der Konkurrenz nicht lange auf sich warten, die am 19. Oktober 2011 die Premiere von „Dirty Dancing – Das Original live on Stage“ über die Bühne des Metronom Theaters in Oberhausen gehen lassen möchte. Nachdem am 22. August 2011 die Proben begonnen haben, nutzte der Veranstalter die Gelegenheit, um zum Wochenende mit Bekanntgabe der Darsteller der beiden Protagonisten der Show Jenny Bach als Frances „Baby“ Houseman und Dániel Rákász als Johnny Castle ebenfalls die Werbetrommel zu rühren. Dass es sich dabei um eine Musik- und Tanzshow handelt, die auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1987 (UA: 12. Mai 1987 bei den Internationalen Filmfestspiele von Cannes) mit Jennifer Grey und Patrick Swayze in den Hauptrollen basiert („Das Original live on Stage“), und nicht um ein Musical im klassischen Sinn, wird von den Printmedien viel zu selten erwähnt. Weitere Einzelheiten – beispielsweise zur Besetzung – sind diesen Vorankündigungen natürlich nicht zu entnehmen, womöglich geht man davon aus, dass das breite Publikum „Dirty Dancing“ auf das „Traumpaar“ Baby und Johnny reduziert, da würden weitere Namen nur verwirren. Der geneigte Interessent findet aber bereits einige Namen im Internet, so dass sich die bisher bekannte Besetzung folgendermaßen darstellt:
  • Jenny Bach als Frances „Baby“ Houseman,
  • Dániel Rákász als Johnny Castle,
  • Alisa Nikolaus als Penny Johnson,
  • Katja Hentschel als Marjorie Houseman,
  • Steffen Laube als Jake Houseman,
  • Johanna Spantzel als Lisa Houseman,
  • Matthias Zeeb als Robbie Gould,
  • Rune Høck Møller als Billy Kostecki,
  • Fritz Hille als Max Kellerman,
  • Matthias Bollwerk als Neil Kellerman,
  • Raphaela J. Groß-Fengels als Vivian Pressman,
  • Mike Ho Sam Sooi als Tito Suarez und
  • Giso Weißbach als Mr. Schumacher sowie
  • Yasemin Celikkan (Dance Captain).
Na dann …

Freitag, 26. August 2011

Kunst mit dem Regenschirm entdecken

Künstlerisches Vermittlungsprogramm am westlichen Ende der Emscherinsel

Dr. Martina Oldengott (Emschergenossenschaft) und Literat Florian Neuner

Auch 2011 werden an einigen Orten der EMSCHERKUNST.2010 im Rahmen eines künstlerischen Vermittlungsprogrammes Veranstaltungen angeboten, so auch am 26. August 2011 ein Rundgang über die Emscherinsel an ihrem westlichen „Ende“, der natürlich auch die am 25. Juni 2011 eröffnete Fußgängerbrücke „Slinky springs to fame“ beinhaltete. Offiziell gehörte die Veranstaltung zur Reihe „Kunst im Licht der Taschenlampe entdecken“, aber bei den Wetterverhälnissen lag die leichte Abänderung des Wortlauts auf der Hand.

Teilnehmergruppe am Schloss Oberhausen

Treffpunkt war das Schloss Oberhausen, wo sich gegen 20 Uhr trotz kräftiger Unwetter und schlechter Wettervorhersage gut 80 Interessenten eingefunden hatten, um sich bei dem von Literat Florian Neuner und Frau Dr. Martina Oldengott von der Emschergenossenschaft geführten Rundgang über die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft der Emscher in Oberhausen zu informieren. Florian Neuner hat sich in zahlreichen Fahrradtouren und Wanderungen intensiv mit der Emscherinsel auseinandergesetzt. Auf Grundlage seiner Eindrücke und historischer Hintergründe hatte er die Texte zu den „Zwischenräumen“ im begleitenden Ausstellungskatalog zur EMSCHERKUNST.2010 verfasst. Außerdem hat er die Ruhrtext-Collage „Ruhrtext – Eine Revierlektüre“ mit einer Fotoserie von Jörg Gruneberg veröffentlicht, erschienen im Klever Verlag.

Alter Emscherarm im Kaisergarten

Vom Schloss Oberhausen führte der Weg zunächst vorbei an dem revitalisierten alten Emscherarm im Kaisergarten zur Fußgängerbrücke „Slinky springs to fame“, und über diese über den Rhein-Herne-Kanal. Die von Tobias Rehberger entworfene Brückenskulptur ist bereits in diversen früheren Blogeinträgen beschrieben, weshalb ich an dieser Stelle nicht mehr näher darauf eingehe. Bei der doch überraschend großen Teilnehmerzahl konnte man sehr schön erleben, wie stark die Spannbandbrücke in Schwingungen versetzt werden kann.

Fußgängerbrücke „Slinky springs to fame“


Ausstellungsschiff MS Wissenschaft unter der Fußgängerbrücke „Slinky springs to fame“


Fußgängerbrücke „Slinky springs to fame“, Rampe am Nordufer des Rhein-Herne-Kanals


Fußgängerbrücke „Slinky springs to fame“, Rampe am Südufer des Rhein-Herne-Kanals

Die Brücke ist neuerdings bereits ab 20 Uhr beleuchtet, allerdings kommt der Effekt erst bei Einbruch der Dämmerung richtig zur Geltung. Am 6. September wird die Sonne in Oberhausen rechnersich um 20 Uhr untergehen, schon bald wird es also um 20 Uhr bereits richtig dunkel sein. Entlang des Nordufers des Rhein-Herne-Kanals ging es weiter bis zum Stadion Niederrhein, das von den beiden Kölner Architekten Nußbaum und Wilkens geplant, als „große Notstandsarbeit“ gebaut und am 28. Februar 1926 eingeweiht wurde.

Am Stadion Niederrhein: „Maloche lohnt!“


Die Emscherinsel an ihrem westlichen „Ende“

Nach einem Abstecher zum Emscherdeich, von wo aus man das „Abknicken“ der Emscher Richtung Nordwesten sehen kann und damit das westliche „Ende“ der Emscherinsel erreicht ist, Florian Neuner beschreibt seinen Eindruck mit den Worten „Es gibt keinen klar benennbaren Punkt, an dem die Emscher-Insel enden würde, aber ihr Bild verliert sich“, ging es entlang der Lindnerstraße und über die Konrad-Adenauer-Allee zur Siedlung Grafenbusch, eine nach Plänen des Architekten Bruno Möhring (* 11. Dezember 1863 in Königsberg, † 25. März 1929 in Berlin) für leitende Angestellte der Gutehoffnungshütte Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb (GHH) erbaute „Beamten-Kolonie“.

Dr. Martina Oldengott, Edda Gerusel (beide Emschergenossenschaft) und Literat Florian Neuner

Anhand einer freistehenden Villa und den am Bahndamm gelegenen Mehrfamilienhäusern zeigte Literat Florian Neuner die frühere Struktur der Siedlung auf, von der leitende Angestellte die GHH in kurzer Zeit erreichen konnten. Die Siedlung steht unter Denkmalschutz und ist Bestandteil der Themenroute „Oberhausen – Industrie macht Stadt“ der Route der Industriekultur.

Siedlung Grafenbusch


Firmenlogo der GHH


Siedlung Grafenbusch

Kurioserweise sollen es lt. Veranstalter am Ende 97 Teilnehmer gewesen sein. Ich selbst habe am Emscherdeich 88 Teilnehmer gezählt, und einige Teilnehmer mit Kindern sind an der Konrad-Adenauer-Allee womöglich in Anbetracht des Dauerregens auf direktem Wege zum Ausgangspunkt des Rundgangs zurückgekehrt. Aber vielleicht haben sich ja in der Siedlung Grafenbusch einige Bewohner dem Tross angeschlossen, in der Hoffnung, dass es am Ende Getränke gibt?