Donnerstag, 30. Juni 2011

skate by night

„Jede Minute zählt“

Freestyle Show der „Styleskaters“

Im Rahmen der bundesweiten Aktion gegen den Schlaganfall wurde heute in Essen die zweite „skate by night“-Tour vom Willy-Brandt-Platz zum Welterbe Zollverein veranstaltet. Bereits um 17 Uhr begann die Veranstaltung auf dem Willy-Brandt-Platz mit Informationen zum Thema Schlaganfall und Freestyle Shows der „Styleskaters“, ein Freestyle Slalom Team der Skateschule-NRW. Dabei gaben die Slalomskater mit zahlreichen Figuren und Tricks einen Einblick in die Sportart des Freestyle Slalom.

Freestyle Show der „Styleskaters“

Dabei bezieht sich das Motto des Abends „Jede Minute zählt“ nicht auf die Schnelligkeit bei der Bewältigung der Strecke vom Willy-Brandt-Platz zum Welterbe Zollverein, sondern auf die möglichst schnelle Hilfe bei einem Schlaganfall, nach dem Herzinfarkt die zweithäufigste Todesursache. Der so genannten Schlaganfall-Bus der Aktion „Ruhrgebiet gegen den Schlaganfall“ war zum Willy-Brandt-Platz gekommen, und zusammen mit den neurologischen Kliniken des Ruhrgebiets wurde möglichst umfassend zum Thema Schlaganfall informiert, bei dem jede Minute für die Heilungs- und Überlebenschancen eines Patienten zählt.

Freestyle Show der „Styleskaters“

Aus dem Grunde wurde das Startgeld in Höhe von 2 Euro auch komplett der Aktion „Ruhrgebiet gegen den Schlaganfall“ gespendet. Trotz mächtiger Konkurrenz durch die „Rollnacht Düsseldorf“ und das Fußballspiel Deutschland gegen Nigeria bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft waren noch zahlreiche Teilnehmer zum Willy-Brandt-Platz gekommen, die sich auch vom schlechten Wetter nicht abhalten ließen.

Beginn der Skatenight-Tour auf dem Willy-Brandt-Platz

Auch eine ganze Reihe Jugendlicher mit Skateboards war zur Skatenight-Tour gekommen, hier hatte offensichtlich auch niemand etwas dagegen einzuwenden. Die Regeln der „Rollnacht Düsseldorf“ sehen nämlich eine Teilnahme nur mit Inlineskates oder Rollschuhen vor. Gegen 20.45 Uhr setzte sich schließlich das Teilnehmerfeld am Willy-Brandt-Platz Richtung Welterbe Zollverein in Bewegung.

Das Teilnehmerfeld macht sich über die Hachestraße in Richtung Welterbe Zollverein auf den Weg

Dienstag, 28. Juni 2011

cinema2011: Kein „Wasser für die Elefanten“

Das „unglaubliche“ Freiluftkino

Vom 10. Juni bis 10. Juli 2011 findet auf dem Flughafen Essen/Mülheim das Open Air Kinoevent cinema2011 statt, der Name ist mit Bedacht gewählt, soll es sich dabei doch um die Fortführung des Freiluftkinos der Kulturhauptstadt CINEMA2010 auf der Kokereibühne Zollverein handeln. Dafür wurde neben der grünen Luftschiffhalle der WDL Luftschiffgesellschaft mbH eine aufblasbare Leinwand installiert, und Kunststoffstühle als Sitzgelegenheiten aufgestellt. Für den Fall, dass es abends regnet, wird das Freiluftkino kurzerhand zum klassischen Autokino umfunktioniert, so dass die Filme wetterunabhängig auf jeden Fall gezeigt werden können.

Antonov An-2 „Roter Baron“ auf dem Flughafen Essen/Mülheim

Hört sich soweit erst einmal ganz gut an, werden Sie denken. Doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Für den 28. Juni 2011 stand das amerikanische Filmdrama „Wasser für die Elefanten“ mit Reese Witherspoon als Marlena Rosenbluth und Robert Pattinson als Jacob Jankowski auf dem Spielplan, weiter war auf der Website des Veranstalters zu erfahren, dass „Karten an der Abendkasse ab 20.00 Uhr erhältlich“ seien. Und so begibt man sich – nichts Böses ahnend – zu der genannten Uhrzeit zum Veranstaltungsort, um eine Eintrittskarte zu erwerben. Erst vor Ort war zu erfahren, dass es sich um eine „geschlossene Veranstaltung“ handelt. Es seien aber noch Karten erhältlich. Neben mir waren auch noch weitere Besucher nichtsahnend zum Veranstaltungsgelände gekommen, und auf unsere Frage, warum man denn erst vor Ort erfahre, dass es sich um eine „geschlossene Veranstaltung“ handelt, gab man uns unmissverständlich zum Ausdruck, dass wir keine Eintrittskarten bekommen. Wir haben daraufhin verärgert das Veranstaltungsgelände verlassen, meine „Leidensgenossen“ haben sich auf den Weg zu einem anderen Kino gemacht.

Ich habe auf die Art und Weise nicht nur einmal das Eintrittsgeld für das Freiluftkino auf dem Flughafen Essen/Mülheim gespart, sondern gleich auch noch mögliche Eintrittsgelder für alle zukünftigen Filmvorführungen dieses Veranstalters, nicht nur am Flughafen Essen/Mülheim, sondern auch am Blumenhof im Grugapark und womöglich auf dem Parkplatz vor der Grugahalle. Eines ist sicher, am 19. August 2011 beginnen die „FilmSchauPlätze NRW 2011“, bei denen an besonderen Orten auf die Lo­ca­ti­on ab­ge­stimm­te Filme auf der Open Air-Lein­wand gezeigt werden, und das bei freiem Eintritt. Dort wird es keine unangekündigten „geschlossenen Veranstaltungen“ geben!

Sonntag, 26. Juni 2011

Deutschland. Ein Sommermärchen?

Public Viewing „Elf Freundinnen“ auf dem Essener Burgplatz

Public Viewing auf dem Essener Burgplatz

Gern wird in diesen Tagen zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft die ausgelassene, sommerliche WM-Stimmung in Deutschland bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006 herbeigesehnt. In Essen wird auf dem Burgplatz das Public Viewing „Elf Freundinnen“ veranstaltet, bei dem alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei freiem Eintritt verfolgt werden können.

Public Viewing auf dem Essener Burgplatz

Allerdings scheint Frauenfußball doch eher eine Randerscheinung zu sein, wenn man den Zuspruch der Besucher beim Eröffnungsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Kanada entsprechend interpretiert. Von Überfüllung des Burgplatzes kann nämlich überhaupt keine Rede sein, während des gesamten Spiels ist der Zutritt zum abgesperrten Public Viewing-Bereich jederzeit möglich, und die Ordnungskräfte haben überhaupt kein Problem, den kompletten Treppenabgang von der Kettwiger Straße auf den Burgplatz freizuhalten, obwohl dieser ideale Sichtbedingungen auf die Großbildleinwand bietet.

Public Viewing auf dem Essener Burgplatz

Es steht auch nicht der gesamte Burgplatz als Public Viewing-Bereich zur Verfügung, sondern die Hälfte des Platzes vor dem Essener Münster ist komplett abgesperrt. „Burgplatz wegen Überfüllung geschlossen“, Wunschdenken, da sollte man sich nichts vormachen. Vielleicht wird es ja noch was mit dem Sommer, und wer weiß, manchmal werden Märchen wahr …


Donnerstag, 30. Juni 2011

Frauenfußball-Choreografie

Im Rahmenprogramm des Public Viewing „Elf Freundinnen“ auf dem Burgplatz anläßlich des Fußballspiels Deutschland gegen Nigeria stand heute die Einstudierung und anschließende Aufführung einer Frauenfußball-Choreografie mit Live-Übertragung im WDR-Fernsehen auf dem Programm. Michèle Fichtner und Elisa Marschall waren angetreten, den Mädchen und Frauen das Tanzen beizubringen, tänzerische Vorerfahrungen seien keine notwendig, hieß es im Vorfeld. In der lokalen Presse war auch bereits vor der Veranstaltung zu lesen, dass „100 Fans schon ihre Teilnahme zugesagt haben“. Davon hatten es sich am Abend dann aber offensichtlich doch eine ganze Reihe anders überlegt …

„Frauenfußball-Choreografie“

Wer nun eine Fußball-Choreografie à la „The beautiful game“ von Andrew Lloyd Webber assoziiert – Michèle Fichtner studiert im 4. Jahrgang Musical an der Folkwang Universität der Künste – dafür bedarf es dann wohl doch erheblicher tänzerischer Vorerfahrungen.

„Frauenfußball-Choreografie“

Das Ganze war natürlich mehr als Gag zu verstehen, nach dem Motto, wie schafft man es, an einem Werktag Frauenfußball-begeistertes Publikum auf den Burgplatz zu bekommen und dabei auch noch jede Menge Spass zu haben. Ersteres hat nur bedingt funktioniert, letzteres dafür augenscheinlich umso besser.

„Frauenfußball-Choreografie“


Partylöwe „Karlo“


Dienstag, 5. Juli 2011

BigBand des Essener Burggymnasiums

Zum letzten Gruppenspiel der deutschen Mannschaft bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft hatte der Veranstalter des Public Viewing „Elf Freundinnen“ auf dem Essener Burgplatz mit der BigBand des Essener Burggymnasiums im Rahmenprogramm auf musikalische Unterhaltung gesetzt, aber trotz oder aber wegen des guten Wetters füllte sich der Public Viewing-Bereich nur zögerlich. Die BigBand dürfte bei anderen Veranstaltungen – beispielsweise dem Zechenfest auf Zollverein – vor größerem Publikum gespielt haben.

BigBand des Essener Burggymnasiums

Unmittelbar vor Beginn des Spiels hatten sich Michèle Fichtner und Elisa Marschall von der Frauenfußball-Choreografie nochmals zu einem warm-up auf der Bühne eingefunden, Partylöwe „Karlo“ scheint aber für den „Hampelmann“ nicht fit genug zu sein.

Den „Hampelmann“ muss „Karlo“ noch üben


Public Viewing auf dem Essener Burgplatz

Der Traumzauberbaum

„Der Traumzauberbaum“ – nach den Geschichtenliedern von Reinhard Lakomy (Komposition) & Monika Ehrhardt (Texte); Regie: Christian Quitschke; Ausstattung: Gertrud Rindler-Schantl; Musikalische Leitung: Oliver Siegel; Dramaturgie: Hannah Schwegler, Rüdiger Bering. Mit: Annika Meier (Moosmutzel), Anna Polke (Agga Knack), Marek Jera (verschiedene Rollen), Peter Waros (Waldwuffel), Klaus Zwick (Traumzauberbaum). Premiere: 25. Juni 2011, Gasometer Oberhausen.



„Der Traumzauberbaum“


Ein Musiktheatertraum im Gasometer Oberhausen


Nach „Peterchens Mondfahrt“, einem Hip-Hop Theater Projekt von Peter Carp vor dem „größten Mond auf Erden“ (Premiere 5. September 2010), zeigt das Theater Oberhausen nun vor der Kulisse der Ausstellung „Magische Orte – Natur- und Kulturmonumente der Welt“ im Gasometer Oberhausen „Der Traumzauberbaum“ als Musiktheatertraum für die ganze Familie.

„Regenwaldbaum“ von Wolfgang Volz vor dem Gasometerdach

„Der Traumzauberbaum“ ist ursprünglich eine Geschichtenlieder-Produktion aus dem Jahr 1979 als Hörspiel und Bühnenshow für Kinder von Reinhard Lakomy (Komposition) und Monika Ehrhardt (Texte). Im Zusammenspiel von Musik, Licht und Schauspiel geht es darin um eine Reise durch die Welt der Träume. Die beiden Waldgeister Waldwuffel und Moosmutzel wohnen im Traumzauberbaum und bringen mit einer goldenen Stimmgabel die bunten Traumblätter zum Klingen. Waldwuffel und Moosmutzel möchten, dass immer die Sonne scheinen soll, und so sammeln sie alle blauen Blätter mit den Regenträumen ein und schaffen sie mit Hilfe der wilden Traumlaus Agga Knack fort, was aber beinahe zu einer Katastrophe führt. Zausel, der Wolkengeist, sammelt nämlich daraufhin seine Wolken ein, das Bächlein trocknet aus, und der Kreislauf der Natur ist unterbrochen. Aber die Sache geht natürlich gut aus, denn es ist ja ein Märchen …

Peter Waros als Waldwuffel, Anna Polke als Agga Knack und Annika Meier als Moosmutzel; Foto Jürgen Diemer

Im Außenprojekt des Theaters Oberhausen führt Christian Quitschke (* 10. Oktober 1980 in Lauchhammer) Regie, der in der aktuellen Spielzeit Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ (Premiere 19. September 2010) im Malersaal inszeniert hat. Im Gasometer Oberhausen ist das Theaterereignis für Menschen ab 6 Jahren und die ganze Familie konzipiert. Am Premierenabend waren aber auch sehr viele Erwachsene ohne Kinder im Gasometer, „Der Traumzauberbaum“ in der Kulisse der „Magischen Orte“ verleitet offensichtlich auch diese zum Träumen.

Das Besondere bei Veranstaltungen in der „Kulturtonne“ ist die Akustik, die Mantelbleche der Gasometer-Hülle reflektieren den Schall gnadenlos, und auch der „Regenwaldbaum“ absorbiert nur wenig, so dass man die Reflexionen insbesondere in Bezug auf Sprachverständlichkeit berücksichtigen muss. Christian Quitschke war Johannes Leppers Regieassistent bei „Peer Gynt“ (1. Juni 2007) und „Freiheit! Gleichheit! Brüderlichkeit!“ (Premiere 13. Oktober 2007) im Gasometer. Von daher war ihm die „Tücke des Objekts“ bewusst. Durch entsprechende Intonation wird dafür gesorgt, dass die Sprechtexte nicht im Echo untergehen, wodurch diese problemlos verständlich sind. Bei den Geschichtenliedern ist dies nicht immer der Fall, durch die eingespielte Musik (Musikalische Leitung: Oliver Siegel) mit den entsprechenden Echos musste ich mich teilweise sehr auf die Liedtexte konzentrieren, um diese verstehen zu können. Dies tut der Sache aber keinen Abbruch.

Marek Jera als Zausel, Peter Waros als Waldwuffel und Annika Meier als Moosmutzel; Foto Jürgen Diemer

Der Musiktheatertraum funktioniert vor dem „Regenwaldbaum“ von Wolfgang Volz bestens, eine Aufführung in dieser Kulisse liegt beinahe auf der Hand. Reinhard Lakomy tourt mit seiner Geschichtenlieder-Produktion gleichzeitig vornehmlich durch die neuen Bundesländer. „Der Traumzauberbaum“ in der Inszenierung von Christian Quitschke im Gasometer Oberhausen steht in der laufenden Spielzeit noch bis zum 14. Juli auf dem Spielplan und wird in der kommenden Spielzeit am 9. September wiederaufgenommen.

Samstag, 25. Juni 2011

„Slinky springs to fame“, Teil VII

Tobias Rehbergers Brückenskulptur über den Rhein-Herne-Kanal am Schloss Oberhausen

Hinweisschild am Nordufer des Rhein-Herne-Kanals

Als eines der letzten Kulturhaupstadtprojekte – neben „Tiger & Turtle – Magic Mountain“ auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe im Duisburger Angerpark, der Erweiterung des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst am Duisburger Innenhafen oder dem Landesarchiv im ehemaligen Getreidespeicher der Rheinisch-Westfälischen Speditions-Gesellschaft (RWSG) – wurde am Samstag, 25. Juni 2011 die Fußgänger- und Fahrradbrücke „Slinky springs to fame“ in Oberhausen offiziell eröffnet, die den Kaiserpark mit dem Volkspark auf der Emscher-Insel verbindet. Professor Tobias Rehberger (* 2. Juni 1966 in Esslingen) hatte in enger Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Schlaich, Bergermann und Partner aus Stuttgart die Planung für diese Brücke übernommen. Der Name ist an die 1943 von Richard Thompson James und seiner Frau Betty als Spielzeug erfundene Metallschraubenfeder Slinky® angelehnt, die 1945 in Gimbel´s Department Store in Philadelphia, Pennsylvania erstmals verkauft wurde. Das Spielzeug wurde am 21. August 1946 von Richard T. James unter dem Namen „Toy and process of use“ zum Patent angemeldet.

Schloss Oberhausen

Ein Spielzeug ist die begehbare Brückenskulptur ganz und gar nicht, „15 Monate reiner Bauzeit“ waren notwenig, sie zu errichten. So die offizielle Verlautbarung der Emschergenossenschaft als Bauherrin. Am 29. Mai 2010 wurde die EMSCHERKUNST.2010 eröffnet, folglich hätte man gut 13 Monate eher mit dem Bau der Brücke beginnen müssen, um sie rechtzeitig zum größten Kunstprojekt der Kulturhauptstadt fertigzustellen … oder zumindest 9 Monate, um sie bis zur Finissage der EMSCHERKUNST.2010 am 18. September 2010 fertigzustellen …

Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband

Bei so vielen Beteiligten war es gar nicht so einfach, einen gemeinsamen Termin für die Eröffnung zu finden, schließlich sollte auch ein Vertreter der Landesregierung daran teilnehmen, war das Projekt doch zu 80% gefördert worden. So hatte man sich auf den 25. Juni „geeinigt“, nicht ahnend, dass die Bundesdelegiertenkonferenz von „Bündnis 90/Die Grünen“ zum Atomausstieg die Anwesenheit von Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umweltschutz, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, doch vereiteln würde.

Oberhausens Oberbürgermeister Klaus Wehling

Dort dürfte er zumindest im Trockenen gesessen haben, in Oberhausen war es den ganzen Tag kühl und regnerisch, was die Besucherzahlen bei der Eröffnung maßgeblich beeinflusst haben wird. Doch davon liess man sich die gute Laune nicht verderben.

Professor Tobias Rehberger und Dr. Jochen Stemplewski


Professor Tobias Rehberger, Mathias Nier vom Ingenieurbüro schlaich bergermann und partner und Dr. Jochen Stemplewski


Brückenrampe an der Nordseite des Rhein-Herne-Kanals


Dr. Jochen Stemplewski, Professor Tobias Rehberger und Klaus Wehling nach erfolgreicher Überquerung des Rhein-Herne-Kanals


„Auch ein schöner Rücken kann entzücken“: Prof. Dr. Florian Matzner, Dr. Jochen Stemplewski, Professor Tobias Rehberger, Dr. Martina Oldengott, Klaus Wehling und Udo Peters


Professor Tobias Rehberger und Dr. Jochen Stemplewski

Bei einer Führung über die Brücke erläuterten Prof. Dr. Florian Matzner, Kurator der EMSCHERKUNST, Professor Tobias Rehberger, Mathias Nier vom Ingenieurbüro schlaich bergermann und partner und Frau Dr. Martina Oldengott von der Emschergenossenschaft den interessierten Besuchern Details zur begehbaren Brückenskupltur.

Prof. Dr. Florian Matzner, Professor Tobias Rehberger und Dr. Martina Oldengott

Im Vorfeld hat sich sicherlich jeder gefragt, wie stark die Spannbandkonstruktion über dem Rhein-Herne-Kanal denn wohl schwingt. Die Frage lässt sich nach der Begehung auch nicht so einfach beantworten. Sie schwingt immerhin so stark, dass es kleinen Kindern teilweise Angst macht, großen „Kindern“ schwingt sie gar nicht stark genug, durch Hüpfen oder Wippen wid versucht, die Kosinus Hyperbolicus-förmige Katenoide aufzuschaukeln, was nicht ganz einfach ist, da man hierfür die Resonanzfrequenz treffen müsste. Gefühlsmäßig schwingt die so genannte Erzbahnschwinge an der Jahrhunderhalle in Bochum stärker, die ebenfalls vom Ingenieurbüro schlaich bergermann und partner konstruiert wurde.

Spannbandkonstruktion über dem Rhein-Herne-Kanal


Spannbandkonstruktion über dem Rhein-Herne-Kanal


Brückenrampe an der Nordseite des Rhein-Herne-Kanals

Die Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen bot für geschickte Brückenbaumeister einen Brückenbauwettbewerb an, bei dem nach einem Entwurf von Leonardo da Vinci (* 15. April 1452 in Anchiano bei Vinci, † 2. Mai 1519 in Amboise) aus Holzleisten ohne Verbindungsmittel eine Brücke errichtet werden musste. Leonardo da Vinci hatte die Brücke vor über 500 Jahren konstruiert, eine Zeichnung davon befindet sich im „Codex Atlanticus“. Er hat für die Konstruktion das Prinzip des Flechtens auf starre Hölzer übertragen.

Brückenbauwettbewerb „Leonardo-Brücke“

Für musikalische Unterhaltung sorgte auf der Nordseite des Rhein-Herne-Kanals die Marching Band „Volle Kanne“, auf der Südseite spielte das „Duo Tangondo“ (Thomas Hanz, Gitarre, und Jörg Siebenhaar, Akkordeon).

Marching Band „Volle Kanne“

Um 22.30 Uhr wurde die Beleuchtung der Brücke eingeschaltet, was jedoch für die so genannte Available Light-Fotografie viel zu spät war. Dabei gelingen die interessantesten Aufnahmen in der „blauen Stunde“, in der der tiefblaue Himmel in etwa dieselbe Helligkeit besitzt wie das künstliche Licht von Gebäude- und Straßenbeleuchtungen. Gegen 22.30 Uhr herrschte jedoch eher „rabenschwarze Nacht“.

Brückenrampe an der Nordseite des Rhein-Herne-Kanals


Brückenrampe an der Nordseite des Rhein-Herne-Kanals


Brückenrampe an der Südseite des Rhein-Herne-Kanals


Detail der Brückenbeleuchtung


Brückenrampe an der Südseite des Rhein-Herne-Kanals


Brückenrampe an der Südseite des Rhein-Herne-Kanals


Sonntag, 26. Juni 2011

Wann wird´s mal wieder richtig Sommer

Nachdem die Eröffnung der begehbaren Brückenskulptur buchstäblich ins Wasser gefallen war, ließ bereits einen Tag später die Sonne wieder blicken. Da konnte man aus 117 Metern Höhe vom Dach des Gasometers Oberhausen schön sehen, wie klein und unscheinbar die Brücke doch aus größerer Entfernung wirkt.

Blick vom Dach des Gasometers Oberhausen


„Slinky springs to fame“ über dem Rhein-Herne-Kanal

Die ersten Bewohner haben sich auch schon an der Brücke niedergelassen und bauen dort ihr Nest.

Im Kaiserpark

Fußgänger und Fahrradfahrer nutzen die neue Brücke bereits ausgiebig.

Brückenrampe an der Nordseite des Rhein-Herne-Kanals


Spannbandkonstruktion über dem Rhein-Herne-Kanal

Die abendliche Beleuchtung der Brücke geschieht über in die Spirale und einen Handlauf der Brücke eingelassene LEDs. Diese haben einen geringen Stromverbrauch und obendrein eine lange Lebensdauer. Bei einer mittleren Betriebsdauer von 10 Stunden am Tag sollten diese viele Jahre überdauern, bevor sie ausgetauscht werden müssen.

Beleuchtung in der Spirale


Beleuchtung im Handlauf

Am Abend hatte sich eine ganze Reihe von Fotografen eingefunden, die die beleuchtete Brücke erstmals bei klarem Himmel ablichten wollten. Und nun mag jeder selbst entscheiden, welche Lichtstimmung besser gefällt, „rabenschwarze Nacht“ oder „blaue Stunde“.

Sterkrader-Straße-Brücke und Gasometer Oberhausen


Spannbandkonstruktion über dem Rhein-Herne-Kanal


Brückenrampe an der Südseite des Rhein-Herne-Kanals


„Slinky springs to fame“ über dem Rhein-Herne-Kanal und Brückenrampe an der Südseite des Kanals